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Der Weihnachtsmann ist da

Himmelpfort Der Weihnachtsmann ist da

Großes Medienaufkommen bei der Ankunft in Himmelpfort – Die Deutsche Post zählte schon mehr als 21 000 Wunschzettel, die in den vergangenen Wochen eingingen. Ab jetzt werden sie bearbeitet.

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Der Weihnachtsmann eröffnete am Donnerstag das Weihnachtspostamt in Himmelpfort

Quelle: Enrico Kugler

Himmelpfort. Der Himmel ist grau. Das Auto ist gelb. Der Mantel ist rot. Der Weihnachtsmann bezog am Donnerstag das Weihnachtsmannpostamt in Himmelpfort. Er brauchte für sein Elektrofahrzeug der Deutschen Post aber erst einen kleinen Anschubser: „Vielleicht sollten wir ein Lied singen, damit er kommt“, trällerte ein Mädchen aus der Gruppe der Drei-Seen-Grundschule Fürstenberg, die gestern die Zeremonie am Weihnachtsmannhaus begleiten durfte. Das Mädchen animierte ihre ungeduldig lauernden 20 Schulkameraden, „Bald nun ist Weihnachtszeit ...“ zu singen. Kaum war der letzte Ton verklungen, rollte der Weihnachtsmann mit seinem Street-Scooter um die Ecke – direkt auf die große Schar der Medienleute zu. Es schien, als ob die Ankunft des Weihnachtsmannes ein Weltereignis ist: ARD, RTL, SAT.1, N 24, der RBB, der NDR, Radio Teddy, Zeitungsvertreter und Fotografen von Agenturen – sie alle machten dem Bärtigen ihre Aufwartung und werden über das Ereignis auf ihren Kanälen und in ihren Blättern berichten. Himmelpfort ist wieder in aller Munde. Ein Medienereignis. Jedes Motiv wurde eingefangen, so gut wie jeder Beobachter wurde um ein Statement gebeten.

20 Helferinnen antworten auf die Briefe

Auch wenn das Weihnachtspostamt gestern erst offiziell eröffnete, liegen schon längst die ersten Briefe vor. Frank Bettgenhäuser, der Leiter des Bereiches Post-eCommerce-Parcel für die neuen Bundesländer, verkündete, dass bislang schon 21 103 Wunschzettel eingegangen seien. „Die Deutsche Post hat für die Beantwortung 20 Helferinnen engagiert. Anschließend bringen wir die Briefe zu unserem Briefzentrum nach Hennigsdorf. Dort sortieren wir sie. Danach starten die Sendungen ihre Reise innerhalb Deutschlands und in alle Welt“, so der Post-Mann. Festgestellt wurde derweil auch, dass ein Brief aus Chile den bislang weitesten Weg zurücklegte. Frank Bettgenhäuser möchte, dass die Briefe allesamt ankommen, „um bei den Kindern leuchtende Augen zu erzeugen. Der Fürstenberger Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) findet den Weihnachtsmann „cool“. Der Weihnachtsmann nehme in Himmelpfort für die nächsten Wochen die Fäden in die Hand. „Der Weihnachtsmann kommt jetzt schon 33 Jahre nach Himmelpfort – ich freue mich auf weitere Jahre“, so Robert Philipp. Der Himmelpforter Ortsvorsteher Lothar Kliesch sagte, dass die Gäste des Ortes „auf freundliche Einwohner treffen würden und dass hier die Post abgeht“.

Charlotte aus Fürstenberg – sie geht in die Klasse 2 b – war das erste Mal bei der Ankunft des Weihnachtsmannes in Himmelpfort dabei. „Es ist ein lieber Weihnachtsmann. Ich dachte, er hätte auch eine Rute dabei.“ Sie wünscht sich vom Weihnachtsmann ein Auto für ihren Bruder, selbst würde sie gern ein „Schleichtier“ haben wollen. Aus dem Nachbarort Bredereiche kam Juna nach Himmelpfort. Das ganz Jahr ging es bei ihr nur um den Mann im roten Mantel. Um besser sehen zu können, nahm sie auf der Schulter ihres Papas Platz. Auf die Frage, ob es ihr beim Weihnachtsmann gefallen habe, kam ein schüchternes, aber klares: „Ja!“.

Von Stefan Blumberg

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