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Der neue Hort ist ein Schmuckstück

Sachsenhausen Der neue Hort ist ein Schmuckstück

Wenn man heute auf dem Schulhof in Sachsenhausen steht, kann sich niemand mehr vorstellen, dass vor anderthalb Jahren dort noch eine alte Essensbaracke aus DDR-Zeiten stand. Die Sachsenhausener Kinder mussten lange warten, bis sie etwas Moderneres bekommen sollten. Nach ihren Sommerferien werden sie belohnt mit einem hellen, freundlichen Hortgebäude.

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Heidrun Gassan (l.) und Anke Michelczak stehen in der Aula, rechts hinter ihnen ist die Essensausgabe zusehen.Links wird die Lehrküche eingerichtet.

Quelle: Andrea Kathert

Sachsenhausen. Auf dem Hof der Grundschule in Sachsenhausen sind seit drei Wochen andere Geräusche als sonst üblich zu hören. Statt Kinderlachen wird gehämmert, gerüttelt, geschaufelt. Die Pflasterer haben das Regime übernommen. Gerade sind im Innenhof zugange, setzen ihre Steine immer schön um den alten Birnbaum herum, der bei alle dem Bautrubel erhalten geblieben ist. Was noch fehlt sind die Stellplätze und Fahrradständer.

Links steht das neue Hortgebäude, geradezu der Zwischentrakt und rechts lugt noch ein Stück vom Altbau hervor

Links steht das neue Hortgebäude, geradezu der Zwischentrakt und rechts lugt noch ein Stück vom Altbau hervor.

Quelle: Kathert

In voller Pracht dominiert aber erst mal der neue Hort das Bild. Der Klinkerbau ist fertig, drinnen sind schon die Reinigungskolonnen am Werk. „Das war ein anspruchsvoller Bau“, sagt Heidrun Gassan mit einem Seufzer. Bei vollem Schulbetrieb ein solches Projekt zu stemmen, ist nicht ohne. „Aber die Zusammenarbeit mit der Schule hat wirklich gut geklappt.“ Um so einfacher ist es jetzt, dass die Bauleute in den Ferien die Außenanlagen vollenden können, die alleine 350 000 Euro verschlingen werden. Doch die Versiegelung des Hofes zum Beispiel macht Sinn, schon, um nicht so viel Schmutz in den Neubau zu tragen.

Die Pflasterer haben gut zu Run

Die Pflasterer haben gut zu Run. Der alte Birnbaum bleibt stehen.

Quelle: Kathert

Ein Blick in die ebenerdige Aula lässt nicht nur das Herz von Sozialamtsleiterin Anke Michelczak vor Freude hüpfen. Der große Raum ist lichtdurchflutet dank der Seitenwände, die komplett aus Glas sind. 80 bis 100 Kinder sollen hier gleichzeitig ihr Mittagessen einnehmen. In der Sachsenhausener Grundschule gibt es nur eine Essenspause. Die Möbel stehen schon gestapelt bereit. Am Giebel der Aula liegt die Essenausgabe und eine hochmoderne Lehrküche mit Edelstahlgeräten, von der Anke Michelczak ganz begeistert ist. „Bei den meisten Kindern ist das Kochen zu Hause nicht mehr so das Thema“, sagt sie. „Dabei ist es gerade so multifunktional.“ Die Lehrküche wird sowohl von der Schule als auch vom Hort genutzt.

In der oberen Etage geht es nicht weniger hell und freundlich weiter. Die fünf Horträume, jeder 45 bis 50 Quadratmeter groß, haben alle eine große Fensterfront zum Garten und Spielplatzgelände hin. Der Bauraum ist mit Teppich ausgelegt, damit die angehenden Handwerker auf dem Boden arbeiten können. Im Bastel- und Forscherraum ist eine kleine Waschstraße eingebaut. Im Erdgeschoss liegt ein weiterer Raum, er ist für den Früh- und Späthort gedacht.

Na das ist doch mal praktisch

Na das ist doch mal praktisch: eine kleine Waschrinne im Bastelraum.

Quelle: Kathert

Vom Bauraum aus haben die Kinder übrigens einen guten Ausblick auf ihre gefiederten Freunde. Denn die Sachsenhausener Schule ist eine schwalbenfreundliche Schule. Und damit sich die Vögel auch nach dem Baulärm noch wohl fühlen auf dem Gelände, ist für sie extra ein Schwalbenhaus gebaut worden.

Der Hortneubau dockt über einen Zwischentrakt, in dem das Treppenhaus und der Fahrstuhl liegen, direkt an das Schulgebäude an. Zwei ehemalige Horträume im Altbau sind nun Klassenzimmer. Ein Teilungsraum steht zusätzlich zur Verfügung. Um in ein oberes Klassenzimmer mehr Licht zu bekommen, wurde eine Dachgaube eingebaut. Allerdings sind durch das Bauprojekt auch drei Klassenräume verloren gegangen.

Im Keller ist mehr Abstellfläche entstanden, weil die alten Öltanks verschwunden sind. Schule und Hort werde nun mit Gas beheizt. Nur die Sporthalle wird noch über die alte Heizung gefahren.

Viel Vorstellungskraft ist nicht mehr nötig, um den Worten von Heidrun Gassan Glauben zu schenken, wenn sie mit Überzeugung sagt: „Zum Schuljahresbeginn ist hier alles fertig.“

Gebaut wird nachhaltig

In der Grundschule Sachsenhausen werden circa 170 Kinder unterrichtet, 100 besuchen den Hort. Alle Hortkinder und 30 bis 40 Schulkinder nutzen das Mittagsangebot.

Anfang 2015 wurde die alte Essensbaracke abgerissen, dort ist das zweigeschossige Hortgebäude mit Aula entstanden.

Die kompakte Gebäudeform und die Fassade mit hohem Wärmeschutz führen zu Energieeinsparungen. Die Stadt investiert circa 3,76 Millionen Euro.

Von Andrea Kathert

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