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Die alte Fleischerei muss weichen

Hennigsdorf Die alte Fleischerei muss weichen

Seit Jahren stand die alte Fleischerei Höhl in der Berliner Straße leer, nun wurde sie abgerissen. Geplant ist an dieser Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus. Sechs Wohnungen soll es im Haus geben, unten könnte nach ersten Plänen die „Gothaer Versicherungen“ einziehen.

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So soll das neue Wohn-und Geschäftshaus in der Berliner Straße aussehen, wenn es fertig ist.

Quelle: Skizze: Ulf SCHAUM

Hennigsdorf. Seit Wochen wütete ein Bagger auf dem Grundstück der Alten Fleischerei Höhl, mittlerweile ist das Haus an der Berliner Straße in Hennigsdorf komplett abgerissen. Generationen von Hennigsdorfern holten sich dort frisches Fleisch, der Laden war beliebt bei der Bevölkerung. Doch die alten Besitzer sind verstorben, und die Kinder haben das Grundstück verkauft. Demnächst soll dort nun neu gebaut werden. Der Hennigsdorfer Unternehmer Ulf Schaum plant auf dem Areal den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses. Sechs Wohnungen soll es im Haus geben, unten könnte nach ersten Plänen die „Gothaer Versicherungen“ einziehen.

Wohnungen komplett barrierefrei

Das Haus wird ein echter Hingucker, die Fassade wird weiß und mit großen Fensterflächen gestaltet. Die Wohnungen sollen jeweils rund 80 Quadratmeter groß werden und mit einem Balkon ausgestattet sein. Zudem sind sie auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung zugeschnitten und komplett barrierefrei, Fahrstühle inklusive. „Die Wohnungen mit ihren zweieinhalb Zimmern werden so gestaltet, dass die Leute dort leben können, bis sie 100 Jahre alt sind“, erklärt Ulf Schaum.

Acht Euro pro Quadratmeter

Die Fenster sollen mit Sonnenrollos ausgestattet sein, die sich je nach Bedarf öffnen und schließen. Zudem wird es eine Luft-und Wasserwärmepumpe geben, mit der Umgebungsluft zur Erwärmung des Heiz- und Trinkwassers genutzt werden soll. „Dadurch wird es relativ geringe Nebenkosten geben“, erklärt Ulf Schaum. Der Quadratmeter-Mietpreis solle nach ersten Planungen etwa bei acht Euro liegen. Auch ein Pkw-Stellplatz gehört dann zu jeder Wohnung dazu.

Noch sind Wohnungen frei

Mit seinem Bauprojekt trifft Schaum offenbar einen Nerv, immerhin gilt Hennigsdorf als angespannter Wohnungsmarkt. Die großen Wohnungsunternehmen WGH und HWB haben nahezu keine Appartements mehr zu vermieten. Auch bei Ulf Schaum gibt es schon Interessenten. „Vier bis fünf der neuen Wohnungen sind aber noch frei“, erklärt er. Aktuell wartet er auf die Baugenehmigung. Wenn alles nach Plan läuft, dann soll mit dem Bau des Hauses Anfang Mai begonnen werden. „Im März oder April 2019 könnte das Haus dann fertig sein“, erklärt Ulf Schaum.

Die meisten Flächen sind schon bebaut

Er kennt sich aus mit Bauprojekten in Hennigsdorf. Auf dem Grundstück, das neben der einstigen Gaststätte „Schlachteplatte“ beginnt und sich bis zur Bibliothek in der Straße Am Bahndamm erstreckt, ließ Ulf Schaum 2015 unter anderem vier Gebäude bauen: Ein Doppelhaus, ein Wohn- und Geschäftshaus und zwei Stadtvillen Am Bahndamm. Weitere Grundstücke in der Innenstadt sind rar, weil schlicht die meisten Flächen schon bebaut sind.

„Fontanehöfe“ Ende 2019 bezugsfertig

Die wohl größte Baustelle der nächsten Jahre gibt es aktuell auf dem 15 000 Quadratmeter großen Areal auf dem Grundstück Fontane-/Ecke Feldstraße. Hier lässt die Hennigsdorfer Wohnungsgenossenschaft (WGH) aktuell 112 Wohnungen bauen, das Quartier, das später „Fontanehöfe“ heißen soll, wird rund 23 Millionen Euro kosten. Ende Oktober 2017 war die feierliche Grundsteinlegung. Wenn die Arbeiten zügig vorangehen, sollen die Wohnungen Ende 2019 bezugsfertig sein.

Tiefgarage mit 127 Stellplätzen

Die 112 Wohnungen werden zwischen 39 und 114 Quadratmetern groß sein. Die WGH plant 1,5- bis 5-Raum-Wohnungen. Gebaut werden zwei U-förmige Wohngebäude mit vier Vollgeschossen. Eine Tiefgarage mit 127 Stellplätzen für Autos sowie Abstellräume für Fahrräder und Rollstühle sollen ebenfalls zum Großprojekt gehören. Dazu plant die WGH zwei dreigeschossige Stadthäuser im Bereich der Gartenstraße. Die Nettokaltmiete für die Wohnungen soll sieben Euro pro Quadratmeter betragen, kündigte WGH-Chef Hartmut Schenk schon bei der Grundsteinlegung an.

Von Marco Paetzel

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