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Die Wiederbelebung der alten Poliklinik

Kommunale Bauvorhaben Die Wiederbelebung der alten Poliklinik

Die Stadt Liebenwalde hat sich in den letzten Jahren an viele große Bauvorhaben gewagt. In anderen Kommunen übernahmen das fremde Investoren. In Liebenwalde packte es die Stadt selbst an und investierte Millionen von Euro. Jetzt läuft gerade ein weiteres großes Projekt.

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Martina Schnur (l.) und Allgemeinärztin Ursula Heinz schauen sich den Baufortschritt hinter dem Haus an

Quelle: Foto: Andrea Kathert

Liebenwalde. Für die Liebenwalder gab es nie einen anderen Begriff. Das langgestreckte Haus mit dem prägnanten Mitteleingang an der Zehdenicker Straße war schon immer die alte Poliklinik. Und spätestens am Ende des Jahres verdient das Haus diesen Namen wieder zu Recht. Drei Ärzte werden künftig in der rechten Hausseite ihre Praxen führen. In der linken Seite zieht eine Tagespflege ein.

1953 war die damalige Poliklinik gebaut worden, wie zu DDR-Zeiten üblich in unmittelbarer Nachbarschaft des Krankenhauses. Im ehemaligen Krankenhaus nebenan fühlen sich inzwischen viele Mieter in ihren Wohnungen recht wohl. In der Poliklinik hingegen herrschten öfter unruhige Zeiten, da gaben sich Nutzer öfter mal die Klinke in die Hand. Obwohl sich nach der Wende einige Ärzte tapfer hielten. Zum Beispiel die Allgemeinmedizinerin Ursula Heinz. „Ich bin schon 73 Jahre und praktiziere immer noch“, lacht die Ärztin. Sie sei wohl die älteste Landärztin weit und breit. Mit im Haus sitzt auch Physiotherapeutin Dorothea Ullrich. Und auch Gynäkologe Jörg Schache hält Sprechstunden in der Poliklinik ab.

Zwischendurch war das Haus auch Domizil für den Revierpolizisten, für Rettungssanitäter, einen Lohnsteuerhilfeverein und für die Bauleitung zum Ausbau der Zehdenicker Straße.

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Die obere Etage und die rechte Hälfte im Erdgeschoss sind schon fertig. In der linken Hälfte der alten Liebenwalder Poliklinik wird noch mächtig umgebaut.

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Schon 2010/11 fing der Umbau der Poliklinik an. Damals flossen Mittel aus dem Konjunkturpaket für kommunale Bauten. „Da fiel unser Entschluss, wir fassen das Dach an“, erzählt Martina Schnur, die stellvertretende Bürgermeisterin. Dann war zwar das Dach dicht, aber das Haus stand leer. „Aber dann kam der Verein Christiani und suchte nach Büroräumen“, sagt Martina Schnur. Zum Glück. Seit 2013 hat der Verein seien Verwaltung in der alten Poliklinik. Christiani nutzt inzwischen die gesamte obere Etage. Nun war die Stadt wieder auf der Suche nach einer Nutzung, die der Kommune zugute kommt. Und sie ist gefunden. „Frau Polez hatte die Idee, sie sieht Potenzial für eine Tagespflege“, verkündet Martina Schnur. Die gelernte Altenpflegerin möchte die Räume mieten, im Moment werden sie nach ihren Vorstellungen saniert und umgebaut. Zwölf Tagespflegeplätze sollen in der linken Haushälfte entstehen. Hinter dem Gebäude wird gerade an einer Terrasse gebaut, vor der die alten großen Bäume stehen. Der weitläufige Garten wird ebenfalls wieder in Ordnung gebracht. Auch den sollen die Senioren nutzen können. Die Ärzte in der rechten Haushälfte empfangen schon ihre Patienten. Für die Tagespflege muss noch viel umgebaut werden.

Auch die Außenanlagen an der Zehdenicker Straße werden wieder hübsch hergerichtet. Die alte Poliklinik dürfte bald ein Blickfang in Liebenwalde sein.

Mediziner und Pfleger in der alten Poliklinik

Die Stadt Liebenwalde lässt zurzeit die alte Poliklinik an der Zehdenicker Straße umbauen.

Im Erdgeschoss sind bereits drei Praxen für Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Physiotherapie angesiedelt. Hinzu kommt eine Tagespflege für Senioren mit zwölf Plätzen. Beide seitlichen Zugänge sind barrierefrei.

Die Kommune investiert rund 700 000 Euro in den Umbau. Bis zum Jahresende soll das Projekt fertig sein.

Die ehemalige Liebenwalder Poliklinik wurde 1953 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Die Fassade mit dem Mitteleingang, der später nicht mehr genutzt wird, und den Holzfenstern wird erhalten.

Von Andrea Kathert

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