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Die Jugend macht Druck

Oranienburg hat einen Jugendbeirat Die Jugend macht Druck

Elf junge Oranienburger bilden seit Montagabend den „provisorischen Jugendbeirat“ der Stadt. Vorerst für ein Jahr wollen sich mehr Druck machen auf die Politik und den Wünschen und Forderungen der Menschen zwischen 14 und 25 ein Stimme geben. Eine möglichst laute.

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Sie sind angetreten, in der Politik mitzumischen. Nicht alle Beiratsmitglieder konnten am Montagabend dabei sein.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Sie wollen der Politik künftig Dampf machen: Elf junge Oranienburger, die am Montagabend den „provisorischen Jugendbeirat“ der Stadt gegründet haben. Vorerst für ein Jahr wollen sie jungen Leuten zwischen 14 und 25 in der Stadt eine Stimme geben. Eine möglichst laute. „Ich habe den Eindruck, dass es viele Themen gibt, die die Jugend betreffen, bei denen man uns längst hätte ins Boot holen können“, kritisierte Nici Kempfer. Die 19-Jährige gehört zum dreiköpfigen Sprecherteam des Jugendbeirates, zusammen mit Felix Kretzschmar und Michelle Leppak.

Ein Vorbereitungsteam hatte seit Februar an allen Schulen der Stadt ab Klasse acht die Werbetrommel für den Beirat gerührt. Auf dem Stadtfest gab es zudem einen Werbestand für die konstituierende Sitzung am Montag im Sitzungssaal des Schlosses. Hier prallte Jugend ungebremst auf Politik, sah es Felix Kretzschmar. Beim Speed-Dating fragten sich jeweils einer der Stadtverordneter von SPD, Linken, Grünen beziehungsweise Dezernentin Kerstin Kausche mit einem Jugendlichen darüber aus, warum sie gekommen sind, was sie schon von einander wissen und welche Erwartungen der eine vom anderen hat.

Welche Wünsche der Jugendlichen der Beirat in der Kommunalpolitik thematisieren soll, das hatten die jungen Leute aufgelistet: So geht es ihnen zum Beispiel um mehr Freizeitangebote in der Stadt. „Jedes Mädchen geht gern shoppen. auch da müsste sich etwas tun“, findet Michelle Leppak. Auch findet sie das Angebot der Busverbindungen zu schmalbrüstig: „Dreimal täglich am Wochenende nur nach Nassenheide. Das ist wenig flexibel.“ Wo finden junge Leute Arbeit in der Stadt? Mehr Schülerjobs wünschen sie sich, aber auch bezahlbare Wohnungen. Nicht zuletzt freies W-Lan im Stadtgebiet. „Anreize, damit junge Leute hier bleiben“, so Nici. „Und vor allem wollen wir erst genommen werden, auf Augenhöhe diskutieren. Jung zu sein, darf nicht negativ besetzt sein“, findet der angehender Jurastudent Felix Kretzschmar.

Beim Treff am 8. Juli sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Runde soll wachsen. Auf welcher Plattform man sich künftig austauscht, blieb offen. „Ob analog oder digital, das findet sich“, war nicht nur Nici sicher.

Von Heike Bergt

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