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Oberhavel Die Königs in ihrem Reich
Lokales Oberhavel Die Königs in ihrem Reich
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00:18 31.05.2017
Rita König kühlt sich am selbstgebauten Teich ab. Am Wasser finden sie und ihr Mann Ruhe und Erholung. Wenn es warm genug ist, springen sie sogar mal rein. Die unzähligen Kois im Teich stört das nicht. Quelle: Fotos: Robert Roeske
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Schildow

Er sitzt auf einem Gartensessel, sein Blick schweift übers Wasser. „Hier kann ich alles vergessen, den ganzen Stress im Leben“, sagt Harald König. Dann wirft er noch eine Handvoll Futterpellets ins Wasser. Rote, schwarze, gelbe, weiße Kois schießen an die Oberfläche und schnappen nach dem Futter. 55 000 Liter Wasser sind in dem Teich, den König Anfang des Jahrtausends gebaut hat. Vieles improvisiert, Marke Eigenbau. „Am Boden liegt olle Auslegeware von Freunden, damit die Folie nicht kaputt geht“, so der Rentner. Rund 1000 Quadratmeter misst das Gartenparadies von Harald und Rita König. Das Ehepaar hatte sein Grundstück in Schildow am vergangenen Wochenende für Besucher geöffnet, etliche Gärten im ganzen Landkreis Oberhavel beteiligten sich wieder am Aktionstag „Offene Gärten“.

Die Königs machen seit fünf Jahren mit. in diesem Jahr allerdings nur noch auf telefonische Anfrage, sie hatten nicht mehr den ganzen Tag die Gartentür offen. „Sonst standen immer 70 Leute vor der Tür, denen wir hier alles gezeigt haben“, sagt Harald König, dem es gesundheitlich nicht gut geht. Und so war es am Sonnabend auf dem Grundstück in der Franz-Schmidt-Straße ruhiger als in den vergangenen Jahren. Für angemeldete Besucher gab es aber Kaffee und Kuchen, und Herr König zeigte gerne sein Reich. Er ist stolz darauf. „Wir hatten früher gar nichts, und heute haben wir dieses kleine Reich“, sagt der 71-Jährige.

Gefunden hat das Ehepaar das Grundstück 1984, damals kamen sie mit ihren Kindern aus einer Vier-Raum-Wohnung in Hohenschönhausen. „Wir hatten acht Jahre gesucht und waren froh, etwas gefunden zu haben“, so König. Freunde und Familie packten mit an, bis das Haus stand. Doch König, der damals Taxifahrer in Berlin war, wollte mehr. Anfang der 1990er-Jahre baute er einen kleinen Teich direkt vor dem Haus, auch hier drehen heute Kois ihre Runden. Jahre später folgte der große Teich ein paar Meter weiter. „Den habe ich beim Bau heimlich immer größer gemacht, meine Frau hat geschimpft“, sagt König und grinst. Tierlieb ist das Ehepaar auch. In einer Voliere im Eingangsbereich des Grundstücks sagt Papapei Jacob „Guten Morgen“, hier leben neben seinem Artgenossen auch vier Kanarienvögel. Im hinteren Teil des Grundstücks gackern 20 Hühner.

Rita König hat den Grünen Daumen, sie kümmert sich um Rhododendron, Flieder oder den japanischen Ahorn. Ein Fulltime-Job im Grünen. „Ich gehe morgens in den Garten und bin abends um 22 Uhr fertig“, sagt die 68-Jährige. Das Paar verreist nicht mehr, die meiste Zeit seien sie ohnehin zuhause . Und ständig kommt Besuch. Kinder, Freunde, Bekannte. „Die packen auch mit an, wenn es wieder etwas zu tun gibt“, sagt Harald König.

Als nächstes will er seinen Carport zur Partyfläche aufmöbeln und stimmungsvolles Licht installieren. „Da können meine Kinder dann feiern.“ Demnächst soll Sohn Manfred (39) das Grundstück ohnehin übernehmen und weiter pflegen. „Wir“, sagt Harald König, „gehen hier aber nicht mehr weg.“

Von Marco Paetzel

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