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Oberhavel Die Zuschauer riss es von den Bänken
Lokales Oberhavel Die Zuschauer riss es von den Bänken
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14:39 31.01.2016
Die fünf Sängerinnen und Sänger bei ihrem Konzert in der Nicolaikirche in Oranienburg. Quelle: Helmut Schneider
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Oranienburg

In der am Freitagabend randvoll besetzten Nicolaikirche saßen auch das Ehepaar Harald und Birgit Jäger aus Schmachtenhagen. „Unsere Kinder haben uns einmal Karten für ein Gospelkonzert geschenkt. Seitdem sind wir von dieser Musik so begeistert und deshalb hier“, erzählten die beiden erwartungsfroh vor dem Konzert. Vorweg gesagt, sie wurden nicht enttäuscht. Ihr Kommentar nach dem großartigen Auftritt der Black Gospel Angels aus den USA: „Fantastisch!“

Dieses Gesangsquintett wird geleitet von Rose Watson, genannt „Lady Rose“. Dazu drei exzellente Musiker _ Bass, Schlagzeug und Michael Gayle am Klavier, der des Öfteren auch zum Alt-Saxophon griff und die musikalische Gesamtleitung schulterte.

Als Gast-Star des Abends gesellte sich die Gospellegende Queen Yahna hinzu, die als Tochter eines Bischofs mit dieser spirituellen Musik aufgewachsen war. Sie kann auf eine große Karriere am Broadway, eigene Gospelproduktionen und Europatourneen zurückschauen und wird gern mit der legendären Mahalia Jackson verglichen. Ähnliche Wurzeln hat Rose Watson, die als Ehefrau eines Bischofs in Virginia eng mit dem Kirchenleben verbunden ist. Auch sie konnte bereits durch Musicalproduktionen weltweite Erfolge verbuchen.

Die übrigen Ensemblemitglieder waren das erste Mal in Deutschland und bewunderten vor allem die alten Baudenkmäler.

Die von Rose Watson neu formierte Gruppe war im Januar auf Promotion-Tour im Ruhrgebiet, Hamburg und Hannover. Es wird bald eine CD und ein Video und im nächsten Jahr eine große Deutschland-Tournee geben, war vom Manager Sven Göttlicher zu erfahren. Weshalb dieses Konzert in Oranienburg? „Oranienburg hat einen guten Ruf unter uns Veranstaltern“, lautete seine Antwort.

Mit den ersten fünf Titeln, darunter „God’s Angels“ und „Trouble In My Way“, stellten sich die fünf mit ihren wunderschönen Stimmen vor, wobei Lady Rose klar den Ton angab. Besonders hervorzuheben der gesangstechnisch schwere „Walk All Over God’s Heaven“ als Acapella-Gesang mit einem silbenreichen, langen und schnellen Text, der absolut homogen von den Angels gemeistert wurde. Dann der große Auftritt der stimmgewaltigen Queen Yahna mit „Walk in Jerusalem“, die anschließend mit „Whole World in His Hand“ die Zuhörer von den Kirchenbänken holte. Beeindruckend von ihr nach der Pause die Interpretation von „Kumbaya“. Der Song wurde von ihr vom Rezitativ über Balladengesang zum temperamentvollen Calypsorhythmus geführt, wobei es das Publikum nicht mehr auf den Plätzen hielt. Überhaupt ähnelte der zweite Konzertteil immer mehr einem Freudenfest, bei dem die Zuschauer fast nur noch standen, mitklatschten, sangen und tanzten. Auch die zwei anderen Sängerinnen und Sänger Angelika Crawfert, Cree Summer, James Lewis und Patrick Newby bekamen ihre Chance und konnten mit ihren Solos begeistern. Völlig zu Recht bedankte sich Rose Watson bei ihren vom Blues, Swing bis rockigen Soul spielenden Begleitmusikern, die mit kurzen Soli ihr virtuoses Können aufblitzen ließen.

Mit „Oh Happy Day“ und O’When the Saints“ als Zugaben waren die zwei Stunden wie im Fluge vergangen. Um es mit einem deutschen Wort auszudrücken, das Lady Rose vom Publikum aufgeschnappt hatte und es etwa so aussprach: Es war „ Tollll !“.

Von Helmut Schneider

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