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Oberhavel Die Meißners: Voll im Karnevalsfieber
Lokales Oberhavel Die Meißners: Voll im Karnevalsfieber
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00:18 04.03.2017
Lucie und Marc Meißner lieben die Karnevalszeit und ihren Karneval-Club-Kremmen Rot-Weiß. Quelle: Ulrike Gawande
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Kremmen

Als Lucie Meißner, heute 16 Jahre alt, 2005 erstmals beim Karneval als Minifunke dabei war, sei sie ein laufendes Kostüm gewesen, erinnert sich ihr Bruder Marc (17) lachend an den damaligen, gemeinsamen Start ins närrische Leben. Beide hat die Leidenschaft für die fünfte Jahreszeit bis heute nicht losgelassen. „Wir haben den Karneval schon in die Wiege gelegt bekommen“, verraten die Geschwister aus Kremmen.

Denn die beiden Schüler setzen so eine Familientradition fort. Schon ihr Onkel war als Funkenmajor im Karneval-Club-Kremmen Rot -weiß (KCK). Es folgte Vater Reiko, der seit 2008 nun auch Chef des Vereins ist. „Es hat gepasst, es war für mich selbstverständlich mitzumachen. Ich habe nie daran gezweifelt oder über ein anderes Hobby nachgedacht“, erklärt Marc, der in der heute zu Ende gehenden Session gleich in mehreren Programmpunkten bei den Karnevalssitzungen auf der Bühne stand: Als Tanzpaar, in der Funkengarde, bei den Showtänzern und beim Männerballett.

Lucie Meißner in der Bütt. Quelle: privat

Als Funkenmajor ist er der einzige Junge unter zehn Tänzerinnen. Aber er genieße es, Hahn im Korb zu sein, so der angehende Abiturient am Bollhagen-Gymnasium in Velten. „Ich mag das Gruppengefühl, das Miteinander und das Tanzen. Man steht einmal im Jahr für einen Augenblick im Mittelpunkt“, erklärt Marc.

Besonders als Tanzpaar ruhen alle Blicke auf Marc und seiner Partnerin Susanne Hübsch (30). Mit dem erfahrenen Funkenmariechen stand er 2017 erstmals auf der Tanzfläche.Von September bis Februar wurde wöchentlich trainiert. „Neben Vertrauen ist vor allem die Sprungtechnik der Partnerin wichtig“, so der 17-Jährige, der nach dem Abitur im Sommer überlegt, Sozialpädagogik zu studieren. „Ich kann mir aber auch einen Job im Tourismusbereich vorstellen. Ich bin neugierig auf die Welt, möchte reisen und meinen Horizont erweitern.“ Trotzdem sei er heimatverbunden, erzählt der kreative Kopf, der zeitweise Modedesigner werden wollte. Aber mit seinem angestrebten Einser-Abitur werden ihm ohnehin alle Wege offen stehen.

Die Kremmener Funken Quelle: privat

Seine kleine Schwester wird ebenso in diesem Jahr die Schule beenden. Sie geht auf die Goethe-Oberschule in Kremmen. „Englisch ist mein Lieblingsfach, außerdem mag ich Deutsch und schreibe gern Geschichten, am liebsten dramatische Liebesromane“, sagt die Schülerin, die demnächst eine Ausbildung als Drogistin beginnen wird. Beim KCK stand sie in diesem Jahr in der dritten Session als Büttenrednerin auf der Bühne. „Das war Zufall. Ich habe gerne Witze erzählt. So kam ich zu meiner ersten Rolle.“

Als Großvater nervende Enkelin begeisterte sie anfangs das Publikum. Doch sie erzählt, dass sie ganz schön aufgeregt gewesen sei. „Aber besonders bei den älteren Gästen weiß ich, dass meine Scherze ankommen“, ist sich Lucie sicher, die zugibt, ein großer Youtube-Fan zu sein. Am liebsten guckt sie – wie könnte es als Karnevalfan anders sein – Comedy. Gerne auch mit Dialekt. Seit 2016 aber steht sie in Kremmen nun alleine in der Bütt.„Ich habe schon eine Idee für meine Rede im nächsten Jahr: Meine Schulzeit.“

Schon als Kinder waren die Meißners voll dabei. Quelle: privat

Zusammen mit Bruder Marc tanzt sie zudem bei den Funken. „Das Hobby schweißt zusammen. Man kann drüber reden und die Erlebnisse teilen“, sind sich die Meißner-Geschwister einig. Die Freunde würden ihr Hobby gut finden. Seien aber oft überrascht. Karneval sei eben eine Lebenseinstellung: „Karneval ist Leidenschaft, Freude und Familie.“ Und so warten die beiden am heutigen Aschermittwoch gespannt auf den 11. November, wenn endlich wieder die närrische Zeit in Kremmen losgeht.

Von Ulrike Gawande

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