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Die Stadt von oben

Hennigsdorf Die Stadt von oben

Einen kleinen Dokumentarfilm über Hennigsdorf hat der Marwitzer Hobby-Filmer Ingo Pahl gedreht und vor ein paar Tagen ins Internet gestellt. Schon rund 1400 Menschen haben die 27-minütige Doku auf Youtube angeklickt. Rund 1000 Euro hat Pahl in den Film investiert, verdienen will er aber nichts.

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Unter anderem kommen die drei Hochhäuser der HWB im Dokumentarfilm vor. 37,50 Meter misst der höchste der drei HWB-Elfgeschosser in Hennigsdorf inklusive Antennen (ganz links)

Quelle: Ingo Pahl

Hennigsdorf. Die Kamera fliegt über Havelplatz, Postplatz, Hochhäuser. Auch das Stahlwerk, Bombardier oder den Stadtteil Hennigsdorf-Nord streift die Linse. „Wir sind am Flugplatz Bienenfarm bei Nauen gestartet, ich habe die Aufnahmen vom Rücksitz einer kleinen Maschine aus gemacht“, sagt Hobby-Filmer Ingo Pahl. Entstanden ist eine 27 Minuten lange Dokumentation über die Stadt, der Titel lautet wenig schmissig „Hennigsdorf aus verschiedenen Perspektiven“. Rund als 1400 Menschen haben den Film auf der Internetplattform „Youtube“ in den vergangenen Tagen schon gesehen. Zudem haben schon mehr als 100 Menschen eine DVD mit dem Film bei Pahl bestellt – zum Selbstkostenpreis von drei Euro. „Es gibt schon viele Rückmeldungen von Hennigsdorfern, die den Film toll finden“, sagt der 68-Jährige.

Eigentlich wollte der Marwitzer Ingo Pahl nur das Feuerwerk der Hennigsdorfer Festmeile von oben filmen. Doch er disponierte um und wollte nun eine kleine Dokumentation über die ganze Stadt machen. „Über die sieben Ortsteile von Oberkrämer habe ich das schon gemacht, das kann man auch bei Youtube sehen“, so Pahl. Hennigsdorf sei für ihn eine neue Herausforderung gewesen, weil es eben als Stadt noch eine Nummer größer sei. Seit Ende August hat er an dem neuen Film gearbeitet, manchmal bis tief in die Nacht. Aufwendig waren für ihn vor allem die Recherchen zu markanten Gebäuden, die im Video auftauchen: Die großen Betriebe Bombardier und das Stahlwerk oder die Schulen und Kitas. Für erstere gab es keine Drehgenehmigung. „Und wenn man in den Schulen angerufen hat, wollten sie aus Datenschutzgründen nicht einmal die Schülerzahlen nennen“, so Pahl.

Auch die Stadtverwaltung war für den Hobby-Filmer keine große Hilfe. Also musste er vor allem im Internet auf Recherche gehen, um seine Doku mit informativen Texten zu vertonen. Auch kleine Interviews brachten Pahl weiter. Eine witzige Szene gibt es im Hennigsdorfer Stadtbad, wo ein Junge für Ingo Pahl die Wasserutsche heruntersaust, dabei hat er eine Mini-Kamera vom Typ „GoPro“. Auch eine historische Aufnahme gibt es in der Dokumentation, sie zeigt den Abriss des alten Walzwerks anno 1997. Diese Aufnahmen hat Pahl vom ehemaligen Stahlwerker Heinz Tilgner. Ingesamt hat Ingo Pahl rund 1000 Euro in den Film investiert, mit dabei sind die Kosten für das Flugzeug und die Lizenzen für die Hintergrundmusik.

Verdienen will er mit dem Film aber nichts. „Ich mache das, weil es mir Spaß macht“, sagt Ingo Pahl. Demnächst könnte er sich vorstellen, mit der Kamera auch über die Nachbarstadt Velten zu fliegen.

Von Marco Paetzel

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