Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Die Nordbahn GmbH stellt sich vor

Schönfließ Die Nordbahn GmbH stellt sich vor

Die Zahl der Menschen mit geistigen Handicaps wächst. Das stellt den Landkreis als Schulträger und Werkstätten wie die Nordbahn GmbH in Schönfließ vor Herausforderungen. Geschäftsführer Micha Schaub sprach darüber am Freitag mit Landrat Ludger Weskamp.

Voriger Artikel
Pro Velten will nicht zahlen
Nächster Artikel
Petry: Merkel ist „die späte Rache der DDR“

Landrat Ludger Weskamp (2. v. l.) lässt sich die Arbeitsbereiche erklären.

Quelle: Helge Treichel

Schönfließ. Auf einmal ist alles anders. Ein Unfall, ein Schlaganfall oder eine neurologische Erkrankung verändern in einem Moment all das, was bis dahin normal war. Das betrifft nicht zuletzt den Broterwerb. Auf dem Weg in das neue Leben mit einer erworbenen Hirnschädigung will auch die Nordbahn GmbH in Schönfließ ein Partner sein. „Neustart“ heißt das in der Werkstatt für behindete Menschen vor zwei Jahren aufgelegte Projekt im Bereich Arbeit und berufliche Bildung. Zehn Teilnehmer gibt es derzeit. Am Ende der beruflichen Rehabilitation werden sie in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis begleitet oder wechseln in die Arbeitsbereiche der Nordbahn.

421 Mitarbeiter mit Handicaps

Diese und andere Angebote der Nordbahn GmbH stellten die Mitarbeiter am Freitag beim „Tag der offenen Tür“ den Gästen vor, unter ihnen Landrat Ludger Weskamp (SPD). Ihm gehe es darum, „ein Gefühl für die Lebenswirklichkeit behinderter Menschen zu entwickeln“, begründet Weskamp seine Anwesenheit. Ein weiteres Thema sei für ihn in diesem Jahr das Bundesteilhabegesetz. Die Änderungen seien „eine große Herausforderung für den Landkreis“. In Schönfließ wolle er erfahren, was dieses Gesetz für die Werkstatt und deren insgesamt 421 Mitarbeiter mit Handicaps bedeutet.

Nordbahn-Geschäftsführer Micha Schaub begleitete den Landrat durch verschiedene Abteilungen, in denen die Arbeit wie gewohnt von Montag bis Freitag weiterging. Neben der Arbeit gehöre aber auch Weiterbildung, Sport und Entspannung zum Leben. „Darum machen wir auch solche begleitenden Ange bote“, sagt Schaub. Aber er wollte Weskamp auch etwas anderes mit auf den Weg geben: „Mitgestaltung ist wichtig.“ Das treffe zum Beispiel für das Bundesteilhabegesetz zu, in dem Schaub Verbesserungswürdiges entdeckt hat. Einige Themen für Menschen mit Behinderungen seien gar nicht abgedeckt, stellt der Geschäftsführer fest. Und er nennt ein Beispiel für einen „Schnitzer“ im Gesetzestext. Dort sei zum Beispiel stets von einer Frauenbeauftragten die Rede. In einem modernen Gesetz müsse aber jemand mit „Gleichstellung“ beauftragt werden, und zwar in vielerlei Hinsicht und nicht allein auf das Geschlecht bezogen. Einen möglichen Ansatz für die Mitwirkung von Fachleuten sieht er deshalb in der landesspezifische Umsetzung des Teilhabegesetzes.

Zahl der Menschen mit Behinderung wächst

Werkstatt und Kreisverwaltung stünden zudem vor der gemeinsamen Herausforderung, dass die Zahl der Menschen mit geistiger Behinderung wachse, so der Landrat. Das liege unter anderem am gewachsenen medizinischen Stand bei der Säuglingsversorgung. „Das ist ein Grund, warum wir in Hennigsdorf eine neue Schule bauen“, sagte Weskamp. Zudem resultiere daraus ein Mehrbedarf an Einzelfallhelfern.

Ganz unterschiedliche Bereiche wurden besichtigt

Ganz unterschiedliche Bereiche wurden besichtigt.

Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg