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Die Gruppe ohne Namen

Glienicke Die Gruppe ohne Namen

2005 gründeten Bewegungspädagogin Riccy Gaffling-Moustache und ihr Ehemann Boris Gaffling die mobile Tanzschule I.D.E.A in Glienicke. Das Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsenen reicht von Fitness, Breakdance bis hin zu Abi-Tanzkursen in Standard und Lateintänzen. Zur Schule gehören auch verschiedene Tanzensembles, unter anderem „GWN“ – Group without name.

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Eigentlich gehören zur Streetdancegruppe „GWN“ zehn Tänzerinnen. Doch beim jüngsten Auftritt zum Jahresempfang in Glienicke fehlten Anna-Josephine Wendt, Alina Knöpke, Milane Schneider, Mary-Ann Peschel und Lena Wilhelm.

Glienicke. Ihr schönstes Kompliment habe sie erhalten, als sie eine kleine Nachwuchstänzerin für ihre gute Leistung gelobt habe, erzählt Gina Tornow aus Glienicke. „Ich habe ja auch eine super Trainerin“, habe ihre Schülerin auf das Lob erwidert. Solche Momente machen die 18-Jährige stolz. „Manchmal bekomme ich auch Bilder und kleine Geschenke oder eine Umarmung am Ende des Trainings“, verrät sie mit einem kleinen Lächeln.

Vor elf Jahren begann Gina Tornow mit dem Tanzen. „Wir haben im Hort getanzt: Bauchtanz und Cheerleading“, erinnert sich die 18-Jährige. Da habe sie Feuer gefangen. Eine Freundin nahm sie dann mit zu einem Probetraining in die Glienicker Tanzschule I.D.E.A, die 2005 von Bewegungspädagogin Riccy Gaffling-Moustache und Ehemann Boris Gaffling als mobile Tanzschule gegründet worden war. Gina Tornow gefiel die Vision der Schule, die „Tanz als Erlebnis“ vermitteln will. „Tanzen ist mein Leben geworden“, so die Glienickerin, „dabei kann ich meinen Kopf abschalten.“

Doch das klappt nicht immer, denn mittlerweile hat die 18-Jährige als Tanzlehrerin und Choreographin Verantwortung übernommen. So hat sie nicht nur ihren Übungsleiterschein gemacht, sondern lässt sich gerade zur Tanztrainerin ausbilden. Nun kann sie nur noch einmal in der Woche wirklich abschalten, an zwei weiteren Tagen bringt sie Jüngeren das Tanzen bei. Streetdance und Hip-Hop sind ihre große Leidenschaft. „Dabei ist man freier als beim klassischen Ballett. Es ist lässiger und man kann seinen eigenen Stil mit einbringen.“ Außerdem sei auch die Musikauswahl größer und vor allem moderner, ergänzt die Abiturientin, die gerade auf die Ergebnisse ihrer Abiturprüfungen am Neuen Gymnasium Glienicke wartet. Danach will sie ihren Traum verwirklichen und Erzieherin werden. „Es ist einfach wunderschön, mit Kindern zu arbeiten.“

Ja, sie habe auch überlegt, als Tanzlehrerin ihr Geld zu verdienen. Aber es sei schwer, davon leben zu können, erklärt die junge Frau bedauernd. Doch auch angesichts der anstehenden Vollzeiterzieherausbildung will sich Gina Tornow zukünftig weiter als Trainerin bei I.D.E.A. engagieren. Besonders die Streetdancegruppe „GWN“ (Group without name), die Gruppe ohne Namen, hat einen hohen Stellenwert in Gina Tornows Freizeitgestaltung. Seit 2012 war sie Teil der Gruppe von rund zehn 15 bis 18-jährigen Mädchen. 2017 hat sie die Leitung der Truppe – eine von vielen an der Tanzschule – übernommen.

Gemeinsam wird von den Mädchen die Musik ausgewählt. Mal ist es ein Song, mal ein Mix aus mehreren. „Wenn der Text passt, erarbeite ich dazu eine passende Choreographie. Ansonsten passend zum Beat“, erklärt die Abiturientin. Dabei sei vor allem Kreativität gefragt. Sie habe aber völlig freie Hand, erzählt die junge Frau. Bei eventuellen Fragen stünde ihr die Tanzschulchefin helfend zur Seite. „Anregungen hole ich mir bei You-Tube oder ganz einfach aus dem Alltag.“ Gerade ist eine neue Choreographie in Arbeit, die zum Glienicker Herbstfest ihre Premiere erleben soll.

Solche Auftritte, wie auch bei der I.D.E.A-Tanzshow, dem Jahresempfang in Glienicke oder beim Kulturfest seien eine wichtige Anerkennung für die Gruppe. „Unser Ziel ist die Bühne. Der Applaus ist der Lohn für das Training.“ Schließlich sei „GWN“ ein Leistungsensemble, bei dem es trotzdem gelte, schwache und starke Tänzerinnen stets auf einen gemeinsamen Stand zu bringen. Mit Erfolg: Ihr jüngster Auftritt zum Mix von „Worth it“ von Fifth Harmony sorgte für begeisterten Applaus beim Glienicker Publikum.

Von Ulrike Gawande

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