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Oberhavel Die Kausches ganz privat
Lokales Oberhavel Die Kausches ganz privat
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12:16 20.09.2017
Karsten und Kerstin Kausche mit den Hunden Herr Frodo (schwarz) und Riha. Im Garten fühlen sich alle vier sehr wohl. Quelle: Enrico Kugler
Lehnitz

Im Moment ist das Haus von Kerstin und Karsten Kausche leicht zu finden. Große Plakate zeugen davon, womit sich die 54-jährige CDU-Politikerin zurzeit am meisten beschäftigt – Wahlkampf. Doch es gibt auch jetzt noch ein Privatleben der Kausches. Und das spielt sich vorwiegend in ihrem Häuschen in der Florastraße in Lehnitz ab. Direkt neben dem ehemaligen Jagdschloss bewohnen die Kausches das so genannte Gesindehaus. Mehr als 100 Jahre alt sind die Mauern. Doch so bescheiden wie damals auf kleinstem Raum leben sie nicht. Eine zweite Haushälfte wurde angebaut, das Haus saniert. Das hat Kerstin Kausche noch mit ihrem Ex-Mann durchgezogen. Bevor nach ihrer Scheidung im Jahr 2009 ihr jetziger Ehemann ins Spiel kam. „Ostermontag 2010 ist er in mein Leben getreten“, sagt die 54-Jährige. Ja, übers Internet sind die beiden aufein­ander aufmerksam geworden. Als sie miteinander telefonierten, war für Karsten Kausche klar: „Wer so herzhaft lachen kann, den muss ich sehen.“ Zum ersten Mal trafen sich die beiden vorm Schlosspark. Und es war sofort um sie geschehen.

Eines ihrer Lieblingsplätze. Im Wintergarten telefoniert sie besonders gern. Quelle: Enrico Kugler

Kerstin Kausche hatte nach der Scheidung ihren Mädchennamen wieder angenommen, und ihr Ehemann Karsten hatte nichts dagegen, genauso zu heißen, als am 21. Juni 2013, ein Tag nach Kerstin Kausches 50. Geburtstag, geheiratet wurde. „Unsere Silberhochzeit können wir jedenfalls nicht vergessen“, sagt Karsten Kausche. Die Trauung war ziemlich romantisch, in einem alten Gewölbekeller in einer Gaststätte in Zehdenick.

Karsten Kausche stammt aus West-Berlin. Auch für ihn ist es nicht die erste Beziehung. 2011 zogen die beiden zusammen. Bei der Einrichtung des Hauses sind sie sich einig. Rustikale Holz- und Ledermöbel prägen das Wohnzimmer. Auf dem Fensterbrett stehen Orchideen. Ein alter, handgefertigter Barschrank und daneben der Kamin lassen ahnen, wie gemütlich es an kühlen Abenden ist. Zum Telefonieren hat Kerstin Kausche allerdings einen anderen Lieblingsplatz. Dann sitzt sie im gemütlichen, sonnendurchfluteten Wintergarten. Zum Arbeiten braucht sie Abstand. Im Wohnzimmer funktioniert das nicht. Nur in ihrem Arbeitszimmer mit den schweren alten Eichenmöbeln kann sie sich richtig konzentrieren.

Jetzt gerade beginnt für Kerstin Kausche die schönste Jahreszeit. „Ich liebe den Herbst, wenn alles zur Ruhe kommt und die Zeit für Kerzen anbricht.“

Was sie gar nicht mag, ist Staubsaugen und bügeln. Doch um ersteres kommt sie nicht herum. Es gibt Mitbewohner im Haus mit viel Fell.

Karsten Kausche ist der Handwerker im Haus. Er kann Einbauküchen aufstellen, Holzschuppen bauen und Terrassen erneuern. Quelle: Enrico Kugler

Als Techniker für Verpackungsmaschinen arbeitet Karsten Kausche viel auswärtig. Der 55-Jährige betreut die Technik und die Bediener der Maschinen. Außerdem ist er im Betriebsrat und dort noch in der Tarifkommission. Das sorgt oft für angeregten Gesprächsstoff unter den beiden. Viel Freizeit bleibt den Eheleuten zusammen meistens nicht. Aber wenn, dann sind ausgiebige Spaziergänge mit Riha, der Goldi-Schäferhund-Mixdame, und dem Berner-Sennen-Labrador-Mixrüden namens Herr Frodo angesagt. Beide Hunde sind schon zehn Jahre alt, machen den ganzen Tag den Garten unsicher und bekommen tatkräftige Unterstützung vom Dalmatiner von nebenan. Dort wohnen Kerstin Kausches Tochter und ihr Sohn zur Miete. Und zwei Enkelkinder hat sie auch schon.

So sieht Karsten Kausche aus, wenn die beiden zu Mittelaltermärkten fahren. Quelle: Enrico Kugler

Hobbys haben die beiden Eheleute noch etliche. Eines davon sind die Schwiegereltern, die regelmäßig in Berlin besucht werden. Und wenn es Karsten Kausche schafft, dann schaut er beim OHC vorbei. Kerstin Kausche hat sich dagegen seit drei Jahren dem Yoga verschrieben. Jeden Morgen nimmt sie sich Zeit dafür. Aber was die beiden am liebsten zusammen unternehmen, sind Besuche auf Mittelaltermärkten. Dann werfen sie sich richtig „in Schale“. Sie als Burgdame, er im Wams. Auch beim Essen liegen die beiden auf einer Wellenlänge. Sie lieben asiatische Speisen, gern auch mal was vom Grill. „Und ich wünsche mir einen Holzbackofen“, schwärmt Kerstin Kausche. Das dürfte ein Stichwort für ihren Ehemann gewesen sein. „Ich hab immer die Ideen, und er macht gleich ein großes Projekt draus mit Berechnungen und Planzeichnung“, lacht sie wieder. Es gibt übrigens noch jemanden, der so herzhaft lachen kann wie sie. „Ich habe eine Zwillingsschwester, wir sind eineiig.“ Am Telefon muss Karsten Kausche schon genau überlegen, wen er an der Strippe hat.

Die Kausches leben gern in Lehnitz und gerne in ihrer Ecke. „Der Wald ist ganz in der Nähe und zur S-Bahn ist es auch nicht weit“, sagt Kerstin Kausche. Und auch wenn die Züge nicht unweit von ihrem Garten langrumpeln, das stört sie nicht sonderlich. „Ach, morgens denke ich dann, es gibt noch eine Welt da draußen.“

Von Andrea Kathert

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