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Oberhavel Die Jugendarbeit wird mobil
Lokales Oberhavel Die Jugendarbeit wird mobil
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00:19 26.11.2017
Ein Ford Custom steht ab sofort der mobilen Jugendarbeit im Mühlenbecker Land zur Verfügung. Quelle: Helge Treichel
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Mühlenbeck

Er könne sich noch gut erinnern, woran es in der Jugendarbeit immer fehlte, als er selbst noch als Sozialarbeiter tätig war, sagt Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD): „an Geld und an Hardware.“ Die Gemeinde finanziere zwar viele freiwillige Aufgaben, aber an den Schulen und in den Jugendclubs wünsche man sich noch mehr pädagogische Mittel. „Vor allem fehlt es an Fahrmöglichkeiten“, so der Verwaltungschef. Grund seien nicht zuletzt die dezentralen Strukturen in der Gemeinde mit Jugendclubs in jedem der vier Ortsteile.

Doch damit soll jetzt Schluss sein: Ab sofort steht der mobilen Jugendarbeit im Mühlenbecker Land ein neuer Ford Custom mit neun Sitzplätzen zur Verfügung. Kostenpunkt: rund 28 000 Euro. Der Kleinbus wird ausschließlich über Werbung finanziert. 23 Unternehmen und Geschäftsleute aus Oberhavel und darüber hinaus haben mit dem Kauf einer Werbeanzeige auf dem Fahrzeug dessen Anschaffung bezahlt. Ein Jahr lang hat Christin Mühlisch von der Mobil Sport- und Öffentlichkeitswerbung GmbH Klinken geputzt. Ihr sei das eine Herzenssache gewesen, sagt sie, da sie selbst aus Hohen Neuendorf stammt.

Während der feierlichen Übergabe des Fahrzeugs wurde mit Sponsoren und Politikern auf die angebrochene mobile Ära in der Jugendarbeit angestoßen. Quelle: Helge Treichel

Seit vielen Jahren habe der Wunsch nach so einem fahrbaren Untersatz bestanden, sagt Jugendsozialarbeiter Benjamin Brandt im Namen des vierköpfigen Teams der Betreuer. Er dankte allen Sponsoren, denn einige Projekte seien ohne einen solchen Bus gar nicht möglich, einige Angebote könnten nicht genutzt werden, wenn Jugendliche auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seien. Auch für Ausflüge und die jährlichen Ferienfahrten „wird der Bus in Zukunft Gold wert sein“, sagte Brandt. Fahrzeuge hätte bislang immer ausgeliehen werden müssen, beispielsweise beim Landkreis.

Seine Feuertaufe habe der Ford bereits beim kürzlichen Besuch einer polnischen Reisegruppe gehabt, sagte Bürgermeister Smaldino-Stattaus. Sein Fazit: „Der fährt gut.“ Der Schwerpunkt bei der Nutzung liege aber ganz klar bei der kommunalen Jugendarbeit. Und das beinhalte auch die Jugendarbeit der Vereine – von der freiwilligen Feuerwehr bis hin zu den Sportvereinen. Alle gemeinsam würden dafür sorgen, dass das Fahrzeug im Straßenbild auch zu sehen ist: „Er soll benutzt werden. Denn wir glauben: Tue Gutes und zeig es auch!“ Regionales Engagement liege den 23 Sponsoren am Herzen. Sie hätten zugleich die Gewissheit, wofür ihr Geld genutzt wird. Deshalb handele es sich um „ein ganz tolles Projekt“, so der Bürgermeister.

Alle 23 Sponsoren erhalten eine Urkunde vom Bürgermeister. Zu ihnen gehört auch Einzelhändlerin Susan Tscheschlog. Quelle: Helge Treichel

Als Unternehmerin beteiligt hat sich auch Susan Tscheschlog, seit 2015 Inhaberin der Rewe-Filiale in Schildow. Für 2500 Euro hat sie gleich zwei Plätze auf dem Kleinbus gebucht, für die Dauer von fünf Jahren. Das sei eine sehr gute Investition für eine so lange Laufzeit, bilanziert sie. Als die Anfrage kam, habe sie nicht lange gezögert und gerne mitgemacht. Ende nächsten Jahres möchte sie übrigens das neue Rewe-Marktgebäude zwischen Bahnhofstraße und Schönfließer Straße eröffnen.

Von Helge Treichel

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