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Der Tchibo-Mann macht dicht

Künftig Schuhe statt Kaffee in Oranienburg Der Tchibo-Mann macht dicht

Nach 21 Jahren gibt Andreas Wilde aus Oranienburg seine Filialen in Oranienburg und Neuruppin an Tchibo zurück. 21 Jahre mit vielen Höhen und Tiefen, sagt er. Nach einer Auszeit will sich der Hans Dampf in allen Gassen eine neuer berufliche Herausforderung suchen. Letzter Ausverkauf ist am Donnerstag.

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Michael Wilde will eine Auszeit nehmen.

Quelle: Foto: Heike Bergt

Oranienburg. Am Donnerstag ist letzter Ausverkaufstag. Dann ist Schluss. Der „Tchibo-Mann“ Michael Wilde macht zu, gibt seine Filiale in Oranienburg zurück, auch die in Neuruppin. 21 Jahre war er Franchisenehmer von Eduscho, nach der Umfirmierung 2001 von Tchibo.

Wilde ist Urberliner und lebt seit 1998 in Oranienburg. Als Keramikfacharbeiter bei der Firma Stuck- und Naturstein hat er Spuren am Neptunbrunnen am Alex und am heutigen Gendarmenmarkt hinterlassen. Dann wechselte er in die Gastronomie. Schließlich wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete am 21. Juli 1994 die damalige Eduscho-Filiale. „Ob das so funktioniert?“, er habe damals schon Bauchschmerzen gehabt und auch viel Lehrgeld bezahlt. Doch die Filiale an der Ecke Mittelstraße/Bernauer Straße lief so gut, dass er 2004 in die früherer Rossmann-Filiale in der Nachbarschaft umzog und von 60 auf 95 Quadratmeter vergrößerte. Doch es gab auch Tiefpunkte. Die Franchiseverträge liefen immer über zehn Jahre, schon 2004 hab er an Ausstieg gedacht. Gründe, warum er jetzt aufhört, nennt er drei: „Am Anfang hatten die Leute Nachholebedarf an vielen Dingen, heute haben sie die Schränke voll.“ Hinzugekommen sei das Internetgeschäft und geblieben die Nähe zu Berlin. Dorthin fließe viel Geld ab. „Die Gewinne wurden immer kleiner.“ Das besten Verkaufsjahr sei 2005 gewesen, das miserabelste 1997, als die Schlossbrücke gebaut wurde. „Trotzdem, die Oranienburger haben uns immer die Treue gehalten.“

Aber die 21 Jahre seien auch anstrengend gewesen, der Druck enorm. Wilde musste mit gesundheitlichen Problemen Tribut zollen. Jetzt, wo alles Kredite abgetragen seinen, will er eine Auszeit nehmen, viel mit seinen Hunden die Natur genießen und wieder durchstarten. „Ein paar Flausen habe ich schon wieder“, so der 54-Jährige. Und bei Tchibo, da gibt es künftig Schuhe statt Kaffeebohnen.

Von Heike Bergt

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