Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Der letzte Nagel sitzt
Lokales Oberhavel Der letzte Nagel sitzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 26.09.2016
Geschäftsführerin Uta Gerber ist für Neues immer zu haben. Nägel mii Köpfen machen, kann sie schon lange. Nägel einzuschlagen, kann sie seit dem Richtfest der Lebenshilfe nun auch. Quelle: Robert Roeske
Anzeige
Oranienburg

Vereinsvorsitzender Bolko Prußok zeigte sich am Freitag wieder von seiner besten Seite als lockerer Moderator und Geschäftsführerin Uta Gerber als Multitalent. Mit wenigen Schlägen beförderte sie den letzten Nagel ins Dachgebälk. Die Lebenshilfe Oberhavel Süd feierte Richtfest an der Lehnitzstraße 30, wo bald acht Bewohner mit Behinderungen einziehen sollen. Dass aus dem ausgesprochen maroden Gebäude ein stabiler, heller Rohbau geworden ist, war allein Grund genug zu feiern.

Von der Gartenseite aus verfolgten die Gäste das Richtfest. Quelle: Robert Roeske

Dass der Verein bekannt ist für komplizierte Projekte, hat sich schon rumgesprochen. Trotzdem: „Aber das hier war ein gutes Stück Arbeit“, konnte Uta Gerber nun aufatmen. „Seit 2012 beschäftigen wir uns mit dieser Kiste“, sagte Bolko Prußok. „Das hier ist die erste positive Veranstaltung in diesem Haus.“ Elf Monate hat die Baugenehmigung gedauert. Dann musste die Lebenshilfe den Architekten wechseln. „Der hatte sich wohl übernommen“, meinte Prußok. Mit Jörg-Andreas Sausel hat der Verein nun einen kompetenten Partner an der Seite. Und der hatte gleich alle Hände voll zu tun. „Im gesamten Haus fehlten die Fundamente“, erzählt Sausel. Das gesamte Gebäude musste komplett neu gegründet werden. Das Schwierigste sei gewesen, das Haus komplett zu entkernen und neue Decken einzuziehen, ohne dass es zusammenfällt. „Das war eine Herausforderung“, sagte der Architekt. Die Aufgabe war nur mit einem hervorragenden Statiker zu lösen. Bolko Prußok dankte beim Richtfest allen, die mit ihren Fachkenntnissen, ihrer Hände Arbeit, mit Geduld, Geld oder zusprechenden Worten das Projekt bisher vorangebracht haben.

Zur Galerie
Applaus, der letzte Nagel sitzt.

Die beiden, ursprünglich L-förmig angeordneten Gebäudeteile sind zu einem Komplex verschmolzen. Der Eingangsbereich vom Hof aus wird komplett verglast und beherbergt das neue Treppenhaus und den Fahrstuhl. Im hinteren Gebäudekomplex entstehen drei barrierefreie und vier barrierearme Wohnungen. Sieben Wohnungen und acht Bewohner: „Auch ein Pärchen wird mit einziehen, so ist das bei uns“, lachte Prußok. Im Gebäudeteil entlang der Lehnitzstraße werden die Büros der Geschäftsleitung, des ambulanten Pflegedienstes und des ambulant betreuten Wohnens liegen. Der Betreuungsverein der Lebenshilfe Brandenburg zieht ins neue errichtet Dachgeschoss ein. Sämtliche Räume sind hell, große Glasfronten werden eingebaut. Mindestens zwei Millionen Euro wird der gesamte Umbau kosten. Und wenn der Architekt recht behält, feiern die Bewohner im Mai 2017 Einzug.

Von Andrea Kathert

Oberhavel Oberhavel: Polizeibericht vom 23. September 2016 - Mann sitzt blutüberströmt auf einer Parkbank

Polizeibeamte haben am Donnerstagabend einen Mann blutüberströmt auf einer Parkbank in der Walther-Bothe-Straße in Oranienburg gefunden. Der 24-Jährige war offensichtlich einem anderen Mann, der beim Eintreffen der Polizei flüchtete, mit einem Messer am Hals verletzt worden. Die Mordkommission ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

23.09.2016

1506 wurde das Zollhaus am Kanal am Rande von Hennigsdorf errichtet. Nun soll der Ortsteil aus dem Winterschlaf geweckt werden. Ziel ist es, Baurecht für Wohnen und Gewerbe in diesem Bereich zu schaffen.

23.09.2016

Am Wochenende gibt es in Velten die siebente Ausgabe des Kunstfestivals „Kunstlicht“. Jeder Künstler hat dafür seine ganz eigene Vorstellung, seine Utopie von Utopia entwickelt. Zwölf Künstler stellen in der Ofenstadt ihre Werke aus. Am Freitagabend geht es los.

23.09.2016
Anzeige