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Oberhavel Die Philosophie von einem langen Leben
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17:25 01.08.2018
Frauen beim Yoga im Oranienwerk. Im September beginnen dort mehrere neue Kurse. Quelle: privat
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Oranienburg

Nein, einen Kopfstand oder den Schulterstand muss bei Marion Voigt niemand machen. „Mit Yoga ist es wie mit Musik. Es gibt unzählige Stile. Die einen verlangen extreme Körperbeherrschung, bei mir geht es um achtsame Körperarbeit, Atemtechnik, Meditation. Und, dass jeder sich das zutraut, was ihm gut tut in diesem Moment“. Die Oranienburgerin hat sich im Frühjahr als Yoga-Lehrerin selbstständig gemacht. Eine eigene Stresssituation hatte sie vor Jahren zum Yoga und zur „Lehre vom langen Leben“, wie sich das Sanskrit-Wort Ayurveda übersetzten lässt, gebracht.

Geboren in Sachsen-Anhalt wurde sie in Zittau groß, lebte bis zum 18. Lebensjahr in Dresden und studierte dann an der Humboldt-Uni und der Karls-Universität in Prag Tschechisch. Als Verhandlungsdolmetscherin arbeitet sie für die Justiz, Gewerkschaften, Gesundheitsministerium sowie Wirtschaftsunternehmen wie Narva. Nach der Geburt ihrer Tochter zog sie nach Oranienburg. Ihre Liebe gehört neben den Sprachen und dem Schreiben immer auch dem Sport. „Und ich brauche den Kontakt zu den Menschen und eigentlich immer Action.“ Als Kind war sie leidenschaftliche Geräteturnerin und Akrobatin.

Die Oranienburgerin Marion Voigt Quelle: Sascha Funke

In ihrer Zeit als Pressesprecherin von Landrat Karl Heinz Schröter bis 1996 lernte sie nicht nur den Kreis und seine Menschen bestens kennen, sondern gab in der Freizeit an der Kreisvolkshochschule Kurse. Der Name änderte sich, aber es ging ihr darum, andere Menschen für Bewegung zu begeistern: aus Popgymnastik wurde Aerobic, Jazzdance und später Step-Aerobic. Bis 2017 arbeitete Marion Voigt als Redakteurin bei der Tageszeitung. Und sie brachte ein Buch heraus: „Glücksmenschen“ heißen die biografischen Sequenzen, in denen sie Oberhaveler und ihre (Leben-)Geschichten vorstellt.

Als sie dem stetig wachsenden Alltagsstress nichts mehr entgegenzusetzen hatte, „ließ ich mich auf Yoga ein“. Sie sei sehr anfangs sehr skeptisch gewesen, aber bald darauf begeistert. Sie begann eine Ausbildung im Berliner Yogazentrum und bildete sich parallel in Ayurveda weiter und traf schließlich die Entscheidung, etwas Neues im Leben zu beginnen: ein Sprung ins kalte Wasser. Sie ließ sich von den Beratern des „Lotsendienstes“ der Winto beraten und begleiten. Es entstand eine neue Web-Seite, die seit drei Tagen im Netz abrufbar ist. Es waren anstrengende Monate, sagt sie, denn man muss in allem firm sein: Buchführung, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Online-Auftritt, „aber es hat sich alles so gefügt“. Nun ist sie ihr eigener Chef.

In der ersten Septemberwoche beginnen mehrere neue Kurse: montags von 17 bis 18 und 18.10 bis 19.10 Uhr, mittwochs gibt es einen Morgenkurs für den gesunden Start in den Tag von 9 bis 10 Uhr, donnerstags stehen ab 17.30 und ab 18.40 Uhr Kurse auf dem Plan – alle im Oranienwerk, in dem sie Räume gefunden hat und sich wohl fühlt.

Und wer kurze Wege mag und in der City ein Angebot nutzen möchten: dienstags findet Yogaunterricht im Regine-Hildebrandt- Haus statt. Vom 28. August bis zum 18. Dezember immer dienstags ab 17.15 beziehungsweise 18.30 Uhr für eine Stunde. Vorkenntnisse braucht es nicht.

Und wer sich einen Tag lang eine Auszeit vom Alltagsstress gönnen und zudem in die Philosophie des Yoga einsteigen möchte, kann an den Workshops „Yoga für mich“ teilnehmen. Und das Ganze auf der Stutenmilchfarm in Bredow in Brieselang. Nächste Tagesseminare sind am 25. August beziehungsweise am 6. Oktober.

Kontakt: 0172/4 22 92 14, marion_voigt@t-online.de, www.yoga-in-oranienburg.de.

Von Heike Bergt

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