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Die L 171 ist schon lange ein Ärgernis

Schlechteste Straße: Hohen Neuendorf Die L 171 ist schon lange ein Ärgernis

Die MAZ-Umfrage zu den schlechtesten Straßen Oberhavels geht in die nächste Runde: Eckehard Presser aus Bergfelde nominiert die Schönfließer Straße und die Hohen Neuendorfer Straße in Hohen Neuendorf und Bergfelde. Die sei seit Jahrzehnten ein „Flickenteppich“. Abhilfe ist laut Bauamt so bald nicht in Aussicht.

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Eckehard Presser schlägt die Schönfließer Straße in Hohen Neuendorf als schlechteste Straße in Oberhavel vor.

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf. Mit schlechten Straßen kennt sich Eckehard Presser aus Bergfelde gut aus. 15 Jahre lang pendelte der 64-jährige Ruheständler zwischen seinem Wohnort und Hennigsdorf, wo er als Zerspaner an einer CNC-Fräse tätig war. Davor pendelte er nach Berlin. Immer aber musste er dafür die Landesstraße 171 nutzen, die Schönfließer Straße in Hohen Neuendorf beziehungsweise die Hohen Neuendorfer Straße in Bergfelde. Sein Fazit: „Das ist ein einziger Flickenteppich! Seit circa 40 Jahren werden Schlaglöcher und Frostschäden mehr schlecht als recht ausgebessert. Diese viel befahrene Straße hätte es mal verdient, gründlich erneuert zu werden.“

Beim Ortstermin erzählt der in Bergfelde aufgewachsene Rentner, dass er als Schulkind einige Monate nach dem Mauerbau 1961 die Brücke besichtigte, welche die durch die Grenzschließung erforderliche Bahnstrecke überspannt. Seitdem sei an der Fahrbahn nicht viel gemacht worden, weshalb das Kopfsteinpflaster immer wieder unter der dünnen Asphaltschicht hervorbricht, insbesondere nach dem Winter. Selbst die Bodenwellen an beiden Enden der eigentlichen Brücke seien seit Jahrzehnten ein Ärgernis für Kraftfahrer. Er könne es auch nicht nachvollziehen, warum diese bedeutende Straße auch 28 Jahre nach der Wende noch nicht erneuert wurde, die nahe August-Müller-Straße dagegen schon.

Nur eine der geflickten und wieder aufgebrochenen Schadstellen

Nur eine der geflickten und wieder aufgebrochenen Schadstellen.

Quelle: Helge Treichel

Die Erklärung für diesen scheinbaren Widerspruch kommt aus dem Rathaus Hohen Neuendorf: „Die Schönfließer Straße in Hohen Neuendorf und die Hohen Neuendorfer Straße in Bergfelde unterliegen beide nicht der Unterhaltspflicht durch die Stadt Hohen Neuendorf, sondern der des Landes Brandenburg.“ Dennoch gibt es ein Fünkchen Hoffnung für eine grundlegende Sanierung. „Die Ortsdurchfahrt der L 171 ist im 100-Millionen-Euro-Sanierungsprogramm für Landstraßen enthalten, das bis Ende 2019 realisiert werden soll“, beantwortet Rathaussprecherin Susanne Kübler die MAZ-Anfrage. Das betreffe den Abschnitt der Schönfließer Straße zwischen der Einmündung Elfriedestraße und Beginn der Brückenrampe in Hohen Neuendorf sowie die Hohen Neuendorfer Straße im Stadtteil Bergfelde. „Die Brücke selbst einschließlich der Rampen ist allerdings leider nicht Teil des Sanierungsprogramms“, sagt Susanne Kübler. Die Stadt werde die geplanten Maßnahmen im Benehmen mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg realisieren.

Dass der Brückenabschnitt nicht zum Sanierungsprogramm gehört, ist auch für Bauamtsleiter Michael Oleck ein Ärgernis. Für deren geplanten Neubau sowie eine provisorische Behelfsbrücke im Naturschutzbereich währen der Arbeiten seien jedoch umfangreiche Planungen erforderlich, die bis 2019 nicht zu leisten seien.

Fast 30 Jahre nach der Wende sollte die Landesstraße längst  in Ordnung gebracht sein, findet  Eckehard Presser

Fast 30 Jahre nach der Wende sollte die Landesstraße längst in Ordnung gebracht sein, findet Eckehard Presser.

Quelle: Helge Treichel

Eckehard Presser findet das Stückwerk ebenfalls nicht witzig. Noch gut kann er sich erinnern, als Ex-Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung Papierschiffchen in den zentimetertiefen Schlaglöchern schwimmen ließ. Diese Löcher in den Brückenrampen wurden danach ausgebessert, aber eben auch nur notdürftig zugeschmiert, bedauert Presser. Der Rentner fordert, dass sich die Kommunalpolitiker weiter massiv für einen Ausbau der wichtigen Landesstraße einsetzen. Die L 171 sei neben der B 96 eine der am stärksten befahrenen Straßen in der Stadt und verdiene den Ausbau vor allen anderen, sagt er.

Wer nennt uns weitere löchrige Pisten im Kreis?

Die MAZ sucht seit dem 12. April die schlechteste Straße in Oberhavel.

Vorgestellt wurden seither die Dorfstraße (Landesstraße 17) in Groß-Ziethen, die Straße zwischen Tornow und Fürstenberg (Landesstraße 214), die Wernigeroder Straße in Oranienburg sowie die Straße zwischen Zehdenick und Kurtschlag (Landesstraße 215).

Kennen Sie, liebe Leser, weitere schlimme Pisten im Landkreis? Dann lassen Sie uns wissen, wo sich diese befinden.

Rufen Sie uns an unter der Telefonnummer 03301/5 94 50 oder schreiben Sie uns einfach eine E-Mail und senden Sie diese an

Von Helge Treichel

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