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Die Vehlefanzer Mühle wird 200

Fest bei der „Schön Kathrein“ Die Vehlefanzer Mühle wird 200

Wann genau sich erstmals die Flügel der 9,50 Meter hohen Mühle im Wind drehten, ist nirgends notiert, aber nachweislich steht sie seit 1815 auf dem Hügel zwischen Vehlefanz und Schwante. Jetzt, nach 200 Jahren, wird gefeiert. Außerdem soll die „Namenlose“ getauft werden.

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Regionalmanagerin Kerstin Rosen (l.) und Ortsvorsteherin Erika Kaatsch.

Quelle: Helga Müller-Schwartz

Vehlefanz. Die Vehlefanzer Bockwindmühle feiert 200. Geburtstag am Sonnabend, 19. September, mit einem Mühlen- und Dorffest.

Wann genau sich erstmals die Flügel der 9,50 Meter hohen Maschine im Wind drehten, ist nirgends notiert, aber nachweislich steht die Mühle seit 1815 auf dem Hügel zwischen Vehlefanz und Schwante. Jetzt, nach 200 Jahren, soll die „Namenlose“ getauft werden. Das beschloss der Ortsbeirat auf Empfehlung des Dorfchronisten Helmut Schönberg. „Schön Kathrein“ soll sie benannt sein. Die Taufe wird um die Mittagszeit stattfinden, verrät Windmüllerin Kerstin Rosen, zweifelt aber, „ob ich unsere Mühle mit Sekt beschmeißen will“. In jedem Fall aber wird sie ein großes Schild mit der namensgebenden Sage gut sichtbar an der Mühle enthüllen.

Das Fest beginnt für die Allgemeinheit um 11 Uhr. Doch bereits um 10 Uhr veranstaltet Ortsvorsteherin Erika Kaatsch einen Frühschoppen mit dem Posaunenchor Kremmen als Dankeschön für Bürger, die sich über Jahre hinweg für die Mühle stark gemacht haben. Gleichzeitig begrüßt sie eine Delegation polnischer Freunde aus der Partnergemeinde Kotun.

Rund um die Mühle gibt es viele Aktivitäten für Kinder. Sie können auf Esel reiten, Mehl malen und das Mahlgut aussieben. Auch Schminken, im Stroh toben und Mühlengeister basteln. Altes Handwerk, alte Lebensweisen werden an Ständen zu sehen sein. Eine Modenschau-Zeitreise zeigt Kleidung von vor 200 Jahren und heute.

Der Heimatverein mischt mit großem Aufgebot mit. Auf dem Mühlenhügel demonstrieren „Waschfrauen“ die Jahre vor den Waschmaschinen. Zwei Mitglieder buttern. Die Fotogruppe „Blende 7“ knipst Erinnerungsfotos für die Bastelbogen der beliebten Fotowürfel, ganz nach Wunsch mit einem Portrait oder vielen persönlichen Bilder der Besucher.

Parallel zum Fest geht die Sportgemeinschaft Vehlefanz mit wanderlustigen Besuchern auf die Walz durch das Dorf und an den Mühlensee. Als Teilnahmebestätigung erhält jeder Wanderer eine kleine Tonplakette mit dem Mühlenabbild. Die „Vehlefanzer Amseln“ und der Shanty-Chor aus Kremmen singen. Am Abend legt ein DJ zum Tanz an der Mühle auf.

Die Mühle kann von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Zu jeder vollen Stunde macht Müllerkollege Joachim Bürger von der Britzer Mühle eine halbstündige Führung. Danach steht die Mühle eine halbe Stunde all denen offen, die lieber nur schauen und weniger zuhören wollen. Fragen werden immer beantwortet.

Von Helga Müller-Schwartz

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