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Oberhavel Die Schubverbände kommen noch durch
Lokales Oberhavel Die Schubverbände kommen noch durch
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00:28 11.01.2016
Der Oder-Havel-Kanal wie hier bei Pinnow ist noch schiffbar. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Es sind zwar wenige, aber einige Schubverbände schieben sich immer noch über die Oder-Havel-Wasserstraße und den Lehnitzsee. „In den letzten drei Tagen haben wir der Schifffahrt noch ein wenig geholfen“, sagt Hilmar Keilhau, der Oranienburger Außenbezirksleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde. Auf dem Lehnitzsee ist das Eis etwa fünf Zentimeter stark. Die Fahrrinne ist immer noch offen. Weiter nördlich wird das Eis dicker. Der Eisbrecher war deshalb nur oberhalb der Schleuse bis zum Eberswalde Hafen unterwegs. Dort ist das Eis fast doppelt so dick. Aber für die Schubverbände ist in Eberwalde ohnehin Endstation, denn das östlich liegende Schiffshebewerk in Niederfinow macht schon Winterpause.

Die Lehnitzschleuse wird am 18. Januar nachziehen und drei Wochen geschlossen bleiben. Hilmar Keilhau und seine Leute nutzen die Zeit, um an den Umlaufschützen der Schleusentore einige Reparaturen durchzuführen. „Und kleinere Defekte am Torantrieb machen wir gleich mit.“ Die Schleusenkammer muss nicht vollständig geleert werden. Es wird nur ein Notverschluss gesetzt. Dann kommen die Arbeiter schon an die Reparaturstellen ran.

Hilmar Keilhau ist der Außenbezirksleiter des WSA in Oranienburg. Quelle: Andrea Kathert

„Seit dieser Woche haben wir auch den Oranienburger Kanal gesperrt“, sagt Keilhau. Die Pinnower Schleuse ist damit auch geschlossen. Der Kanal war zugefroren.„Die Sportboote fahren jetzt eh nicht“, meint der Bezirksleiter.

Das oberste Gebot der WSA-Leute lautet: Wir machen Schifffahrt möglich. Vorrang hat die Berufsschifffahrt auf dem Oder-Havel-Kanal und dem Veltener Stichkanal. Auf dem Oranienburger Kanal und der Oranienburger Havel hingegen verkehren lediglich Sportboote und Ausflugsschiffe. Ist das Eis allerdings mehr als 30 Zentimeter dick, macht es auch keinen Sinn mehr, den „Eisfuchs“ zum Aufbrechen der Fahrrinne loszuschicken. Dann würden auch Schubverbände Schaden nehmen.

Die „Schorfheide“ ist eines der Arbeitsboote in Oranienburg. Quelle: Andrea Kathert

Langeweile kommt im Winter beim WSA nicht auf. „Bis Ende Februar läuft unsere Holzungszeit“, meint Keilhau. Und bei 70 Kilometern Wasserstraße gibt es jede Menge zu tun. Im Vorfeld finden die Baumschauen statt. „Dafür haben wir extra ausgebildete Kollegen.“ Dann wird entschieden ob gefällt, zurückgeschnitten oder ausgeholzt wird. Meistens arbeiten die Männer vom Wasser aus. Nicht nur die Fahrrinnen müssen immer offen bleiben. Gerade für die Berufsschiffer ist auch eine gute Sicht wichtig, besonders in den Kurvenbereichen und Einmündungen. „Die Schiffe sind immerhin hundert Meter lang“, sagt Keilhau. „Und der Schiffsführer sitzt nun mal bei 80 oder 90 Metern.“

Mit zwei Arbeitsbooten sind Keilhaus Mitarbeiter unterwegs. Im Schlepptau haben sie oft den Bagger, der auf einem Ponton schwimmt. Die Technik ist für den Außenbezirk eigentlich ausreichend. „Es wäre nur schön, wenn die Arbeitsboote auch im Eis fahren könnten“, meint der Bezirksleiter. Aber dafür müssten ganz neue Boote angeschafft werden.

Außerdem gab es in den letzten zwei Jahren gar kein Eis auf den Wasserstraßen. Und in diesem Winter sind die Verhältnisse bisher auch nicht dramatisch. Aber Hilmar Keilhau kann sich auch an drei Winter davor erinnern, wo sämtliche Kanäle zugefroren waren und auch der Eisbrecher nichts mehr ausrichten konnte.

WSA-Außenbezirk Oranienburg

Im Außenbezirk Oranienburg des Wasser-und Schifffahrtsamtes Eberswalde arbeiten 30 Mitarbeiter, 20 davon sind nautisches Personal.

Zur Unterhaltung der 70 Kilometer Wasserläufe stehen zwei Arbeitsschiffe und ein Bagger zur Verfügung.

Der Arbeitsbereich umfasst den Oder-Havel-Kanal vom Niederneuendorfer See bis nach Zerpenschleuse, den Oranienburger, Veltener und Malzer Kanal sowie die Oranienburger Havel.

Von Andrea Kathert

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