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Die Zeit der Ruinen läuft ab

Velten-Hohenschöpping Die Zeit der Ruinen läuft ab

Das elf Hektar große Gelände der ehemaligen Ingenieurschule für Elektrotechnik in Velten-Hohenschöpping soll zu einem Gewerbepark mit hohem Grünanteil werden. Landkreis und Stadt sprechen sich dafür aus, dass Ruinen abgerissen werden und dort der Businesspark III entsteht. Ein B-Plan ist auf dem Weg.

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Die Gebäude der ehemaligen Ingenieurschule Velten-Hohenschöpping sind nur noch Ruinen.

Quelle: Robert Roeske

Velten. Auf dem Gelände der ehemaligen Ingenieurschule Velten-Hohenschöpping zwitschern ungestört die Vögel. Überall ist Wildwuchs, aber auch Verfall. Die Fensterscheiben der ehemaligen Lehrgebäude sind eingeschlagen, Vandalen haben ganze Arbeit geleistet und alles mitgenommen was nicht niet- und nagelfest ist. Einige Gebäude sind inzwischen einsturzgefährdet.

Auf dem elf Hektar großen Gelände befand sich zu DDR-Zeiten die Ingenieurschule für Elektrotechnik. 1991 wurde diese mit anderen Bildungseinrichtungen zum Oberstufenzentrum Technik Hennigsdorf zusammengeschlossen. Seit dem Umzug des OSZ nach Hennigsdorf Ende 2005 stehen die Gebäude leer.

Jetzt kommt aber Bewegung in dieses Immobilienproblem. Der Landkreis Oberhavel als Eigentümer will für das Grundstück einen Bebauungsplan aufstellen, damit dort an der Hohenschöppinger Straße/Berliner Straße der Businesspark III entstehen kann. Derzeit ist das Gelände zu einem großen Teil mit Bäumen bestanden, etwa 12 000 Quadratmeter sind mit Straßen, Plätzen und Wegen versiegelt, auf 9600 Quadratmetern stehen Gebäude. Ziel sei, dass der B-Plan bis Ende 2018 Rechtskraft erlangt, so Constanze Gatzke von der Pressestelle der Kreisverwaltung Oberhavel. „Die Gebäude sollen abgerissen, Flächen entsiegelt werden, damit verarbeitendes Gewerbe angesiedelt werden kann“, erklärte sie.

Auf der Veltener Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend fanden die Pläne des Landkreises Unterstützung. Bauamtsleiter Berthold Zenner verwies darauf, dass sich die Fläche in exponierter Lage im Kreuzungsbereich von Hohenschöppinger Straße und Berliner Straße befindet und dort keine Industrie, sondern hochwertiges Gewerbe gewünscht sei, das sich mit den bestehenden Betrieben im Businesspark I und II vereinbaren lasse. Mit den Forstbehörden laufen derzeit Vorabstimmungen, da das Areal größere Waldflächen beinhalte, so Zenner. Ein hoher Grünanteil soll erhalten bleiben. Bürgermeisterin Ines Hübner informierte, dass Anfragen von potenziellen Investoren vorliegen. Im Businesspark I und II seien aber so gut wie keine Flächen mehr frei. Auch wegen möglicher Fördergelder ist ein gewisser Zeitdruck da, um das Gelände der Ingenieurschule zu neuem Leben zu erwecken.

Von Heiko Hohenhaus

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