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Oberhavel Die Hauswart-Zentrale
Lokales Oberhavel Die Hauswart-Zentrale
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16:57 03.01.2018
Vier Hauswarte und zwei Hausmeister-Ehepaare betreuten die Mieter der Woba. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Die Tür steht weit offen. Carsten Dreier hat eine Menge Schlösser und Schlüsselbunde vor sich – „für den Einbau in Wohnungen, die an neue Mieter vergeben werden“, erklärt er. Carsten Dreier ist einer von vier Hauswarten der Oranienburger Wohnungsbaugesellschaft (Woba), die in der Stadt aktuell 3653 Wohnungen in der Vermietung hat. Der Edener war lange Jahre technischer Leiter bei der Eden Genossenschaft. Als der vor vier Jahren wegfiel, fand er den Job bei der Woba.

Hier ist er zuständig für rund 1000 Wohnungen in der Neustadt und im Zentrum von Oranienburg: „Von der Bernauer Straße 2 bis zur Matthias-Thesen-Straße, von der Anklamer bis zur Eberswalder Straße", beschreibt er sein Einsatzgebiet. Seine Berufskollegen, die alle ein Stadtgebiet betreuen, Torsten Röhl, Dirk Röske und Teamkoordinator Dennis Hollstein. Für die beiden altersgerechten Wohnhäuser (AGW I) in der Berliner Straße und AGW II an der Robert-Koch-Straße gibt es jeweils ein Hausmeister-Ehepaar: Ramona und André Fielitz beziehungsweise Martina und Andreas Mann.

„Jeden Morgen machen wir eine kurze Beratung, dann fährt jeder seinen Bereich ab. Prüft, ob die Treppenbeleuchtung funktioniert, die Müllplätze in Ordnung sind, die Geräte auf den Spielplätzen. Ob es irgendwo Stolperstellen auf den Gehwegen gibt“, beschreibt Carsten Dreier einige Aufgaben der Hauswarte. Hinzu kommen die Wünsche und Sorgen der Mieter, wenn mal ein Schlüssel abgebrochen ist, ein Wasserhahn tropft oder ein Ventil leckt. Bei Havarien, wenn zum Beispiel der Fahrstuhl defekt ist, eilen die Männer sofort los. „Leichtere Fälle“ werden umgehend abgearbeitet, Oranienburger Firmen mit Reparaturen beauftragt. „Es ist ein spannender Job und es ist wirklich kein Tag wie der andere“, so Dreier.

Die Zentralisierung der Hauswarte in den Räumen der ehemaligen Sparkasse am Bötzower Platz hatte Woba-Prokuristin Birgit Wehner auf den Weg gebracht: „Zum einen sind mit den steigenden Wohnungsbeständen die Aufgabengebiete enorm gewachsen. Und wenn mal jemand ausfällt, steht trotzdem kein Mieter vor verschlossener Tür. Es ist immer ein Ansprechpartner da. Und die Hauswarte können sich gegenseitig helfen.“ Zudem sei der Beruf sehr viel technischer geworden. Teamkoordinator Dennis Hollstein ist zum Beispiel Profi in Sachen Fahrstühle, aber auch alle anderen haben dafür eine Ausbildung absolviert. Von Vorteil sei auch, dass man bei Störungen gemeinsam entscheiden könne, muss sofort reagiert werden oder wo kann eine defekte Lampe im Treppenhaus mal einen Tag warten. Sprechzeit der Hauswartzentrale ist montags, mittwochs und freitags von 11 bis 12, dienstags von 16 bis 18 und donnerstags von 15 bis 17 Uhr. Das Notdiensttelefon ist außerhalb dieser Zeiten unter 0173/3 17 46 16 zu erreichen.

Neu ist auch, so Birgit Wehner, dass die Woba Gästezimmer in den AGW I und II vorhält. So könne man Mieter in einem Notfall unterbringen oder diese Zimmer für Gäste der Bewohner anbieten.

Von Heike Bergt

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