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Oberhavel Der Zuzug hält an
Lokales Oberhavel Der Zuzug hält an
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00:20 06.01.2018
Auf Tour: Bürgermeister Bernd-Christian Schneck bei Tagespflegemutter Kathrin Hanke. Quelle: Uwe Halling
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Löwenberg

Vieles ist erledigt, vieles steht an. Der Bürgermeister der Gemeinde Löwenberger Land, Bernd-Christian Schneck, spricht über die Highlights.

Herr Schneck, gehen Sie mit einem guten oder schlechten Gefühl in das Jahr 2018?

Bernd-Christian Schneck: Mit einem ganz guten. Wir haben im Vorjahr einiges geschafft. Wenn ich allein die Bautätigkeit sehe, fallen mir viele Dinge ein. Der Hort ist fertig geworden. Er schafft uns etwa 40 zusätzliche Plätze für die Gemeinde. Der Radweg-Lückenschluss in Teschendorf ist fertiggestellt worden. Wir konnten endlich mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses in Teschendorf anfangen, Richtfest dafür feierten wir vor wenigen Wochen. Der Straßenbau in der Mühlensiedlung Nassenheide gehört zu einem weiteren größeren Projekt, welches wir in Angriff nehmen konnten. Dazu kommen kleinere Baustellen wie die Straßenbeleuchtung in Grüneberg oder die ständige Werterhaltung in Kitas und Schulen.

Die grundhafte Sanierung der B 167 in Grieben ist ein Bauvorhaben, das zwar nicht in den Händen der Gemeinde liegt, sie aber tangiert. Hat sich die Unruhe über fehlende Kommunikation und die Kritik an planerischen Unzulänglichkeiten gelegt?

Diese Großbaustelle lief mit Schwierigkeiten an. Aber zuletzt habe ich keine größeren Klagen gehört.

Der Brandstifter treibt nach wie vor sein Unwesen in der Gemeinde. Haben Sie neue Erkenntnisse?

Nein. Die Polizei ermittelt nach wie vor. Wir sind in Kontakt. Neues gibt es nicht zu vermelden. Klar ist, dass wir den oder die Täter ergreifen wollen. Der Schaden ist groß, die Belastung für die Feuerwehrleute sehr hoch. Wenn ich an den Oktober denke, als es in einer Woche dreimal brannte, kann man den Feuerwehrleuten gar nicht genug danken. Sie verrichten ehrenamtliche Arbeit und müssen nach den Einsätzen arbeiten gehen. Die 10 000 Euro Belohnung, die wir gemeinsam mit der Stadt Liebenwalde ausgesetzt haben, gilt natürlich immer noch.

Die neugestaltete Kitasatzung entpuppte sich als langwieriges, schwieriges Thema. Zuletzt geisterten Gerüchte umher, dass die Verwaltung die neue Satzung in der Form nicht in Kraft treten lassen möchte. Ist da was dran?

Überhaupt nicht. Die Kitasatzung trat – so, wie sie beschlossen wurde – am 1. Januar im Einvernehmen mit dem Landkreis Oberhavel in Kraft. Viele Eltern werden davon profitieren. Was wir empfehlen ist, dass die Essengeldsatzung nicht wie vorgesehen am 1. Januar greift. Wir hatten uns von der Umgestaltung eine Vereinfachung versprochen, sind jetzt aber zu dem Schluss gekommen, dass es keine ist. Da spielen mehrere Faktoren hinein, unter anderem auch Komplikationen beim Abrechnungsprogramm. Die pauschale Abrechnung von 19 Essen im Monat ist offensichtlich nicht praktikabel. Deshalb würden wir vorerst weiterhin eine genaue Abrechnung bevorzugen. Bestätigen soll die Aussetzung aber die Gemeindevertretung.

Noch mal zur Kitasatzung: Was machte die Neugestaltung so schwierig?

Bei solch einem Thema sind die Interessenlagen sehr unterschiedlich. Die alle unter einen Hut zu bekommen, ist nicht so einfach. Außerdem erreicht uns immer wieder neue Rechtssprechung, mit der wir uns auseinanderzusetzen haben.

Das Sturmtief Xavier sorgte im Oktober in der Region für einen Ausnahmezustand. Riesige Bäume stürzten auf Straßen und Gebäude, Gegenstände flogen durch die Luft. Sind davon noch Nachwirkungen zu spüren?

Es sind noch immer nicht alle Schäden beseitigt. Unterm Strich muss ich sagen, dass wir insofern Glück hatten, dass es keinen Personenschaden gab. Während des Unwetters und in den Tagen danach arbeiteten alle Hand in Hand; Feuerwehr, Bauhof und Mitarbeiter des Kommunalen Ver- und Entsorgungsbetriebes. Und viele Privatleute halfen mit. Nicht vergessen werden sollte auch der Starkregen im Juni, von dem insbesondere Nassenheide betroffen war. Auch hier wurden Einwohner unserer Gemeinde Opfer der Naturgewalt.

Wenn sie an das Jahr 2018 denken – was steht auf der Agenda?

Wir werden einige Dinge in Angriff nehmen, schließen andere ab. Das Feuerwehrgerätehaus in Teschendorf wird fertig werden. In der Schule sollen die Lehrer ein adäquates Lehrerzimmer bekommen. In dem Gebäude ist auch der Einbau einer Lehrküche geplant, Platz schaffen wollen wir für einen Serverraum fürs Computerkabinett. Ein neues Tanklöschfahrzeug wird angeschafft. Für den Ausbau des Griebener Weges in Teschendorf und der Griebener Chaussee in Linde werden Förderanträge gestellt. Wenn die bestätigt werden, gibt es die entsprechenden Versammlungen mit den Anliegern. Ich hoffe auf den Radweg-Lückenschluss zwischen Teschendorf und Nassenheide. Der Kita-Neubau in Teschendorf wird vorbereitet, das Dorfgemeinschaftshaus in Linde soll eine neue Hülle bekommen – dafür beantragen wir Fördermittel. Wir werden uns in allen Ortsteilen umsehen, wo Bauland geschaffen werden kann, denn der Zuzug hält an, es sind schon wieder 80 Einwohner mehr als im Vorjahr. Zuzugsgebiete bleiben vorrangig Nassenheide und Grüneberg. Das hat auch mit der Bahnanbindung zu tun. Deshalb hoffe ich, dass in der Nahverkehrsplanung unsere Forderungen nach mehr Halten der Züge berücksichtigt werden und der Bahnhof in Neulöwenberg 2018 barrierefrei wird.

Von Stefan Blumberg

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