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Oberhavel Die Tage nach dem Schock
Lokales Oberhavel Die Tage nach dem Schock
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19:20 01.11.2016
Zerstört wurde eine Wohnung in Velten. Quelle: Foto: Paetzel
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Velten/Zehdenick

Die Wehren hatten am Wochenende viel zu tun. Gleich zwei größere Hausbrände gab es im Landkreis. Im Zehdenicker Ortsteil Wesendorf brannte am Sonntag ein Wohnhaus, in der Veltener Bergstraße zerstörten die Flammen eine Wohnung im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses.

Ein Nachbar hatte am Sonnabend kurz nach 18 Uhr schwarzen Rauch aus dem Wohnzimmerfenster steigen sehen. Die ARD-Sportschau hatte da zwar schon angefangen, aber die dritte Liga interessiert den Mann nicht. Also ging er nochmal durch den Garten. „Wäre ich nicht gucken gegangen, wäre das alles wohl schlimmer ausgegangen.“ Zwölf Feuerwehrleute der Wehren aus Velten und Hennigsdorf rückten in fünf Autos an, die Wohnung konnten sie aber nicht retten. Alle Möbel sind verbrannt, Kleidung und Einrichtungsgegenstände unbrauchbar. Der Mieter der Wohnung hatte noch versucht, das Feuer mit einem Eimer Wasser selbst zu löschen.

Nach Version der Polizei soll sich der Akku eines Modellautos beim Aufladen im Wohnzimmer entzündet haben. „Die Ermittlungen des Kriminalkommissariates dazu dauern noch an“, erklärte Polizeisprecher Toralf Reinhardt. Ein Veltener Feuerwehrmann hingegen berichtete nach dem Einsatz, ein Handy sei beim Laden in Flammen aufgegangen. „Die Aussage des Mieters zu dem Modellauto muss noch überprüft werden“, erklärte Reinhardt dazu. Es werde auch untersucht, ob es sich bei dem Fall um fahrlässige Brandstiftung handeln könnte. Verletzt wurde der Mieter bei dem Brand aber nicht. Eine Untersuchung vor Ort, ob er sich eine Rauchgasvergiftung eingefangen hatte, lehnte der Mann ab.

Auch die Suche nach der Ursache des verheerenden Feuers in Wesendorf geht weiter. Kriminaltechniker untersuchten am Dienstag erneut den Brandort, nachdem sich die Fachleute am Montag nicht auf eine Ursache festlegen konnten und eine zweite Meinung einholen wollten. Das Feuer war am Giebel des Dachstuhls ausgebrochen.

Nicht nur Ortsvorsteher Reinhard Lenz hofft, dass das Ergebnis der Überprüfung nicht Brandstiftung heißt. „Es ist so schon schlimm genug für die Betroffenen.“ Das halbe Dorf musste am Abend vor Halloween mit ansehen, wie im Dorfzentrum die Rauchwolken aufstiegen. Am Gemeindezentrum wurde gerade gefeiert, als die Sirenen losgingen. Die Kinder hätten den Rauch als Erste bemerkt, erinnert sich Lenz. Die Feuerwehr, die bis zu diesem Zeitpunkt das Feuer auf dem Dorfplatz in Schach hielt, musste kurze Zeit später zum Ernstfall ausrücken. Die Löscharbeiten dauerten bis nach Mitternacht.

Zwei Tage später reicht ein Blick in den verkohlten Dachstuhl aus, um zu erahnen, wie das Feuer dort gewütet hat. Zum Glück, sagt Lenz, konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus der Familie, aber auch auf die Scheunen und Häuser der Nachbarn verhindert werden. Diese Angst schwinge in solchen Momenten mit. Es sei lange her, dass es in Wesendorf einen Brand dieses Ausmaßes gegeben habe. Der Ortsvorsteher wollte sich am Dienstag auch persönlich bei der Familie erkundigen und Unterstützung anbieten. Erste Hilfsangebote zur Unterbringung habe es bereits gegeben, wie die MAZ erfuhr. Die Familie konnte aber zum Glück in ihrem Zuhause bleiben.

Von Cindy Lüderitz

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