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Die Ofenstadt hofft auf die S-Bahn

Velten Die Ofenstadt hofft auf die S-Bahn

Am Mittwoch kam ein Brief von Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) im Rathaus an, der die S-Bahn in greifbare Nähe bringt: Die Bahn und die Länder Berlin und Brandenburg hätten sich auf Korridore geeinigt, die ausgebaut werden sollen. Das betreffe auch die S-Bahnverlängerung nach Velten.

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Bis zum Jahr 1983 fuhr noch eine S-Bahn zwischen Velten und Hennigsdorf. Demnächst könnten die Züge wieder in der Ofenstadt halten.

Quelle: Foto: Archiv/ Repro: Gawande

Velten. In Potsdam ist sie längst als „Miss S-Bahn“ bekannt. „Da erwähnen die Minister die S-Bahn schon schneller als ich, weil sie wissen, dass ich es sowieso tun würde“, sagt Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD). Nun könnte sich die Beharrlichkeit der Veltener, die seit der Wende um den S-Bahn-Anschluss kämpfen, endlich auszahlen. Am Mittwoch kam ein Brief von Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) im Rathaus an, der die S-Bahn in greifbare Nähe bringt: Die Bahn und die Länder Berlin und Brandenburg hätten sich auf Korridore geeinigt, die ausgebaut werden sollen. Dazu gehöre auch der wichtige Korridor PrignitzExpress/Velten und damit sowohl die Einbindung des Prignitz Expresses nach Gesundbrunnen als auch die S-Bahnverlängerung nach Velten. Zuvor hatte Hübner bei Ministerin Schneider nachgehakt, weil sich der Landesnahverkehrsplan um einige Wochen verzögert hatte. Der S-Bahn-Anschluss solle Teil dieses Plans für die Jahre 2018 bis 2022 werden, versicherte Ines Hübner gestern im Rathaus. „Das hat mir Frau Schneider am Mittwoch auch am Telefon nochmals bestätigt.“

Für sie ist es ein Meilenstein im Kampf um die S-Bahn. Wann aber nun Züge in der Ofenstadt halten, ist ungewiss. In der Verwaltung geht man davon aus, dass es frühestens 2021 so weit sein könnte. „Wir haben schon große Vorarbeiten bei der Planung geleistet, das kann man sicher verwenden.“ Es sei Aufgabe einer Bürgermeisterin, dass die S-Bahn in der Genehmigungsplanung weit nach vorne rückt und entsprechend schnell realisiert wird, sagte sie in Anspielung auf die Stichwahl gegen ihren Herausforderer Marcel Siegert (Pro Velten). Vorwürfen, sie hätte mit Blick auf diese Wahl in Potsdam bei der Ministerin nachgehakt, widersprach Hübner. Sie habe sich regelmäßig in Potsdam nach dem Stand erkundigt. „Das hätte ich auch jetzt getan, auch ohne Wahl.“

Von Marco Paetzel

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