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Oberhavel Die ersten Störche sind gelandet
Lokales Oberhavel Die ersten Störche sind gelandet
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02:17 10.03.2018
Das ist einer der beiden Störche, die den Horst in der Kremmneer Dammstraße belegt haben. Quelle: André Neumann
Wensickendorf

Roland Heigel ist erleichtert. Der Horst in Kremmen in der Dammstraße ist seit Montag besetzt, wieder mal als Erster. „Als Erster in unserem Wirkungskreis“, sagt Heigel, der Mitglied im Nabu-Regionalverband Oranienburg e. V. ist und sich damit um die Belange im südlichen Teil des Kreises Oberhavel kümmert, sprich im Altkreis Oranienburg.

Ein Experte auf seinem Gebiet

Der Wensickendorfer Storchenexperte hatte schon damit gerechnet, dass die Störche in diesem Jahr später kommen. Wegen der fehlenden Thermik waren sie auf ihrer Route aus Spanien und Frankreich nicht vorangekommen. Bei eisigen Temperaturen fehlen den Störchen die warmen Aufwinde, die sie ohne Flügelschlag in die Höhe tragen und große Entfernungen zurücklegen lassen. „Aber nun waren die kalten Ostwinde weg“, sagt Heigel.

Die so genannten Westzieher haben es bis zu uns geschafft und sich gleich wieder das Nest in der Dammstraße in Kremmen ausgesucht. Roland Heigel bekommt die Informationen von dort aus erster Hand, hat Zugriff auf die Bilder, die André Neumanns Webcam vom Haus in der Dammstraße 4 einfängt.

Roland Hegel aus Wensickendorf ist Storchenbeauftragter und beobachtet alle Vögel. Quelle: Enrico Kugler

Der nächste Horst ist nicht weit entfernt von Heigels Wohnhaus in Wensickendorf. Er steht in der Sandstraße in Zehlendorf. „Dort kommen die Störche meistens um den 3. März an“, so Heigel. Auch diese Störche verspäten sich also offenbar.

„Aber meine ,Storcheneltern’ informieren mich dann sofort.“ Auch in Zehlendorf gibt es also Vogelfreunde, die Heigel immer mit den aktuellsten Daten versorgen und ihm helfen, so seine Beobachtungen und Statistiken festzuhalten. „Ohne meine Mitbeobachter wäre ich aufgeschmissen.“

Die Westzieher belegen zwei Horste bei uns

Die Horste in Kremmen und Zehlendorf sind die beiden einzigen, die meistens von Westziehern belegt werden. Die Vögel verbringen ihren Winter in Spanien oder Frankreich, ernähren sich oft auf den Deponien der Städte.

Ob es immer dieselben Störche sind, die beispielsweise in der Dammstraße landen, kann Roland Heigel nur vermuten. Obwohl die Störche sehr horstreu sind. Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder.

Aber wenn die Störche nicht gerade beringt sind, gibt es keine verlässlichen Informationen. Heigel erkennt sie dann eher an ihrem Verhalten und eben der Zeit der Ankunft.

Das Storchenpärchen hat schon ordentlich zu tun. Quelle: André Neumann

Die Kremmener Störche hatten erst mal damit zu tun, den Horst aufzuräumen, das gefrorene Gras niederzutreten. Zwischendurch sind so schon fleißig am Kopulieren. Bis Mitte Mai dauert die Paarungszeit der Weißstörche. Irgendwann wird das Weibchen ein erstes Ei legen. Auch dafür gibt es keine Regeln, wann das passiert.

Das erste Ei sieht man nicht

„Das erste Ei sieht man nicht“, sagt Heigel. Die Kamera kann nicht in das Nest hineinfilmen. „Aber an ihrem Verhalten kann man es erkennen.“ Wenn immer einer der beiden Störche am Nest bleibt und der andere auf Nahrungssuche geht, ist dies das Zeichen für die Brutablösung.

Genau benennen kann der Storchenexperte die Brutdauer. „Ab dem ersten Ei sind es 33 Tage.“ Die beiden Störche wechseln sich beim Ausbrüten der Eier immer ab. Alle zwei Tage legt das Weibchen ein Ei. Die Jungstörche schlüpfen im Abstand von zwei Tagen. „Nach 90 Tagen verlässt der Mutigste dann das Nest“, erzählt Heigel.

Die Nabu-Seite bietet besten Einblick

Auch auf seinem Grundstück in Wensickendorf steht ein Horst. Zu ihm kommen Ostzieher aus Afrika. „Noch sind die Ostzieher auf Höhe des Nils.“ In einigen Wochen könnten sie hier sein. Wann es soweit ist, kann übrigens jeder selbst verfolgen auf der Internetseite des Nabu Oranienburg.

Von Andrea Kathert

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