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Oberhavel Die Chancen der Stadt im Blick
Lokales Oberhavel Die Chancen der Stadt im Blick
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02:16 19.09.2015
Christian will es jetzt wissen. Quelle: Foto: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

Er wollte unbedingt der Erste sein: Christian Erhardt-Maciejewski. Der FDP-Mann hatte bereits am Montagabend gemeinsam mit Unterstützern die ersten Wahlplakate angebracht, um ab 0 Uhr startklar zu sein. Am Mittwoch stellte der Journalist seine Kampagne vor. Vorweg: Als jüngster der vier Kandidaten will er „Querdenker, Neudenker, Andersmacher“ sein.

Zehn-Minuten-Takt für die S-Bahn

Erhardt-Maciejewski setzt vor allem auf lokale Themen. Und auf den Dialog mit seinen potentiellen Wählern. „Christian will es wissen“, lautet denn auch die eigens eingerichtete Internetplattform. Interessenten können dort Kommentare abgeben und sogar an einer Umfrage teilnehmen. Dabei geht es um den Zehn-Minuten-Takt bei der S-Bahn. Teltow oder Potsdam habe den bereits. Nur Oranienburg und Hohen Neuendorf hätten es bislang noch nicht geschafft, den nötigen politischen Druck aufzubauen. Dass diese Verdichtung noch nicht realisiert wurde, sei eine „Ungerechtigkeit“ – und dass sie wirtschaftlich ist, rechne der Fahrgastverband „Pro Bahn“ bereits seit Jahren vor.

Drastisch reduzierte Kita-Gebühren

Ein anderes Plakat thematisiert das Thema Kitagebühren. Der Bürgermeisterkandidat strebt eine drastische Reduzierung an – aber „nicht auf Ramschniveau“. Vielmehr solle zunächst der Anteil für die Bildung kostenfrei werden, also fünf Stunden pro Tag. Schließlich sehe das Kitagesetz des Landes ja vor, Eltern an den Kosten zu beteiligen. Für die Stadt Hohen Neuendorf würde das nach gegenwärtigem Stand Mehrkosten von 700 000 Euro bedeuten. Und auch darüber will der FDP-Mann mit den Einwohnern ins Gespräch kommen.

iPads für alle!

Das Großplakat auf dem Wildbergplatz vorm Rathaus reißt die Themen Freibad und Radwege an. Diese Stichworte seien im Zusammenhang mit dem Bürgerhaushalt immer wieder von Einwohnern genannt worden, erklärt Erhardt-Maciejewski. Wieder ein Ansatz, um ins Gespräch zu kommen. Der Kandidat selber nennt neben dem Bahn- und dem Kita-Thema diese Ziele: ein modernes Einkaufs- und Gewerbezentrum direkt an der Autobahnabfahrt Stolpe, iPads in allen Hohen Neuendorfer Grundschulen, ein modernes Bürgerzentrum in der Mitte der Stadt sowie Öffnungszeiten im Rathaus auch sonnabends und mobile Bürgerbüros in Borgsdorf und Bergfelde.

Auf die Person kommt es an

Auf personelle Unterstützung von der Landes- oder Bundesebene hat Christian Erhadt-Maciejewski „bewusst verzichtet“. Er wolle keine Vermischung mit den lokalen Themen. „Für mich ist das eine Personenwahl. Da spielt die Parteizugehörigkeit eine untergeordnete Rolle“, sagt er. Und er wolle die zahlreichen Chancen der Stadt aufzeigen.

Vier Wahlvorschläge zugelassen

Der Wahlausschuss der Stadt Hohen Neuendorf hat am Dienstagabend alle vier Wahlvorschläge für die Bürgermeisterwahl am 15. November zugelassen. Das bestätigte Wahlleiterin Caroline Braun.

Zur Wahl treten an: Steffen Apelt (CDU), Geschäftsführer, Jahrgang 1962; Josef Andrle (SPD), Ministerialbeamter, Jahrgang 1964; Klaus-Dieter Hartung (Die Linke), Bürgermeister, Jahrgang 1956 und Christian Erhardt-Maciejewski, Redakteur, Jahrgang 1975.

Eine etwaige Stichwahl für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters ist für den 29. November 2015 angesetzt.

Die Wahlvorschläge mussten bis zum 10. September eingereicht werden, dem 66. Tag vor der Wahl. 2007 gab es übrigens neun Bürgermeisterkandidaten.

Für den Wahlkampf darf offiziell erstmals zwei Monate vor dem Urnengang plakatiert werden. Das empfiehlt ein Runderlass der brandenburgischen Landesregierung.

Von Helge Treichel

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