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Oberhavel Der erste Spargel kommt Ende März
Lokales Oberhavel Der erste Spargel kommt Ende März
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00:16 21.03.2017
Spargelfelder bei Staffelde. Quelle: Robert Roeske
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Kremmen

Die Vorbereitungen für die 2017er-Spargelsaison in Kremmen laufen auf Hochtouren. Auf dem Hof und im Verwaltungsgebäude am Groß-Ziethener Weg wuseln überall die Leute. Das Zelt für das Restaurant steht schon, innen wird noch gearbeitet.

Am 1. April geht es so richtig los auf dem Spargelhof. Es wird die Saison, in der das zehnte Jubiläum des Unternehmens gefeiert wird. Wann es aber den ersten Spargel gibt, das ist momentan noch unklar.

Geschäftsführer Malte Voigts auf einem Traktor im Spargelzelt. Quelle: Robert Roeske

Geschäftsführer Malte Voigts schaut auf die Wetter-App im Smartphone. „Wir warten auf Sonne“, sagt er, und am Wochenende sieht es wohl nicht so doll aus. Ein paar Sonnenstrahlen konnten auf den Spargelfeldern aber natürlich schon eingefangen werden. Unter der schwarzen Folie sei es schon relativ warm, entscheidend sind aber die Temperaturen in tieferen Gefilden. „In 40 Zentimetern Tiefe haben wir elf Grad“, sagt Malte Voigts. „Da fängt er an zu wachsen.“ In 20 Zentimetern Tiefe herrschen schon 15 Grad. Da wächst der Spargel schon viel schneller, aber bis dahin müsse er sich erst mal hocharbeiten. Die aktuelle Spargel-Prognose: Zu 70 Prozent könne es in der letzten März-Woche mit dem Anstich so weit sein. Definitiv in der ersten April-Woche könne damit gerechnet werden, und zu Ostern sowieso. „Der Regen in den nächsten Tagen passt uns allerdings gar nicht.“ Dennoch: Er bleibt bei seiner Prognose.

Auf 200 Hektar Fläche wird rund um Kremmen der Spargel geerntet. Dazu gehören etwa 50 Hektar nahe Flatow, die in diesem Jahr zum letzten Mal dabei sind, diese Anlagen gebe es seit 2008. Neue „Junganlagen“ ersetzen diese Spargelfelder. „Wir wollen den Spargel perspektivisch auf 200 Hektar ernten“, so Malte Voigts.

Die Spargelhügel sind abgedeckt. Quelle: Robert Roeske

Insgesamt 675 Leute arbeiten auf oder für den Spargelhof. Davon sind 350 Erntehelfer aus Polen und Rumänien, 60  Mitarbeiter in der Gastronomie, 220 in der Direktvermarktung sowie die 45 Beschäftigten, die das komplette Jahr dabei sind. Außerhalb des Spargelhofes wird es 150 Stände in der Region geben, das sind 30 mehr als im vergangenen Jahr.

Die Spargelernte endet traditionell am 24. Juni, die Gastronomie im Zelt läuft bis voraussichtlich 2. Juli. Danach geht es aber weiter auf dem Hof, dann beginnt die Heidelbeersaison. Auf 15 Hektar werden die Früchte geerntet, in diesem Jahr sollen fünf bis zehn Hektar dazu kommen. Langfristig sollen es 40 Hektar werden.

Noch ist auf dem Hof einiges zu tun Quelle: Robert Roeske

Im Anschluss stehen dann die Kürbisse und Gänse im Mittelpunkt. Es wird die erste Saison auf dem Spargelhof, bei der bis kurz vor Weihnachten immer etwas los sein wird. Und es ist noch mehr geplant: Freilandgänse und -hühner sollen auf den Hof, später soll ein Projekt mit kleinen Gärten hinzukommen. Der Spargelhof hat sein Spektrum in den vergangenen zehn Jahren mehr und mehr erweitert.

Zehn Jahre lebt nun auch der Landwirt Malte Voigts in Kremmen. „Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt er. Die Stadt sei inzwischen sein Zuhause geworden. Es gebe schon ein Heimatgefühl.

Von Robert Tiesler

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