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Oberhavel Die Feuerwehr kommt mit dem Trabi
Lokales Oberhavel Die Feuerwehr kommt mit dem Trabi
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10:44 27.02.2018
Der stellvertretende Ortswehrführer Guido Pieterek erzählt, wie das rote Gefährt in die Eifel und vor einigen Jahren auch wieder zurückkam. Quelle: Enrico Kugler
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Hammer

Die Feuerwehrmänner von Hammer sorgen in ihrem Dorf öfter mal für neugierige Blicke. Denn statt mit einem großen Löschfahrzeug düsen sie schon mal mit einem Trabi durch die Gegend. Das Gefährt ist unschwer zu erkennen. Lackiert ist der Trabi wie ein Einsatzfahrzeug, und auf dem Dach prangt die 112. Für echte Brandeinsätze ist das kleine Auto nicht gedacht. Aber es hat eine Straßenzulassung und ist ganz nützlich, wenn mal Fahrten um die Ecke zu erledigen sind.

Von oben sieht der Trabi so aus. Quelle: Enrico Kugler

Der Trabi Baujahr 1989 hat schon einiges mitgemacht. Hat es sogar bis in die Eifel geschafft. Und das kam so. Seit 2002 verbindet die Feuerwehrleute aus Hammer, einem Ortsteil der Stadt Liebenwalde im Landkreis Oberhavel, eine Freundschaft mit den Brandschützern aus Hammer in der Gemeinde Simmerath im Kreis Aachen.

Eine Freundschaft unter Feuerwehrmännern

Aus gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Übungen erwuchsen sogar private Freundschaften. Und so war es klar, dass die Feuerwehr Hammer (Oberhavel) zum 75. Jubiläum der Feuerwehr in der Eifel eingeladen wurde. „Und dafür brauchten wir natürlich ein Geschenk“, erzählt Guido Pieterek, seines Zeichens Feuerwehrmann und Ortsvorsteher. Und die Männer aus Oberhavel hatten eine tolle Idee: Wie wär’s mit einem Feuerwehr-Trabi für die Kollegen in der Eifel?

Bis auf die Fußmatten ist alles original im Innenraum. Quelle: Enrico Kugler

Den Kameraden spielte in die Karten, dass 2008 jemand in der Gegend seine „Pappe“ verschrotten wollte. Und so wurde das arg mitgenommene Gefährt neu aufgebaut. „Da haben fast alle hier mit angepackt“, sagt Pieterek. Der Trabi wurde auseinandergenommen, repariert, lackiert und poliert. Schmuck sah er aus, als die Delegation aus Hammer im Mai 2009 zu den Kollegen in die Eifel fuhr.

Hammer in der Eifel ist ein kleines Dorf mit 100 Seelen

Das dortige Hammer ist ein kleiner Ort mit nur 100 Einwohnern. Es gibt lediglich eine Straße, die durch das Dorf führt. Und die war zum Feuerwehrjubiläum gesäumt von 300 Gästen. Der rote Trabi war der Renner. Selbst in der Eifel kannte man die Rennpappe aus dem Osten. Dass die aber als Geschenk gedacht war, konnten die Feuerwehrleute dort gar nicht glauben. „Die haben gedacht, wir sind nur so damit vorbeigekommen.“ Als Feuerwehrchef Thomas Balke den Zündschlüssel aus der Tasche zog und ihn überreichte, war die Freude groß.

Einige Tage dauerte der Besuch zum Jubiläum. Die Feuerwehrleute um Balke hatten 2009 selbst das 105-jährige Bestehen ihrer Wehr zu feiern. Und so konnte man gemeinsam auf 180 Jahre Feuerwehr Hammer anstoßen. Den Trabi wollten in der Eifel natürlich alle ausprobieren. „In den paar Tagen sind die schon hundert Kilometer gefahren.“

Der Kofferraum ist nicht zu unterschätzen. Was da alles reinpasst. Quelle: Enrico Kugler

Bis 2016 leistete der rote Trabant den Kameraden in der Gemeinde Simmerath gute Dienste. „Aber dann wurde die Wehr dort aufgelöst“, erzählt Guido Pieterek. Doch der Trabi sollte in der Eifel nicht unter die Räder kommen. Und so brachten ihn die Feuerwehrmänner aus der Eifel im August 2016 zurück in seine „Heimat“. Pünktlich zum 112-jährigen Fest der Feuerwehr Hammer rollte der rote Trabi wieder über die Eberswalder Straße.

Der rote Trabi ist bei jedem Fest dabei

Seither ist er nicht mehr wegzudenken, wenn das Martinsfest gefeiert wird. Oder die Umzüge der Kameraden durch die Ortsteile ziehen. Ein echter Blickfang ist das rote Gefährt. Die Feuerwehrleute lassen ihren Wagen gern bestaunen. Der Schalthebel ist ein D-Strahlrohr. Auf dem Armaturenbrett liegt ein Verkehrsleitstab der Polizei, auf der Hutablage die Sanitasche. „Nur die Klorolle hinten drin, die wollte keiner von uns“, lacht Pieterek.

Da lacht das Herz jedes Trabi-Fans. Quelle: Enrico Kugler

Zu besonderen Anlässen kommt auch mal das Blaulicht auf dem Dach zum Einsatz. Oder die Sirene, die nicht nur Alarmtöne von sich gibt, sondern auch mehrere Tierstimmen. Einmal allerdings war der falsche Ton eingestellt, als die Feuerwehrleute zu einer Dienstfahrt unterwegs waren. „Da sind wir kurz mit lautem Kikeriki durch die Stadt gefahren.“ Die Liebenwalder hat es nicht gestört, die haben sich prächtig amüsiert.

Von Andrea Kathert

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