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Oberhavel Die Taufe als Bekenntnis zu Gott
Lokales Oberhavel Die Taufe als Bekenntnis zu Gott
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18:24 13.04.2017
Der Hennigsdorfer Philipp Döderlein vor dem Glockenturm der Kirche „Zu den heiligen Schutzengeln“. Quelle: Enrico Kugler
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Oberhavel

Philipp Döderlein ist aufgeregt, denn in der Osternacht steht dem Hennigsdorfer ein Ereignis bevor. Er wird am Sonnabend während des Nachtgottesdienstes ab 21.30 Uhr in der katholischen Kirchengemeinde „Zu den heiligen Schutzengeln“ in Hennigsdorf getauft. Der 21-Jährige wird sich über das Taufbecken beugen und sich dreimal von Pfarrer Johannes Schaan Weihwasser über die Stirn träufeln lassen. Ein Jahr lang hat sich der junge Mann auf die Taufe vorbereitet. Er bekundet damit, dass er den katholischen Glauben angenommen hat.

Nach dem Tod seines Vaters fragte sich Philipp, was eigentlich nach dem Tod komme. Er begleitete seine Freundin regelmäßig zur Kirche und machte „Erfahrungen mit Gott“. Er spürte, berichtet er, „dass jemand da ist für mich“. Jeden zweiten Freitag besuchte er dann einen Glaubenskurs und beschäftigte sich mit den Begriffen Glauben, Bibel und Sakrament. Seine Mutter freue sich über seine Hinwendung zum Glauben, sagt Philipp. Er sei stolz, dass sie ihn zur Taufe begleite, ebenso wie seine Freundin und deren Familie.

Das Taufbecken in Karwesee. Quelle: Peter Geisler

In der katholischen Kirche hat die Taufe in der Osternacht Tradition. „Das ist ein privilegiertes Datum“, sagt der Hennigsdorfer Pfarrer Johannes Schaan, „denn da kommt die Taufe eigentlich her“.

In Deutschland werden jährlich rund 165 000 Menschen durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen. Rund 3000 von ihnen sind über 14 Jahre alt und gelten als Erwachsenentaufe. Circa 6500 Täuflinge sind zwischen sieben und 14 Jahre alt. Im Erzbistum Berlin, ganz Oberhavel gehört dazu, das Bistum ist jedoch wesentlich größer, sind in diesem Jahr 162 Erwachsene zur Taufe und Konversion zugelassen, im Vorjahr waren es 118. „Wir freuen uns, dass die Zahl der erwachsenen Täuflinge steigt“, sagt Pfarrer Johannes Schaan.

Auch in der evangelischen Kirche gibt es Ostern Taufen. Zum Beispiel in Gransee am Ostermontag. Im Gottesdienst um 10.15 Uhr wird ein Iraner getauft, der vom Islam zum Christentum konvertiert ist. Weil in seinem Heimatland das Christentum unterdrückt werde, könne er hier seinen Glauben frei leben, erklärt Pfarrer Matthias Wolf von der Kirchengemeinde in Menz. In der Kirche in Velten wird am Ostersonntag im Festgottesdienst ab 10.30 Uhr ein achtjähriges Mädchen getauft, in der Bethlehemkapelle in Oranienburg-Süd tauft Pfarrer Friedemann Humburg ein Kind um 9 Uhr am Ostersonntag. Als Tradition in Oranienburg bezeichnet Humburg die morgendliche Andacht um 7 Uhr auf dem städtischen Friedhof am Ostersonntag. „Am Ort des Todes die Auferstehung zu feiern, das passt doch“, sagt Humburg.

Von Marion Bergsdorf

Das Hennigsdorfer Hafenfest, das am 26. August als Ersatz für das Stadtfest steigen soll, wird nun doch bis 24 Uhr gehen. Ursprünglich sollte das Fest nur bis 18 Uhr dauern. Nun soll es ein abendliches Bühnenprogramm mit Bands geben, die bis Mitternacht für die Besucher spielen.

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