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Oberhavel Die Angela Merkel-Show in Meseberg
Lokales Oberhavel Die Angela Merkel-Show in Meseberg
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08:46 01.09.2015
Die Fotografen mussten Abstand halten, als Angela Merkel ihren Gast begrüßte. Quelle: Uwe Halling
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Meseberg

Die Meseberger sind hochrangige Gäste gewohnt. Sie lassen sich nicht stören. Auch nicht, wenn „Angie“ kommt. So wie Montag Nachmittag. Vom Pläuschchen am Gartenzaun lässt sich deshalb niemand abhalten. Das einzig Auffällige vor solch hohem Besuch: die hohe Zahl an Polizisten, die schon am Ortseingang fragen, warum man nach Meseberg wolle. „Den Ausweis bitte!“ Aber fast noch größer ist das Heer der Presseleute. Sonst geht diese Spezies in Berlin oder irgendwo auf der Welt auf Geschichtensuche. Die Kollegen aus Deutschland, Spanien und sonstwoher kommen in Scharen in den Norden Oberhavels. Junge Kollegen, ältere, kurzbehoste, unrasierte, langhaarige, welche mit wenig Technik, welche mit schwerem Gerät. Und so mancher mit Hunger und Durst. Die ständigen Begleiter von der Kanzlerin wissen offensichtlich, wie der Hase bei solchen Terminen läuft. Frühzeitiges Erscheinen sichert beste Plätze am Büfett. Tee, Kaffee, kalte Getränke, Buletten, Schnittchen, belegte Brötchen – Herz, was willst du mehr?

Um 16.13 Uhr endet das idyllische Kaffeekränzchen der großen Journalistenfamilie. Zuerst ist es ein Grollen. Die Kameraleute und Schreiber spitzen die Ohren. Klarer Fall: sie kommt. Wenn unsere Bundeskanzlerin um Anflug ist, geht es geräuschvoll zu. Zunächst knattert der „Air-Force-One-Hubschrauber“ auf Meseberg zu. Es steigen sieben Herren in dunklen Anzügen aus. Außerdem eine Dame in weißer Hose und – trotz der sengenden Hitze – in rotem Blazer: Angela Merkel landet pünktlich zum Empfang des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Sie entschwindet durch den Seiteneingang ins Schloss Meseberg, dem Gästehaus der Bundesregierung. Die mächtigste Frau der Welt stattet Oberhavel wieder mal einen Besuch ab.

Um 16.29 Uhr rollt ein Tross mit teuren, schwarzen Autos in Richtung Schloss zu, begleitet von einer Motorrad-Eskorte. So steht es im Protokoll. Ordnung muss sein.

Angela Merkel umarmt ihrem Gast auf dem roten Teppich. Quelle: Uwe Halling

Im selben Augenblick schreitet Angela Merkel auf dem roten Teppich aus dem Schloss. Sie muss noch ein paar Sekunden warten. Lächelt. Die Merkel-Raute. Dann empfängt sie Mariano Rajoy. Noch drei Schritte, noch zwei, noch einen. Jetzt kommt das Gewitter. Die Fotografen haben ihre Apparate auf Dauerfeuer eingestellt. Nichts entgeht den acht Fernsehkameras und schätzungsweise 20 Fotografen. Dann der offizielle Handschlag. Und wieder klicken die Kameras, als wäre es die letzte Chance, die Bundeskanzlerin jemals auf den Speicherchip zu bekommen. Und zack, sind die beiden Promis im Schloss verschwunden. Eine halbe Stunde später geht das Spiel von vorne los. Nur der Schauplatz ist ein anderer. Der Huwenowsee bildet die Kulisse bei einem Spaziergang. Alle, die in den extra angeforderten Journalisten-Shuttle passen, fahren die drei Minuten mit.

Um 17.15 Uhr ist der Kanzlerin-Termin vorbei. Dabei spielt der in den überregionalen Nachrichten kaum eine Rolle, weil überall die Sommerpressekonferenz von Angela Merkel vom Vormittag ausgeschlachtet wird. Aber das Schinkenbrötchen hat geschmeckt.

Von Stefan Blumberg

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