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Oberhavel Die Brücke ist freigegeben
Lokales Oberhavel Die Brücke ist freigegeben
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17:28 31.08.2017
Frank Süßer richtet einige Worte an die Gäste, bevor die Scheren gereicht werden. Quelle: STEFAN Blumberg
Dannenwalde

Die Brücke über die Bahnlinie Berlin-Stralsund bei Dannenwalde kann seit gestern Nachmittag wieder befahren werden. Einige Stunden zuvor wurde das 1,3 Kilometer lange Stück der Bundesstraße 96 Richtung Fürstenberg freigegeben. „Ein schönes Ding, ein richtiger Hingucker“, sagte die Brandenburger Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD), bevor der feierliche Akt vollzogen wurde.

„Sechsjähriges Provisorium endet“

Für die Menschen aus der Region, die Touristen und die Unternehmen endet damit „ein sechsjähriges Provisorium, das reichlich Nerven gekostet hat“. Frank Süßer vom Bundesverkehrsministerium sagte das. Er meinte die jahrelange Ampelregelung, mit der die Nutzer der B 96, die Richtung Ostsee und zurück wollten, zu kämpfen hatten. In den vergangenen Monaten waren drei Ampeln installiert. Zu Stoßzeiten in den Ferien gab es an dem Nadelöhr Wartezeiten von bis zu 45 Minuten. Rüdiger Ungewiß (WG Granseer Land), Ortsvorsteher von Dannenwalde, ist froh, die schlimmste Zeit hinter sich zu haben. „Es wird keine Schlangen mehr geben, die sich bis in unseren Ort zurückstauen, die Fahrzeuge kommen schneller durch.“ Insider hätten den Umweg über Blumenow gewählt. An Geschwindigkeitsbegrenzungen – gerade vor den Kitas – hielten sich die wenigsten. Der positive Nebeneffekt laut Rüdiger Ungewiß: „Dannenwalde war ständig in den Medien. Da wird sich so mancher an unseren Ort erinnern.“

Frank Süßer sprach von der immensen Bedeutung der Straße, die eine wichtige Achse zwischen der A 24 und der A 11 sei. Kathrin Schneider ging noch weiter und meinte, dass dieses Teilstück zur Verbindung zwischen Nordeuropa und der Adria gehöre. „Es ist ein denkwürdiger Tag für die Region, den Kreis, das Land und die Bundesrepublik“, sagte sie über die Freigabe. Süßer appellierte in dem Zusammenhang erneut an die Landesregierung, Baurecht für mehr Vorhaben zu schaffen. „Das Geld ist da, um weitere Vorhaben umzusetzen!“

Bis Dezember wird noch gearbeitet

Im Jahre 2008 war die Vorplanung für die Brücke fertig, 2014 lag das Baurecht vor, im Mai 2015 erfolgte der Baubeginn der jetzt in Blau strahlenden Brücke, die eine Breite von 13,3 Metern hat. Parallel zur Brücke, die als Ersatzbau gilt, verläuft ein Radweg. „Wenn wir so ein Projekt haben, machen wir solche Dinge natürlich gleich mit, so Edgar Gaffry, Vorstand des Landesbetriebes Straßenwesens. Allerdings gibt es weder auf der nördlichen noch auf der südlichen Seite eine Radweg-Anbindung. Sie solle es mit dem weiteren Ausbau der B 96 geben, was aber noch Jahre dauern wird. Mit der Freigabe rücken die Baufirmen aber noch nicht ab. „Bis Dezember wird hier noch gearbeitet. In den nächsten Wochen wird die alte Brücke abgerissen. So lange stehen auf der neuen Brücke noch Ampeln – jedoch nur zwei“, sagte Edgar Gaffry. Landrat Ludger Weskamp bezeichnete die B 96 als Lebensader. Die dürfe nicht die Lebensqualität einschränken, sei wichtig für die Touristen und obendrein ein wirtschaftlicher Faktor.

Für den Fürstenberger Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) steht fest, „dass die Freigabe der Brücke für unsere Stadt ein Segen ist. Unternehmer, Gäste und Touristen kommen wieder gut durch, erst recht, wenn die Ampel verschwunden ist“.

Von Stefan Blumberg

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