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Oberhavel Die Quereinsteigerin
Lokales Oberhavel Die Quereinsteigerin
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11:15 25.08.2017
Ihre Arbeit mache sie glücklich, bekennt Nicole Bartholomäi. Die Quereinsteigerin ist seit 2015 staatlich anerkannte Erzieherin.  Quelle: Enrico Kugler
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Summt

 Das lief wie am Schnürchen. Nicole Bartholomäi ist als Erzieherin eine Quereinsteigerin. Die 43-Jährige legte im Jahre 2015 die Prüfung ab und erhielt im Juli die staatliche Anerkennung als Erzieherin. Den Weg dorthin bezeichnet sie als „ideal“ und „wie im Schlaraffenland. Ich bin noch nie so gern arbeiten gegangen“, sagt sie.

Nicole Bartholomäi konnte von der Friseurin zur Kita-Erzieherin umschulen, weil dies berufsbegleitend möglich war. Vor Beginn der Ausbildung absolvierte sie ein Praktikum in der Zühlsdorfer Kita „Schneckenhaus“ und konnte dort auch weiter arbeiten und sich dabei ausbilden lassen. Lange hatte die junge Frau einen Arbeitgeber gesucht, „der mich lernen lässt“. Die Gemeinde Mühlenbecker Land ermöglichte ihr das. Und bot ihr danach sofort einen Festvertrag als Erzieherin an.

Nach der 10. Klasse wollte Nicole Krippenerzieherin werden und begann das Studium der Krippenpädagogik. Dies wurde ihr nach der Wende nach deutschem Recht nicht anerkannt. Bereits ein Jahr hatte sie studiert, die Studieneinrichtung machte dicht. Also packte sie ihren Zweitwunsch an. Sie lernte Friseurin, arbeitete zehn Jahre gerne in diesem Beruf, kritisiert aber die miese Bezahlung für den körperlich anstrengenden Beruf. Ihr Sohn wurde geboren, sie wechselte in Teilzeitarbeit in den Einzelhandel. Als der Sohn flügge war, riet ihr die Mutter: „Mach doch, was du immer wolltest!“ Finanziell sei das nur berufsbegleitend möglich gewesen, berichtet sie.

Gut drei Jahre „klemmte“ sich Nicole Bartholomäi „dahinter“ und absolvierte ihr neues Studium an der Sozialfachschule in Lobetal. Die praktische Ausbildung lief begleitend in der Kita in Zühlsdorf. Die erfahrene Mentorin Heidi Baum stand ihr zur Seite.

„Kinder sind authentisch, offen und ehrlich. Sie merken, ob man Kinder mag“, sagt Nicole Bartholomäi. Deshalb liebe sie ihren Job und bekennt: „Mich macht meine Arbeit glücklich.“ Sie überlegte auch nicht sehr lange, als der Leitungsposten für die Kita „Koboldhaus“ in Summt intern ausgeschrieben worden war. Ihr ist klar, dass sie dafür noch eine Leiterinnenausbildung bestehen muss. Das schreckt sie nicht ab: „Ich bin ja noch frisch von der Schule. Da habe ich gelernt, zu lernen. Ab und an Futter für den Kopf zu kriegen, das ist doch schön.“

Ab 4. September leitet Nicole Bartholomäi nun die Kita „Koboldhaus“ in Summt und tritt damit in die Fußstapfen ihrer ehemaligen Mentorin Heidi Baum. Von Bernau, wo sie mit ihrem Mann und ihrem mittlerweile 18-jährigen Sohn wohnt, fährt sie eine halbe Stunde nach Summt. Das stört sie überhaupt nicht. Andere würden viel weitere Arbeitswege haben, sagt sie. Außerdem fahre sie nicht im nervigen Hauptstadtverkehr, sondern in „wunderschöner Natur“, schwärmt sie. Überhaupt ist sie gerne mit den Kindern draußen in der Natur. Was sie an ihrem Beruf ebenso mag, ist der tägliche Umgang mit Menschen. Das sei immer spannend. Da lerne man auch viel über sich selbst, verrät sie.

Von Marion Bergsdorf

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Heidi Baum ist eine erfahrene Erzieherin, steht Auszubildenden als Mentorin zur Seite und übernimmt nach ihrem Urlaub die neu erbaute Kita „An der Heidekrautbahn“ in Schildow. Sie freut sich drauf, spricht aber auch von einer Herausforderung.

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