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Oberhavel Die Stadt muss ihr Grün bewahren
Lokales Oberhavel Die Stadt muss ihr Grün bewahren
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00:19 18.08.2017
Bei einer Pflanzaktion setzten Mitglieder der Bürgerinitiative „Ortsumgehung Nieder Neuendorf“ (BON) kürzlich eine Blutbuche in Nieder Neuendorf ein. Die Bürger wünschen sich eine grüne Stadt. Quelle: Privat
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Hennigsdorf

Nach vier Wochen geht unsere MAZ-Serie „zu Hause in Hennigsdorf“ zu Ende. Im Vorfeld wollten wir von Ihnen, liebe Leser, mit einem Fragebogen ­wissen, was Ihnen an Hennigsdorf besonders am Herzen liegt. Knapp 40 Bürger haben sich beteiligt.

So wie Gisela Damm, die die Hennigsdorfer Volkssolidaritäts-Ortsgruppe leitet. „Wichtig sind mir fachkundige seniorenpolitische Maßnahmen wie Nahverkehr, medizinische Betreuung, Einkaufsmöglichkeiten und Teilhabe am politischen Geschehen“, schreibt sie. Ein anderer Senior indes fordert niedrigere Bordsteinkanten für Rollatoren und Rollstuhlfahrer. „Der Übergang sollte weich, also gleich eben sein.“

Viele andere Bürger schätzen indes an ihrer Stadt die Naturnähe, Hennigdorfs Grün müsse auch in Zukunft erhalten bleiben, das ist ein Tenor der Umfrage. „Warum wird jeder freie Fleck mit Häusern zugebaut? In Nieder Neuendorf gab es den schönen freien Blick auf den See – es ist jetzt eine Katastrophe!“, schimpft der Leser in Anspielung auf die neugebauten Häuser am Ufer. „Nieder Neuendorf ist unsere Heimat, deren Gesicht durch die übermäßige Bebauung verloren geht“, schreibt ein anderer. Für den Ortsteil schwebt einem weiteren Leser ein Ärztehaus und eine Apotheke vor, die Einkaufsmöglichkeiten in Nieder Neuendorf seien schlecht. Eine weitere Leserin wünscht sich, dass es einen regelmäßigen Rettungsdienst an der gut besuchten Naturbadestelle in Nieder Neuendorf gibt, gerade wegen der vielen Kinder.

Wieder andere wünschen sich für das gesamte Stadtgebiet bezahlbaren Wohnraum – immerhin herrscht in der Stadt nahezu Vollvermietung – sowie ein Kino. Das neue Schwimmbad erwähnt in der Umfrage nur ein Leser. Er wolle ein normales Bad, Luxus müsse es nicht sein.

Mehr Wert legen die Bürger auf Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt, Hundehalter sollten Pfiffis Haufen mitnehmen. Es brauche auch gepflegte Grünanlagen und mehr Parkbänke. Ein anderer Bürger wünscht sich bessere Einkaufsmöglichkeiten im Zentrum, unter anderem einen Multimediafachhandel. Wichtig seien ihm auch die Zukunft von Bombardier am Standort Hennigsdorf – derzeit ist die gesamte Produktion von Kürzungsmaßnahmen betroffen – und die Aufstockung von Kitapersonal.

Es gibt aber durchaus auch Leser, die mit ihrer Stadt bereits jetzt zufrieden sind. Gertraud Kaufmann schreibt, sie sei hier geboren und würde ihre Heimat nie verlassen. Sie fühle sich sehr wohl und genieße die Natur in der Umgebung. „Hennigsdorf ist eine sehr saubere Stadt, fahrradfreundlich und Magnet für viele neue Einwohner.“

Von Marco Paetzel

Für Nieder Neuendorfs Pfarrerin Barbara Eger war es ein Schock: Spezialisten haben festgestellt, dass die Wände des Hauses zu 80 bis 100 Prozent nass sind. Eger musste schon ihr Arbeitszimmer räumen und arbeitet nun erstmal notdürftig von der Küche aus. „Wir leben hier im Chaos“, sagt sie.

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Arndt Farack hält seit 2005 seine Predigten in der Kirche von Germendorf. Er ist sehr gern Pfarrer in dem Dörfchen, an dem er das Miteinander der Menschen so schätzt. In Germendorf sei man nah beieinander, sagt er.

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