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Oberhavel Die Strickfrauen
Lokales Oberhavel Die Strickfrauen
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00:30 18.03.2018
Alle zwei Wochen mittwochs trifft sich die Runde der Oranienburger Strickfrauen beim Märkischen Sozialverein in der Liebigstraße. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Es gibt eine Tasse Kaffee und schon wird es lustig-laut in der Runde: Eine Mischung aus Nadelklappern und Gesprächen – man merkt, die Oranienburger Strickfrauen freuen sich auf den Treff aller zwei Wochen mittwochs von 10 bis 12 Uhr in der Liebigstraße 4.

Hier sitzen sie dann zusammen, erzählen und stricken für den guten Zweck: die Familien, die das Netzwerk „Gesunde Kinder“ Oberhavel in Patenschaft hat. Dutzende Mini-Söckchen, weiche Pullover, Kleidchen, Decken und Mützen übergeben sie meist zweimal im Jahr, damit die Familien mit Neugeborenen sich im Krankenhaus oder bei späteren Veranstaltungen etwas aussuchen können. Bei der letzten Übergabe im Februar waren es mehr als 200 Bekleidungsstücke für Babys.

Entstanden ist die Runde als „Gesprächs- und Strickkreis“ vor mittlerweile neun Jahren. Damals als Gruppe von Angehörigen mit Demenzkranken. Hier konnte man sich austauschen, wie es dem kranken Partner zu Hause geht, wie man mit dessen Betreuung klarkommt, zugleich bei ebenso Betroffenen Verständnis finden oder auch Kraft tanken, wenn sie nicht mehr reichte. Das schweißt zusammen.

Gisela Reidemeister, die frühere Handarbeitslehrerin aus Oranienburg, die im April 90 wird, und Gisela Bartel, die von Schmachtenhagen nach Berlin gezogen ist, aber trotzdem zum Stricken kommt, gehören zu den Mitbegründern der Strickfrauen.

Die Zehlendorferin Inge Kropp ist seit drei Jahren dabei: „Die Stunden darf man nicht zählen, die man braucht für ein Teil, aber es macht Spaß“, sagt sie.

Hilde Renner aus Oranienburg hat früher für die Jahresringe gestrickt, heute ist sie hier in der Strickrunde. Sigrun Nowak aus Borgsdorf hatte in der Zeitung über die Strickerinnen gelesen: „Ich habe immer mehrere Baustellen beim Stricken“, erklärt sie. Im Wechsel arbeitet sie an Socken oder Pullovern für sich und Babysachen. „Stricken macht süchtig.“ Bärbel Michelfelder aus Lehnitz ist „mit Handarbeiten groß geworden und konnte noch nie die Hände stillhalten“. Juliane Haupt aus Leegebruch hat ebenso zur Gruppe gefunden wie Monika Jansen aus Oranienburg und Heide Kalas aus Bergfelde.

Einige betreuen kranke Familienangehörige daheim, freuen sich, mal raus zu kommen: „Hier kann jeder mal von seinem Schicksal erzählen und findet Verständnis und man ist nicht allein“, ist Gisela Reidemeister ganz wichtig.

Elke Lauktien von der Sekis betreut die Gruppe seit drei Jahren als Ansprechpartnerin beim Märkischen Sozialverein. Es ist eine offene Gruppe, jeder kann dazukommen. Wer nicht stricken möchte, aber Beratung braucht, findet sie unter 03301/6 89 69 60 oder alzheimerbetreuung@msvev.de.

Aus einer Angehörigengruppe von Menschen mit Demenz entstand der Gesprächs- und Strickkreis.

Inzwischen geht der Strickkreis über diese Zielgruppe hinaus, die Frauen stricken für den guten Zweck.

Treff ist aller 14 Tage mittwochs in der Liebigstraße 4. Wieder am 28. März von 10 bis 12 Uhr.

Es gibt die Gruppe seit 2009.

Alle Arbeiten kommen dem Netzwerk „Gesunde Kinder“ Oberhavel zugute. Sie werden bei Veranstaltungen, wie Weihnachtsfeiern und Sommerfesten oder in der Geburtstation übergeben.

Von Heike Bergt

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