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Oberhavel Die Schau der Pilzkenner
Lokales Oberhavel Die Schau der Pilzkenner
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19:15 03.09.2017
Die drei hiesigen Pilzberater Ulrich Beyer, Werner Diekow und Guntram Giese (v. l.). Quelle: Robert Roeske
Briese

Was unterscheidet den echten vom falschen Pfifferling? Was sind die harten Knollen auf der Fläche vor meinem Haus für Pilze? Fragen wie diese hat Pilzberater Werner Diekow am Sonntag beim Herbstfest der Waldschule Briesetal beantwortet. Neben der Bestimmung ging es aber auch um die Eigenschaften und die spezifische Zubereitung.

Mehr als 125 verschiedene Arten hatten er und seine beiden ehrenamtlichen Berater-Kollegen in den beiden Tagen zuvor gesammelt und für ihre Ausstellung fein säuberlich aufgereiht. Diekow selbst war über die eigentlich erstaunliche Anzahl etwas enttäuscht. Angesichts der regnerischen Witterung hatte er mehr erwartet. Und dann liefert er gleich noch die Erklärung, warum die Vielfalt in diesem Jahr etwas geringer ausfällt: Die Bäume, die in Symbiose mit den Pilzen leben, hätten ihre nahrhaften Säfte noch nicht in den Wurzeln gespeichert. Erst wenn das als Wintervorbereitung geschieht, können die Pilze genug abzweigen, um die für uns sichtbaren Fruchtkörper in größerer Zahl zu bilden. Einzige Ausnahme: Im Juni und Juli habe es außergewöhnlich viele Sommer- oder Eichen-Steinpilze gegeben. Und auch die geschützten Rotkappen seien wieder verstärkt aufgetreten, so der Pilzberater.

Die Zwillinge Emma und Johann (3) aus Glienicke beim Geschicklichkeitsangeln mit Papa Markus. Wie immer wurde auch viel für Kinder geboten. Quelle: Robert Roeske

Die Pilze waren nur ein Teil des Angebots auf dem 4400 Quadratmeter großen Waldschulgelände im zum Birkenwerder gehörigen Ortsteil Briese. Ein Vorprogramm hatten zum Beispiel jene 17 Wanderer absolviert, die mit Naturparkranger Andreas Lauter vom S-Bahnhof Borgsdorf aus drei Stunden das Briesetal durchstreift hatten, um sich dann am Imbissangebot zu laben. Den Verkauf übernahmen neben Geschäftsführerin Birgit Witzel auch Vereinsvorsitzende Angelika Granzow-Seidel und Peter Marhofer aus Borgsdorf. Der Erlös fließt in die Umweltbildung.

Waldpädagogin Elisa Sievers mit Hardy Wagner, der in den Ruhestand gegangen ist. Quelle: Robert Roeske

Und bei der hat es einen Personalwechsel gegeben: Hardy Wagner ist in den Ruhestand gegangen. Für ihn nahm im Mai die Oranienburgerin Elisa Sievers ihre Tätigkeit als staatlich geprüfte Waldpädagogin auf. Von Hause aus ist die 31-Jährige studierte Forstwirtin. Sie war bereits für eine Potsdamer Waldschule tätig, wollte sich jedoch das Pendeln ersparen, sagt sie. Der Betrieb werde wie gewohnt weiterlaufen, jedoch werde an einem neuen Angebot gearbeitet. Was, das wollte sie noch nicht verraten. Als Erfolg bezeichnet Elisa Sievers die Waldferienwoche. Elf Teilnehmer waren fünf Tage lang auf Schatzsuche gegangen, hatten Korn zu Mehl und Stockbrot verarbeitet und Pizza im Lehmbackofen gebacken. Ihre Berufswahl begründet die junge Frau mit der „frischen Luft“. „Ich muss draußen sein.“

Wer selbst eine Pilzberatung wünscht, kann sich beim Brandenburgischen Landesverband der Pilzsachverständigen via Internet informieren: www.blp-ev.de.

Von Helge Treichel

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