Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Die Reihen bei VW lichten sich
Lokales Oberhavel Die Reihen bei VW lichten sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:47 11.03.2018
Im und vor dem VW-Gebäude des Autohauses Erkner ist zu erkennen, dass die Filiale bald schließt. Nur noch wenige Autos stehen zur Besichtigung bereit. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Es ist nicht mehr zu übersehen, dass im Autohaus Erkner etwas im Busch ist. Geschäftsführer Sven Erkner hatte Mitte Januar bereits angekündigt, dass sich das Familienunternehmen entschlossen hatte, den Standort Oranienburg aufzugeben und Ende März zu schließen. Das Autohaus Erkner hatte in Oranienburg mit Fahrzeugen der Marken VW, Audi und Skoda gehandelt.

Nun werfen die Ereignisse ihre Schatten voraus. Direkt an der Ecke Saarland-/Moselstraße ist die Ausstellungsfläche schon verwaist. Noch Anfang des Jahres standen vor dem Glaspavillion die Audi-Neuwagen dicht an dicht. Kein einziges Auto ist mehr zu sehen.

An der Ecke Saarland-/Moselstraße steht schon kein Audi mehr. Die Markenschilder sind auch schon abgebaut. Quelle: Enrico Kugler

An dem großen, gläsernen Verkaufspavillion wurden bereits im Januar die Audi-Schilder abgebaut. „Am 31. Dezember ist unser Vertrag mit Audi ausgelaufen“, sagt Geschäftsführer Sven Erkner.

Die Wagen werden auf die Filialen verteilt

Im Inneren des Pavillons stehen jetzt hauptsächlich gebrauchte Skoda-Fahrzeuge. Die sind dort zwischengeparkt. Der Vertrag mit Skoda läuft noch bis Ende März. Die Fahrzeuge, die nicht verkauft werden, kommen in die Erkner-Filiale nach Hennigsdorf. Im dortigen Autohaus bleibt alles beim Alten.

Die Ausstellungsfläche direkt an der Saarlandstraße in Oranienburg ist auch schon leer. Übrig geblieben ist ein eingezäuntes Gelände, ausgelegt mit Rindenmulch.

Hier an der Saarlandstraße hatte Erkner auch noch eine große Ausstellungsfläche. Quelle: Enrico Kugler

Im großen VW-Servicegebäude, das sich am anderen Ende des Geländes an der Robert-Koch-Straße befindet, haben sich auch schon die Reihen gelichtet, es sieht ziemlich leer aus. Nur zwei VW stehen noch in der gläsernen Halle.

Die Kunden des Autohauses scheinen trotzdem noch nicht alle zu wissen, dass der Standort bald komplett schließt. Viele erfahren erst von den Schließungsabsichten, wenn sie sich einen neuen Servicetermin holen wollen. „Bis Ende März sind wir noch an die Verträge mit VW gebunden“, sagt Sven Erkner.

Überall sind leere Flächen zu sehen. Quelle: Enrico Kugler

„Einige Wagen haben wir bereits an unsere anderen Standorte geholt.“ Was die Kunden betrifft: „Wir werden in den nächsten Tagen unsere Kunden anschreiben, sie informieren und ihnen einen anderen VW Händler in der Nähe ihres Wohnortes empfehlen.“ Zum Beispiel das Autohaus Zemke im Gewerbepark Nord in Oranienburg, wo einige Mitarbeiter von Erkner eine neue Beschäftigung finden.

Ein Teil der Mitarbeiter ist wieder zurück nach Rüdersdorf gegangen. Als Sven Erkner 2007 das damals insolvente Autohaus übernommen hatte, wurden aus Rüdersdorf Mitarbeiter nach Oranienburg versetzt.

Keine Kündigungen ausgesprochen

„Von uns aus haben wir keine einzige Kündigung ausgesprochen“, sagt Sven Erkner. Alles sei im Einvernehmen geklärt worden. „Niemand von unseren Mitarbeitern fällt in ein Loch, auch nicht die Azubis.“ Der Geschäftsführer weiß natürlich, dass bei solchen Entscheidungen „die Enttäuschung groß ist, auf beiden Seiten.“

So eine Schließung sei immer sehr emotional, gerade, wenn man den Betrieb wieder mit auf die Beine gebracht hat. „Mein Ziel war es, alles ordentlich über die Bühne zu bekommen“, so Erkner. „Man sieht sich schließlich immer zweimal im Leben.“

Reifenwechsel noch bis Ende April

Wer übrigens noch seine Sommerreifen bei Erkner eingelagert hat, kann sich Zeit lassen. „Bis zum 30. April werden wir das Reifengeschäft noch abwickeln, den Verpflichtungen kommen wir nach.“ Obwohl die Serviceverträge mit VW Ende März auslaufen.

Die etwa 18 000 Quadratmeter große Fläche des Autohauskomplexes wird, sofern die Stadt einem B-Plan zustimmt, für neue Wohnbebauungen genutzt werden. Verhandlungen mit einem Investor hat der Geschäftsführer bereits geführt.

Hier hatte das Autohaus Erkner noch Büroräume. Auch dieses Haus wird sicher irgendwann abgerissen. Quelle: Enrico Kugler

„Sofern die Pläne des Investors aufgehen, werden wir die Fläche an ihn verkaufen“, meint Sven Erkner. Da es sich um ein langwieriges B-Planverfahren handelt, ist nicht abzusehen, wann dieser Zeitpunkt sein könnte. „Aber wir haben von überall her mündliche Zustimmung bekommen.“

Von Andrea Kathert

Weil es zuletzt immer wieder Fälle von Vandalismus auf dem Veltener Rathausplatz gegeben hat, sollen nun Streetworker verstärkt ein Auge auf die Teenager haben, die sich hier treffen. Anfang des Jahres hatte die Verwaltung es mit einer Kamera-Attrappe versucht und war damit gescheitert.

11.03.2018

Die Stadt Velten schickt nun ihre Streetworker verstärkt auf den Rathausplatz, um dem Vandalismusproblem auf dem Areal endlich beizukommen. Das ist viel besser als der vorherige Versuch, dort eine Kamera-Attrappe als Abschreckung für Vandalen zu installieren, findet MAZ-Redakteur Marco Paetzel

11.03.2018

In vier bis sechs Wochen kann nun die Transplantation erfolgen. Der vierte Chemoblock entfällt. Der gefundene Spender stammt jedoch nicht aus der Typisierungsaktion in Oberhavel. Die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen.

08.03.2018