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Oberhavel Die Post am Bahnhof zieht aus
Lokales Oberhavel Die Post am Bahnhof zieht aus
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17:37 21.02.2018
So sehen die Pläne für das Bauensemble aus historischem Postgebäude im Vordergrund und Neubau dahinter aus. Quelle: Brenta Real
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Oranienburg

Es ist Oranienburgs zentralster Platz. 12 000 Menschen überqueren ihn täglich in alle Richtungen – den Bahnhofsvorplatz. Zweitwichtigstes Gebäude: die Post. Ein denkmalgeschützter Bau aus den 1920er-Jahren, der vor vier Jahren zum Verkauf stand. Immobilienwirt Lothar Stenzel aus Berlin hat das Haus erworben und großes damit vor.

Stenzel ist Geschäftsführer der Brenta Real Gruppe mit Sitz in Berlin-Buch, die auch das ehemalige Jüdische Erholungsheim in Lehnitz aufwendig saniert hat. Bis 2019 will er das dortige Bauvorhaben mit acht Stadtvillen mit 62 Neubauwohnungen an der Magnus-Hirschfeld-Straße zum Abschluss bringen. Und anschließend das „Post-Projekt“ in Angriff nehmen. Eine entsprechende Bauvoranfrage hat er am 17. Oktober 2017 bei der Stadt Oranienburg gestellt.

„Ich habe ein Herz für schöne Gebäude“ begründet Stenzel den Kauf des historischen Postgebäudes. Das hat er als Privatmann 2014 erworben, mit der Brenta Real soll es entwickelt werden. Seine Firma hat sich auf die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude spezialisiert.

Der Mietvertrag mit der Deutschen Post läuft 2019 aus. Die Postbank ist lediglich Untermieter bei der Post. Das 2400 Quadratmeter große Areal, das Stenzel erworben hat, umfasst das Postgebäude und das dahinter liegende Postverteilzentrum. „Der Standort ist ungeeignet als logistisches Zentrum in Zeiten von Amazon und ebay. Doch ich will es den Oranienburgern nicht nehmen.“ Es gebe deshalb Gespräche, einen neuen Standort zu finden, „ich würde auch ein neues Verteilzentrum bauen“, bietet der Bauherr den Oranienburgern an. Er habe auch nichts dagegen, wenn die Postbank im Gebäude bleibt, allerdings nach dem Umbau zu den aktuellen Mietkonditionen. Die Mietpreise für Gewerbe haben sich in Oranienburg in den letzten Jahren sehr stark entwickelt.

Wie beim ehemaligen Jüdischen Erholungsheim möchte Lothar Stenzel die Post in enger Abstimmung mit Martin Petsch von der Unteren Denkmalbehörde entsprechend sanieren, mit Qualität und Anspruch. „Ideal für mich: unten die Postbank, darüber kleine Wohnungen.“ Vorstellbar sei aber auch in der unteren Etage ein Einzelhandelsgeschäft, darüber kleinere Wohneinheiten. Es gebe Anfragen von Filialisten, auch ein City-Hotel sei zu überlegen. Der Standort ist ideal.

Auf dem Hof des heutigen Verteilzentrums soll ein Neubau mit einem grünen Innenhof platziert werden, darunter eine Tiefgarage. Arztpraxen, Büros und Wohnungen mit drei bis vier Zimmern sieht die Planung vor. „Nur 25 Minuten von dort bis Berlin, das ist für viele sehr interessant“, so Stenzel.

Und was kostet das alles? Lothar Stenzel rechnet mit einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro, denn die Baupreise haben in den letzten Jahre enorm angezogen.

Von Heike Bergt

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