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Die Seepromenade wird schick

Straßenbau in Liebenwalde Die Seepromenade wird schick

Alte Betonplatten oder vollkommen unbefestigt – so sieht momentan noch die Seepromenade am Mühlensee aus. Ende August sollen die Anlieger eine neue Asphaltstraße mit einseitigem Gehweg benutzen können. Dazu entstehen 20 Stellplätze für Pkw und eine Regenentwässerung. Doch nicht alle Anwohner sind begeistert von den Plänen.

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Etwa 20 Bäume wurden in der Seepromenade gefällt, unter anderem für den neuen Gehweg.

Quelle: Andrea Kathert

Liebenwalde. Die ersten Anzeichen, dass die Seepromenade ausgebaut wird, sind schon zu sehen. An der Ecke Zehdenicker Straße hat eine Suchschachtung begonnen. „Dort suchen wir den Anschluss für die Regenentwässerung“, erzählt Liebenwaldes Bauamtsleiter Hartmut Bein. Die wurde in weißer Voraussicht beim Bau der Zehdenicker Straße schon berücksichtigt, um das Regenwasser aus der Seepromenade später mal einleiten zu können.

Hier an der Ecke Zehdenicker Straße liegt der Anschluss an die Regenwasserleitung

Hier an der Ecke Zehdenicker Straße liegt der Anschluss an die Regenwasserleitung.

Quelle: Andrea Kathert

Von der Zehdenicker Straße bis zu der befestigten Fläche hinter der Mühlenseeschenke wird die Seepromenade ausgebaut. Bis Ende Februar waren etwa 20 große, alte Bäume gefällt worden. Dort, wo die Wurzeln tief ins Erdreich führen, haben die Männer der Firma Straßen- und Tiefbau GmbH aus Templin den Boden aufgegraben. Sie wollen sicher sein, dass die Wurzeln nicht die Medienleitungen beschädigt haben. „Mit den Stromkabeln könnte es sonst Probleme geben“, meint der Bauamtsleiter.

Im unterirdischen Verfahren wird der Trink- und Abwasserzweckverband in der nächsten Woche eine neue Trinkwasserleitung verlegen. Aus der Stichstraße zum Friedhof und von dort weiter wird das Regenwasser der Seepromenade über einen geschlossenen Kanal in die Zehdenicker Straße entwässert. Das Regenwasser vom Stich bis zur Mühlenschenke soll in der anderen Richtung in einem Graben gesammelt, gereinigt und in den See geleitet werden. Ab Ende März beginnt dann der Straßenausbau. Die Straße bekommt eine Asphaltdecke in verschiedenen Breiten und einen einseitigen Gehweg. Bei einer Straßenbreite von fünf Metern kann auch auf der Fahrbahn geparkt werden, ohne den Durchgangsverkehr zu stören. Zwischen dem Weg zum Friedhof und der Ecke Seestraße entstehen auf der Uferseite 20 Pkw-Stellplätze, darunter zwei für Behinderte.

Bis zur letzten Zufahrt wird auch der Stich mit ausgebaut

Bis zur letzten Zufahrt wird auch der Stich mit ausgebaut.

Quelle: Andrea Kathert

Der Stich selbst wird bis zur letzten Auffahrt in 3,5 Meter Breite ausgebaut. Die restlichen Meter bis zum Park wird ein Fußweg angelegt. Im Straßenverlauf sind zwei aufgepflasterte Verkehrsberuhigungen vorgesehen. „Gebaut wird unter Vollsperrung. In der Regel kommt jeder auf sein Grundstück“, sagt Bein. Die Seepromenade ist eine reine Anlieger Straße, in der 30 Km/h gelten.

In diesem Monat werden die Anlieger per Postwurf noch darüber informiert, dass ein Gutachter die Häuser in Augenschein nehmen wird, um Schäden, die eventuell durch den Bau entstehen, später bestimmen zu können.

Die Einmündungen, wie hier zur Seestraße, werden gepflastert

Die Einmündungen, wie hier zur Seestraße, werden gepflastert.

Quelle: Andrea Kathert

Nicht alle Anlieger sind begeistern über die Ausbaupläne. Paul Lehmann zum Beispiel hat sich in mehreren Briefen an die Stadt gewandt. Unter anderem kritisiert er, dass 20 Stellplätze zu viel seien. Die Hälfte würde seiner Ansicht nach auch reichen. Auch den 1,50 Meter breiten Gehweg findet er zu großzügig. 1,20 Meter wären ausreichend. Doch die Stadtverordneten fühlten sich nicht genötigt, die Pläne zu ändern. In ihrer jüngsten Sitzung vergaben sie die Bauleistungen an die Firma aus Templin. Jeden Montag findet ein Baurapport statt. Dort können die Anlieger ihre Fragen loswerden.

Ende März geht es los

Die Seepromenade wird ab 29. März auf einer Länge von rund 415 Metern ausgebaut. Auch der Stich zum Friedhof und zum Stadtpark (rund 160 Meter) wird mit hergerichtet. Der Straßenausbau soll Ende August abgeschlossen sein.

Die Bausumme liegt etwa bei 600 000 Euro. Hinzu kommen Bau­nebenkosten. Die Anlieger zahlen für die Fahrbahn 60 Prozent der Kosten, für die Zufahrten und die Parkflächen 50 Prozent. Eine Straßenbeleuchtung ist bereits vorhanden.

Auf der Uferseite entstehen 20 Pkw-Stellplätze, davon zwei für Behinderte. Auch dafür zahlen die Anlieger die Hälfte der Kosten.

 

Von Andrea Kathert

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