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Die Radweg-Lücke von Stolpe-Dorf

Jette-Sorgentelefon Die Radweg-Lücke von Stolpe-Dorf

Wer zwischen Hennigsdorf und Hohen Neuendorf mit dem Fahrrad unterwegs ist, der stößt in Höhe Stolpe-Dorf auf eine Lücke im Radweg an der Landesstraße 171. Weil der Landesbetrieb Straßenwesen dem Lückenschluss eine Absage erteilt hat, will jetzt die Stadt aktiv werden.

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Die Adolf-Hermann-Straße ist derzeit für alle Verkehrsteilnehmer eine Tort(o)ur. Uwe Kremer (l.) ist dort regelmäßig unterwegs mit seinem langjährigen Radfahrerkumpel Bernd Knauer (68).

Quelle: Enrico Kugler

Stolpe. „Ich fahre sehr häufig hier durch“, sagt Uwe Kremer. Der 70-Jährige aus Berlin-Frohnau ist passionierter, erfahrener Radfahrer und ärgert sich schon seit Jahren über das abrupte Ende des Radweges entlang der Hennigsdorfer Chaussee (L 171) an der Ampel in Stolpe-Dorf (Dorfstraße). „Es ist unmöglich, mit dem Fahrrad auf der engen, unübersichtlichen und gefährlichen Landesstraße weiter zu fahren.“ Vor allem für Kinder wäre dies eine besonders Große Gefahr. Auch ein Ausweichen durch den Hohen Neuendorfer Stadtteil Stolpe biete sich nicht an, sagt der Senior am MAZ-Sorgentelefon: „Es gibt keinen Radweg und speziell die Adolf-Hermann-Straße ist völlig ungeeignet in ihrem jetzigen Zustand.“ Erst im Bereich Hohen Neuendorfer Weg/Adolf-Hermann-Straße sei wieder ein Radweg vorhanden, der sogar in beide Richtungen befahr sei.

Landesbetrieb erteilt der Stadt eine klare Absage

Im April habe der Niederlassungsleiter des Landesbetriebes Straßenwesen der Aussicht eines straßenbegleitenden Radweges entlang der L 171 in Stolpe eine klare Absage erteilt, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Linke) auf MAZ-Nachfrage. Auf dieser Bais plane die Stadt, im Jahr 2016 die Radwegeführung durch den Ort zu verbessern. Ein wesentlicher Abschnitt betrifft die Adolf-Hermann-Straße, deren Ausbau vorgesehen ist. Während einer Anliegerversammlung waren dafür bereits drei Varianten vorgestellt

Der unabhängige Stadtverordnet Norbert Matthes (l) erläutert Uwe Kremer die Pläne für den Ausbau der Adolf-Hermann-Straße

Der unabhängige Stadtverordnet Norbert Matthes (l.) erläutert Uwe Kremer die Pläne für den Ausbau der Adolf-Hermann-Straße.

Quelle: ENRICO KUGLER

worden, erläutert Anwohner, Stadtverordneter und Ex-Ortsbürgermeister Norbert Matthes (unabhängig). Variante eins wäre eine Neupflasterung und das Anlegen eines 1,5 Meter breiten, einseitigen Gehweges. In Variante zwei gäbe es als Zusatz zu Variante eins beidseitig einen je 50 Zentimeter breiten Streifen in Betonsteinpflaster auf der Fahrbahn. Und Variante drei umfasst ausschließlich eine mit Betonsteinen gepflasterte Fahrbahn für sämtliche Verkehrsteilnehmer. Dieser fahrradfreundliche Fahrbahnausbau werde von den meisten Anwohnern, die an den Kosten beteiligt werden, als günstigste Lösung präferiert, sagt der Bürgermeister. In diesem Zusammenhang werde für 2016 nach seinen Worten auch der teilweise Umbau der Gehwege in der Dorfstraße geplant. Holprige Grundstückszufahrten sollen dafür im Gehwegbereich mit Betonsteinen gepflastert werden, mindestens einseitig. „Es ist schwierig, aber wir arbeiten an Lösungen, damit eine sichere Radwegführung möglich ist“, so Klaus-Dieter Hartung. Uwe Kremer wünscht sich die Beschilderung „Radfahrer frei“. Das würde Rechtssicherheit schaffen.

Von Helge Treichel

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