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Der letzte Nagel sitzt

Oranienburg Der letzte Nagel sitzt

Der Verein Lebenshilfe, der sich in Oberhavel Süd um Menschen mit Behinderungen kümmert, hatte am Freitag allen Grund zu feiern. Vereinsvorsitzender Bolko Prußok ist seit 25 Jahren dafür bekannt, dass er gerne „etwas verrückte“ Projekte angeht. Der Umbau des alten Kastens an der Lehnitzstraße 30 passt zu ihm und seinen Mitstreitern.

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Geschäftsführerin Uta Gerber ist für Neues immer zu haben. Nägel mii Köpfen machen, kann sie schon lange. Nägel einzuschlagen, kann sie seit dem Richtfest der Lebenshilfe nun auch.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Vereinsvorsitzender Bolko Prußok zeigte sich am Freitag wieder von seiner besten Seite als lockerer Moderator und Geschäftsführerin Uta Gerber als Multitalent. Mit wenigen Schlägen beförderte sie den letzten Nagel ins Dachgebälk. Die Lebenshilfe Oberhavel Süd feierte Richtfest an der Lehnitzstraße 30, wo bald acht Bewohner mit Behinderungen einziehen sollen. Dass aus dem ausgesprochen maroden Gebäude ein stabiler, heller Rohbau geworden ist, war allein Grund genug zu feiern.

Von der Gartenseite aus verfolgten die Gäste das Richtfest

Von der Gartenseite aus verfolgten die Gäste das Richtfest.

Quelle: Robert Roeske

Dass der Verein bekannt ist für komplizierte Projekte, hat sich schon rumgesprochen. Trotzdem: „Aber das hier war ein gutes Stück Arbeit“, konnte Uta Gerber nun aufatmen. „Seit 2012 beschäftigen wir uns mit dieser Kiste“, sagte Bolko Prußok. „Das hier ist die erste positive Veranstaltung in diesem Haus.“ Elf Monate hat die Baugenehmigung gedauert. Dann musste die Lebenshilfe den Architekten wechseln. „Der hatte sich wohl übernommen“, meinte Prußok. Mit Jörg-Andreas Sausel hat der Verein nun einen kompetenten Partner an der Seite. Und der hatte gleich alle Hände voll zu tun. „Im gesamten Haus fehlten die Fundamente“, erzählt Sausel. Das gesamte Gebäude musste komplett neu gegründet werden. Das Schwierigste sei gewesen, das Haus komplett zu entkernen und neue Decken einzuziehen, ohne dass es zusammenfällt. „Das war eine Herausforderung“, sagte der Architekt. Die Aufgabe war nur mit einem hervorragenden Statiker zu lösen. Bolko Prußok dankte beim Richtfest allen, die mit ihren Fachkenntnissen, ihrer Hände Arbeit, mit Geduld, Geld oder zusprechenden Worten das Projekt bisher vorangebracht haben.

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Beim Richtfest der Lebenshilfe Oberhavel Süd für ihren Umbau an der Lehnitzstraße 30 konnten sich die Gäste einen Eiblick verschaffen, was seit Oktober 2015 alles passiert ist.

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Die beiden, ursprünglich L-förmig angeordneten Gebäudeteile sind zu einem Komplex verschmolzen. Der Eingangsbereich vom Hof aus wird komplett verglast und beherbergt das neue Treppenhaus und den Fahrstuhl. Im hinteren Gebäudekomplex entstehen drei barrierefreie und vier barrierearme Wohnungen. Sieben Wohnungen und acht Bewohner: „Auch ein Pärchen wird mit einziehen, so ist das bei uns“, lachte Prußok. Im Gebäudeteil entlang der Lehnitzstraße werden die Büros der Geschäftsleitung, des ambulanten Pflegedienstes und des ambulant betreuten Wohnens liegen. Der Betreuungsverein der Lebenshilfe Brandenburg zieht ins neue errichtet Dachgeschoss ein. Sämtliche Räume sind hell, große Glasfronten werden eingebaut. Mindestens zwei Millionen Euro wird der gesamte Umbau kosten. Und wenn der Architekt recht behält, feiern die Bewohner im Mai 2017 Einzug.

Von Andrea Kathert

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