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Oberhavel Die Stadt im Miniatur-Format
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00:18 23.02.2017
„Einsatz“ auf dem Havelplatz. Unter dem Areal verbirgt sich auch die nachgebaute Tiefgarage. Stadtbrandmeister Frank Dobratz (l.) und Stellvertreter Bernhard Witt lassen werdende Führungskräfte an der Platte trainieren. Quelle: Fotos: Paetzel
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Hennigsdorf

Es ist Ende August, auf dem Havelplatz flanieren die Besucher der Festmeile. Plötzlich fängt in der Tiefgarage unter dem Platz ein Kleinwagen Feuer, die Brandschutzschotten schließen sich. Ein Szenario, das sich glücklicherweise in dieser Form noch nicht ereignet hat. Doch die Hennigsdorfer Wehr muss auch auf diesen Fall vorbereitet sein. Wo parken die Einsatzwagen auf dem vollen Havelplatz? Wie geht man mit den Menschenmassen um? Und wie gelangt man am schnellsten und sichersten zum Brandherd? Solche Fragen stellen sich künftige Führungskräfte der Wehr am Planspiel, einem Miniatur-Modell vom Havelplatz, dem Gewerbegebiet um die Veltener Straße und der Autobahnabfahrt. Der Maßstab beträgt 1:87 (H0).

Gebaut wurden die zusammenschiebbaren Platten um das Jahr 2000 herum anderthalb Jahre lang als ABM-Maßnahme für junge Erwachsene im JFFZ Konradsberg. „In diesem Jahr werden wieder vier Kameraden hier üben, die zu Gruppenführern ausgebildet werden sollen“, so Hennigsdorfs Stadtbrandmeister Frank Dobratz. Auch angehende Zugführer und Verbandsführer trainieren am Planspiel. Lagefeststellung, Planung und Befehlsgebung, das sind die drei großen Elemente beim Einsatz. Ein Fehler dabei kann Leben kosten.

Der Hennigsdorfer Feuerwehrmann Paul John hat auch schon am Planspiel trainiert. „Wir haben dort sämtliche Szenarien durchgespielt vom kleinen Gebäudebrand, über Verkehrsunfälle bis hin zum Großbrand“, so John. Er befand sich 2013 im Vorbereitungsjahr zum Gruppenführer, das Spielen an der Platte ist wichtiger Bestandteil an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt. „Die Vorbereitung ist sehr wichtig und man bekommt dabei schon das Gefühl wie viele Dinge an der echten Einsatzstelle laufen müssen“ Er habe durch das Planspiel-Training einen Vorteil gehabt. „Das freie Sprechen vor der Gruppe fiel mir leichter und ich wusste, wie wichtig die korrekte Fahrzeugaufstellung an einer Einsatzstelle ist“, erklärt Paul John. Außerdem habe er schon einen viel besseren Blick für eine umfangreiche Lageerkundung an der Einsatzstelle gehabt.

Die Hennigsdorfer waren die erste Wehr im Kreis, die sich ein solches Planspiel angeschafft hat. Vor mehr als zehn Jahren baute dann der Veltener Feuerwehrmann Enrico Neumann seine Variante für die Ofenstadt, 2011 zog die Oranienburger Wehr nach. Sie nutzen ein Modell des Kreuzungsbereiches Bernauer Straße/Lehnitzstraße/Sachsenhausener Straße, ebenfalls im Maßstab 1:87. Der kleine Maßstab, den man von Modellbahnen kennt, verleitet zum Tricksen. Es komme vor, dass sich die künftigen Führungskräfte beim Spiel über die Platte beugen. „Das ist aber nicht erlaubt, schließlich kann man beim echten Einsatz auch nicht einfach hinter ein Haus schauen“, erklärt Bernhard Witt, Hennigsdorfs stellvertretender Stadtbrandmeister.

Demnächst könnten häufiger angehende Führungskräfte am Planspiel trainieren, die Wehr ist gewachsen. 63 Brandbekämpfer gibt es, etwa zehn sind dazugekommen. Im Juni 2015 hatte die Wehr eine Werbeoffensive gestartet, an Bushaltestellen im Stadtgebiet hingen professionelle Plakate, die Mitglieder der Wehr beim Löschen und Retten zeigen, Rauch und verrußte Gesichter inklusive. Auch auf Facebook warb die Wehr. An der Fortsetzung der erfolgreichen Kampagne wird derzeit im Rathaus gearbeitet. Das Grundkonzept bleibe auf jeden Fall erhalten. „Wir werden die Geschichte weitererzählen und weiter die Kameraden einsetzen“, erklärt Hennigsdorfs Marketingbeauftragter Christoph Schneider.

Von Marco Paetzel

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