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Oberhavel Die Dropebrücke bringt große Staus
Lokales Oberhavel Die Dropebrücke bringt große Staus
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00:20 18.11.2017
Im August 2018 beginnt der Bau der Dropebrücke. Zehn Monate ist die Saarlandstraße gesperrt. Die Umleitung ist in der Grafik zu sehen. Quelle: Helge Treichel
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Oranienburg

Es hegt wohl niemand Zweifel daran, dass es höchste Eisenbahn ist, die Dropebrücke auf der Saarlandstraße zu erneuern. Doch die Nerven der Autofahrer in Oranienburg sind schon in letzter Zeit arg strapaziert worden. Überall wird gebaut in der Innenstadt. Und nun ist ab August nächsten Jahres die Dropebrücke einschließlich der Saarlandstraße von der Lehnitzstraße bis zur Robert-Koch-Straße komplett dicht – für zehn Monate. Dieser Abschnitt ist eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt.

Den Autofahrern bleibt nur übrig über die Berliner Straße, die Schlossbrücke und die Bernauer Straße (B 273) auf die jeweilige andere Stadtseite zu kommen. Was auf der Hand liegt: Es wird Stau geben. Denn auf der Schlossbrücke ist jetzt schon in Stoßzeiten dichter Verkehr. Bei Sperrung der Dropebrücke wird die Schlossbrücke im Berufsverkehr an ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Auch an den Knotenpunkten vor und hinter der Schlossbrücke wird es eng.

Ein Planungsbüro hat sich extra der Verkehrsumleitung angenommen. Und auch geprüft, ob es Sinn macht, die Linksabbiegerspur auf der Schlossbrücke in die Berliner Straße zu sperren. Damit verlagert sich der Verkehrsstrom aber nur mehr auf den Engpass am Kreisel Havelstraße/Kremmener Straße/Julius-Leber-Straße. Die Autofahrer sollen weiter selbst entscheiden, ob sie in die Berliner Straße einbiegen oder doch über den Kreisverkehr Havelstraße fahren.

So sehen die Umleitungen aus, wenn ab August 2018 die Dropebrücke erneuert wird. Quelle: Detlev Scheerbarth

Was die Verkehrslage verbessern könnte, ist eine frühzeitige Umleitung des Verkehrs auf die südliche Route und die Kreisstraße K 6504. Von der Borgsdorfer Kreuzung aus würden die Fahrzeuge die Kreisstraße bis nach Lehnitz und weiter die Lehnitzstraße benutzen. Und umgekehrt. Absprachen mit dem Fachbereich Verkehr im Kreis sind bereits gelaufen. Denn die Kreisstraße (Birkenwerder Weg) soll eine Deckensanierung erhalten. Diese Baumaßnahme muss aber bis zum 30. Juni 2018 abgeschlossen sein.

Was die Verkehrslage eindeutig weiter verschärfen wird, ist die Baustelle in der Stralsunder Straße für das Fahrradparkhaus, die im nächsten Jahr parallel weiterlaufen wird.

Für Radfahrer besteht die kürzeste Umleitung von der südlichen Absperrung der Saarlandstraße über die Robert-Koch-Straße, die Behringstraße, weiter entlang der Havel über die Brücke „Blaues Wunder“, den Lindenring und die Lehnitzstraße zur nördlichen Absperrung der Saarlandstraße. Überlegungen, die alte Bahntrasse der Kremmener Bahn wieder zu ertüchtigen, wenigstens für den Rad- und Fußverkehr, wurden wieder verworfen, das wäre unrealistisch.

Um die Schlossbrücke zu entlasten, soll es ein großräumiges Umleitungskonzept geben. Die ersten Schilder könnten schon auf der B 96neu und auf der A 10 stehen. Auch die Besucher des Turm-Erlebnisbades und die betroffenen Firmen sollen schon frühzeitig über die Sperrung und die veränderte Verkehrsführung informiert werden.

Das große Nadelöhr wird die Schlossbrücke bleiben. „Diese Verkehrsführung beunruhigt uns“, sagte Frank Rzehaczek (CDU) im Bauausschuss. „Das ist keine Lösung.“ Schon jetzt würden es zum Beispiel die Lehrer der Torhorstschule kaum rechtzeitig zum Unterricht schaffen, wenn sie ins Ausweichquartier der Schule nach Lehnitz fahren. „Dann müssen die praktisch über Borgsdorf fahren“, sieht Rzehaczek voraus.

Doch die Verkehrsplaner hatten keine bessere Lösung gefunden. Mit dem Kreis und dem Land ist die Maßnahme abgestimmt. „Ich denke, wir haben eine ordentliche Umleitung gefunden, natürlich wird es Einschränkungen geben“, räumte Baustadtrat Frank Oltersdorf ein. Eine Ersatzbrücke für die Bauphase wäre auch nur einspurig, würde die Bauzeit um sechs Monate verlängern und 500 000 Euro mehr kosten. „Ich weiß, es wird Ärger geben“, sagte Oltersdorf.

„Da müssen wir durch“, fand Thomas Reisen im Bauausschuss. „Dann sollten wir aber den Zeitplan straffen und darüber nachdenken, auch Sonnabend und Sonntag dort arbeiten zu lassen.“

Von Andrea Kathert

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