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Die Nacht der Mützen

Oranienburg Die Nacht der Mützen

Viele schräge Kopfbedeckungen gab es am Sonnabend beim 3. „Muetzenball“ im ­Oranienwerk. Die Band „Mulle Muus“ etwa setzte auf rosa Krönchen. Die Tanzfläche war gut gefüllt, rund 200 Gäste waren gekommen. Die verrücktesten Kappen gewannen am Ende einen Preis.

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Die Band „Mulle Muus“ spielte ihr erstes Konzert überhaupt – und das stilecht mit rosa Krönchen.

Quelle: Foto: Robert Roeske

Oranienburg. Sie hatte die wohl kleinste Kopfbedeckung des Abends. Mit einem winzigen pinken Hütchen samt Tüll wippte Janina Obst den Kopf im Takt. „Den hab ich im Internet gefunden und fand ihn super.“ Beim 3. Muetzenball stand die 28-Jährige aus Mühlenbeck am Sonnabend auf der Tanzfläche. Und die war gut gefüllt: Rund 200 Besucher waren gekommen, um die Oranienburger Kultband „Projekt Muetzen“ zu sehen. Und passend zum Abend trugen die Besucher Barette, Piratenhüte oder einfach nur bunte Strickmützen.

Hauptact des Abends waren natürlich wie immer die „Muetzen“. Die fünf Oranienburger Jungs präsentierten sich in Topform und mit Songs wie „Der Goldene Reiter“ (Joachim Witt), „By the Way“ (Red Hot Chili Peppers) oder „Little Monster“ (Royal Blood). Mit dabei war zum ersten Mal der neue Gitarrist Tom Maaß, der mit einem Schluck Schnaps aus dem Schlagzeugbecken feierlich in die Band aufgenommen wurde – ein Ritual, das jede neue „Muetze“ über sich ergehen lassen muss.

„Es war ein toller Abend mit vielen Besuchern. So haben wir uns das vorgestellt“, sagte Bassist Matthias Roethig. Der Muetzenball sei schon eine kleine Tradition geworden. Eng verbunden ist er natürlich mit dem Bandnamen, den sich die Jungs vor neun Jahren gegeben haben. Bei der Hochzeit eines Freundes spielten die Gründungsmitglieder den Hit „Under the Bridge“ von den Red Hot Chili Peppers. Und weil im Musikvideo jeder eine Mütze trägt, lag der Bandname nahe. Der Ball war der letzte Auftritt der Jungs in diesem Jahr, rund 20 Gigs haben sie hinter sich gebracht, unter anderem erstmals bei der Oranienburger Kneipennacht. „Im Dezember ziehen wir uns drei Tage in den Bandraum zurück und proben neue Songs“, sagt Sänger Frank Steinmüller.

Mit auf der Bühne standen auch die neugegründete Combo „Mulle Muus“, die den Abend mit hartem Grunge eröffneten, und „Poor White Trash“. Mit Songs wie „Free Falling“ von Tom Petty&The Heartbreakers oder Songs von Cream, Ten Years After oder The Band hat die 2004 gegründete Gruppe ihre Nische gefunden. „Wir spielen gute Songs abseits des Mainstreams, die vielleicht nicht jeder kennt“, sagt Gitarrist Andreas Klug (52). Den Muetzenball findet er eine super Idee. „In Oranienburg gibt es in den Kneipen immer weniger Konzerte, da ist es gut, wenn eine Band wie die Muetzen selbst mal was auf die Beine stellt.“

Am Ende prämierte Moderator Patrick Rzepio dann auch die schrägsten Kappen des Abends. Unter den Gewinnern waren Marion Homut aus Leegebruch, die eine Spinne auf dem Kopf trug und Nadine Termin aus Germendorf. Die 35-Jährige trug einen Ansteckhut im Haar. Ihre Kreativität hat sich gelohnt, die Gewinner des Muetzenballs bekommen jeweils einen 30-Euro-Gutschein für den Oranienburger Weidengarten.

Von Marco Paetzel

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