Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
„Die bespielbare Stadt“

Granseer Spielplatzkonzeption „Die bespielbare Stadt“

Den Kindern und Jugendlichen in Gransee steht eigentlich eine größere Spielfläche zur Verfügung als es bisher der Fall ist. Das soll sich in Zukunft ändern.

Voriger Artikel
Der Burgwall ist eine Sackgasse
Nächster Artikel
Postkarte braucht 36 Jahre bis Grüneberg

Reinhard Busch erklärt das Konzept.

Quelle: Stefan Blumberg

Gransee. Der Name des Leitbildes klingt verheißungsvoll: „Die bespielbare Stadt“. So steht es im umfangreichen Spielplatzentwicklungskonzept für die Kernstadt Gransee, mit dem sich das Planungsbüro Fugmann/Janotta seit längerer Zeit befasst. Derzeit ist die Stadt jedoch weniger „bespielbar“. Das zeigt die Bestandsaufnahme. Demnach sei die Altstadt, so Reinhard Busch vom Planungsbüro, „schlecht“ versorgt, der Bereich Oranienburger Straße/Ruppiner Straße „mittel“ und die Bahnhofsvorstadt „gut“. Es gehe darum, durch Umgestaltung und Neustrukturierung die bestehenden Spielplätze mit einfachen Mitteln ergänzen oder eventuell neu zu bauen.

In der Stadt gibt es zwar eine ganze Reihe Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, jedoch nur einen öffentlichen Spielplatz (Straße des Friedens); dazu halböffentliche wie Schule oder Hort, halbprivate (von der Wohnungsgesellschaft) oder sonstige Spielflächen (wie die Wiese am Kloster). Insgesamt aber sei der Bedarf wesentlich höher.

Sechs Standorte betrachteten Mitglieder des Stadtenwicklungsausschusses und interessierte Einwohner am Donnerstagabend bei einem Spaziergang: den Kirchplatz, die Wiese am Kloster, den Park  an der Stadtmauer, Spielplatz und Spielpunkt in der Straße des Friedens sowie das ehemalige K-Bau-Gelände in der Oranienburger Straße. Für jeden Standort machte das Planungsbüro konkrete Vorschläge, ließ die Wünsche der Initiative Wo(hl)fühlen in Gransee und die der Schülerinnen und Schüler mit einfließen.

Für Sigrid Schlauer (Bürger für Gransee) ist klar, „das wir uns das alles gar nicht leisten können, wenn womöglich ein Spielplatz allein 70 000 Euro kosten soll“. Sie sagt: „Dann lieber einen oder zwei richtig bauen.“ Das sieht auch der stellvertretende Amtsdirektor Manfred Richter so: „Wir haben jetzt einen Überblick und müssen Prioritäten setzen, das Machbare einschätzen und dabei die Folgekosten berücksichtigen.“ Angetan vom Konzept ist Bürgermeister Mario Gruschinske, weil es nicht nur Standorte, sondern auch Vorschläge zu Spielgeräten aufzeigt. „Ich finde es wichtig, dass wir einen Platz schaffen, an dem sich die Einwohner altersübergreifend beschäftigen können.“ Und außerdem: „Wir sollten die Plätze so gestalten, dass sie einen Gransee-Bezug haben, etwas machen, was uns von anderen absetzt. Wir haben Wahrzeichen. Ja, das kostet. Aber Freizeit sollte uns was wert sein.“

Weitestgehend einig waren sich am Donnerstag alle Teilnehmer der Runde, dass der Bau/Ausbau eines Spielplatz auf dem Kirchplatz (im Zentrum gibt es keinen Spielplatz) sowie in der Straße des Friedens oberste Priorität hätten. Der stellvertretende Bürgermeister Bernd Weidemann sprach sich gegen einen Spielplatz auf dem K-Bau-Gelände aus, weil diese große Fläche an exponierter Stelle sich für andere Investitionen eigne.

Von Stefan Blumberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg