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Die Radler lassen nicht locker

Germendorf Die Radler lassen nicht locker

Es wird das dritte Mal sein, dass die Germendorfer auf die Straße gehen, um den Bau von Radwegen zu fordern. Sie geben nicht auf, die Versprechungen einlösen zu lassen, mit denen sie seit Jahren hingehalten werden. Allen voran ruft die Radlergruppe der Volkssolidarität erneut auf, sich Gehör zu verschaffen.

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Im April vorigen Jahres gab es die zweite Demo in Germendorf mit großer Beteiligung.

Quelle: Archivfoto: Ulrike Gawande

Germendorf. Oranienburg sei auf einem guten Weg, sich zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu entwickeln. Darüber herrscht Konsens zwischen Sylvia Grande, der Geschäftsführerin der Volkssolidarität (VS) Oberhavel, und Siegried Eichholz, der für die Fahrradgruppe der VS in Germendorf spricht. Was in der Kernstadt recht gut klappt, trifft aber für Germendorf nicht zu. Zum einen müsste der innerörtliche Radweg instandgesetzt werden, finden die beiden. Zum anderen versucht die Interessengruppe „Fahrrad fahren“ seit mehreren Jahren, den Bau von Radwegen von und nach Germendorf zu forcieren.

Zum Beispiel der Radweg nach Schwante. Seit vielen Jahren sei er den Germendorfern versprochen worden. Die Strecke bis zum Anschluss in Sommerswalde war schon vermessen worden. Inzwischen sind die Hölzer, die den Verlauf des Radweges markierten, kaum noch zu sehen. Das ist besonders schade, da weder der Tierpark Germendorf noch das Schloss Sommerswalde per Fahrrad gefahrlos zu erreichen sind. Gerade der Tier-und Freizeitpark an der Straße nach Schwante zieht an manchen Wochenenden tausende Besucher an. Jährlich sind es bis zu 500 000 Menschen, die sich dort aufhalten.

Von dem ebenso lange in Aussicht gestellten Radweg nach Leegebruch haben die Germendorfer auch schon ewig nichts mehr gehört. Wahrscheinlich sei er vollkommen aus der Planung gestrichen, befürchten Sylvia Grande und Siegfried Eichholz. Wer sich mit dem Rad auf die Landestraße 172 traut, um zum Beispiel zum Gewerbegebiet Germendorf zu kommen, lebt sehr gefährlich, wissen die beiden. Ansonsten gibt es nach Leegebruch für Radler nur noch einen Weg querfeldein.

Das dritte Problem ist der Radweg nach Hohenbruch. Bis zum Ortsausgang gibt es zwar einen asphaltierten Gehweg, doch den dürfen Radler nicht benutzen. Durch eine Erweiterung dieses Gehweges um eine Radfahrspur wäre schon viel erreicht, meint Siegried Eichholz.

Den beiden geht es um die Sicherheit der Germendorfer und seiner Gäste. Sie denken an die immer älter werdenden Menschen, die mobil bleiben wollen und oft auch auf das Rad und damit auf sichere Radwege angewiesen sind. Und auch für die Schulkinder auf ihrem Weg in die Dorfmitte oder in den Tierpark wäre viel getan.

Um sich zu diesen Problemen Gehör zu verschaffen, rufen die Radgruppe der VS Germendorf und der Kreisverband der VS für den 24. September zu einer Demonstration auf. Es ist weiß Gott nicht die erste Demo, die an der Hauptkreuzung in Germendorf vonstatten geht. Nein, es ist bereits die dritte Veranstaltung. Doch ein anderes Mittel, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, sehen die VS-Mitglieder nicht. Deshalb soll sich am 24. September der Tross um 11 Uhr am Globus-Baumarkt in Richtung Hauptkreuzung in Bewegung setzen. „Dort wollen wir unsere Forderungen kund tun.“

Jeder, der das Anliegen unterstützt, ist aufgerufen, mitzumachen. „Wir wollen aktiv sein und bleiben“, ist der Wunsch der VS-Mitglieder.

Von Andrea Kathert

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