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Oberhavel Die Wikinger erobern Kremmen
Lokales Oberhavel Die Wikinger erobern Kremmen
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00:24 26.08.2015
Ein Wikinger der Mittelaltergruppe „Draenger Felagi“ in typischer Kleidung. Quelle: Ulrike Gawande
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Kremmen

Wählen konnten die Besucher beim bunten Angebot des Trödelmarktes anlässlich des Festes „Feuer und Flamme“ in Kremmen.

Trödelmarkt in Kremmens Scheunenviertel Quelle: Ulrike Gawande

Mit Wahlen kennt sich aber auch Landrat Ludger Weskamp bestens aus, der am Samstag Gesprächspartner in der Kremmener Talkrunde war. Und sogar bei den Wikingern und Slawen von der Mittelaltergruppe „Draenger Felagi“, die im Scheunenviertel mit ihren Zelten Quartier bezogen hatten, kennt man Wahlen. „Wikinger wählen ihren Boss, den Jarl, selber“, erklärt Willy, der einen schwedischen Krieger zu Zeiten des Rus darstellte. Ein Jarl könne deshalb auch abgewählt werden, so Willy weiter. Denn er fordere zwar im Kampf Gefolgschaft, sei aber auch zur Versorgung seiner Gefolgsleute verpflichtet.

Wikingerkamp in Kremmen Quelle: Ulrike Gawande

Eindrucksvolle Kämpfe mit vollem Körpereinsatz, wie sie die Wikinger in historische Kleidung den interessierten Zuschauern präsentierten, braucht Ludger Weskamp heute nicht mehr zu führen, wohl aber hat er für die Bewohner seines Landkreises zu sorgen.

Gut ausgerüstete Wikinger ziehen in den Kampf. Quelle: Ulrike Gawande

„Ja, es sei schon eine neue Situation, nun als Landrat der letzte Entscheider zu sein. Eine besondere Verantwortung.“ Auf die Frage von Moderator Robert Tiesler, was ihn denn von seinem Amtsvorgänger Innenminister Karl-Heinz Schröter unterscheide, antwortete der SPD-Politiker: Natürlich seien viele Schwerpunktthemen gleich, aber er würde für eine andere Tonlage stehen. Man müsse Politik zu den Menschen bringen. So berichtete Weskamp von den Gesprächen mit Bürgern am Rande von Festen und Terminen. So sei er gerade von der Dame hinter der Theke auf die Rettungswagenverlegung angesprochen worden. Ein weiteres wichtigstes Thema: Asyl. Auch wenn keine neuen Fakten zu erfahren waren, machte der Landrat noch einmal deutlich, dass die Voraussetzung für Integration zwar von der Politik geschaffen werden könnten, aber die Umsetzung nur durch die Menschen vor Ort zu leisten sei.

Talkrunde in Kremmen bei „Feuer und Flamme“ Quelle: Ulrike Gawande

Interessiert folgten viele Besucher trotz Mittagssonne der politisch-kulturellen Diskussion auf der neuen, mobilen Bühne, die in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit von drei Ziethenern zusammengeschweißt worden war.

viele Zuschauer in Kremmen Quelle: Ulrike Gawande

Gegen Abend löste die Musik die Politik ab, auch wenn Petra Kleinke, Sängerin aus Ziethen, mit ihrem Lied über den Wolf und dem Song „Facebook, du hast mein Leben zerstört“ noch einmal ernstere Töne anschlug. Jörg (Gitarre) und Kathrin (Gesang) aus Beetz überzeugten als „Raumwunder“ mit altbewährten Popsongs wie Michael Jacksons „Man in a mirror“, bevor zum abendlichen Rock-Open-Air die Schülerband „Kicker Dibs“ mit Rockromanz, The Roxters und die Rocker um Andreas Dalibor die Menge in Stimmung brachten. Das nächtliche Feuerwerk musste aufgrund der Waldbrandgefahr ausfallen. Ähnliches befürchtet Kremmens Ortsvorsteher im Hinblick auf das anstehende Erntefest-Feuerwerk.

Auch wenn Feuer und Flammen nur Zaungäste blieben, sprühten die Macher und Akteure des Festes vor Energie und Engagement. Entspannt und gut unterhalten flanierten daher die Besucher durch das Scheunenviertel und genossen das kostenlose Fest-Angebot.

Von Ulrike Gawande

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