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Die letzte Ruhe wird teurer

Hennigsdorf Die letzte Ruhe wird teurer

Die Gebühren für die Friedhöfe in Hennigsdorf und Stolpe-Süd werden sehr wahrscheinlich demnächst teurer. Die Gesamtkosten für Bestattungen erhöhen sich nach Angaben der Verwaltung im Schnitt um rund 7,4 Prozent. Schon im Jahr 2016 musste die Verwaltung die Friedhofsgebühren erhöhen.

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HInterbliebene müssen in Hennigsdorf künftig mehr für die letzte Ruhe zahlen.

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Die letzte Ruhe auf den Waldfriedhöfen in Hennigsdorf und Stolpe-Süd wird demnächst wieder teurer. Die Gesamtkosten für Bestattungen erhöhen sich nach Angaben der Verwaltung im Schnitt um rund 7,4 Prozent. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die die Mitglieder des Hennigsdorfer Bauausschusses am kommenden Donnerstag diskutieren werden. Grund sei laut Verwaltung vor allem, dass die Friedhofsgebühren aus dem Jahr 2016 nicht die Kosten der Verwaltung für die Friedhöfe gedeckt haben. Damals hatte die Hennigsdorfer Stadtverwaltung rund 7 700 Euro zu wenig an Gebühren eingenommen. Das wird nun bei den neuen Gebühren für 2018 berücksichtigt, um die roten Zahlen wieder auszugleichen.

Laut der Beschlussvorlage werden Grabstätten im Schnitt um 4,1 Prozent teurer. Die Überlassung einer Reihengrabstätte kostet aktuell 994 Euro, demnächst soll es 1028 Euro kosten – das ist eine Steigerung um 3,42 Prozent. Die Überlassung einer Doppelwahlgrabstätte auf 30 Jahre indes wird gleich um 4,29 Prozent oder 139 Euro teurer und kostet dann 3376 Euro.

Stärker noch steigen die Bestattungsgebühren, im Schnitt werden sie 14,8 Prozent teurer. Für die Erdbestattung in einer Reihengrabstätte werden laut Planung statt bisher 388 Euro dann 509 Euro fällig – das ist fast ein Drittel mehr. Auch Erdbestattungen in Wahlgräbern werden teurer. Eine Ausnahme: Minimal günstiger werden Urnenbestattungen. Hier zahlen Angehörige demnächst 49 Euro, als einen Euro weniger als bisher. Teurer werden für die Angehörigen laut der neuen Kalkulation auch die Verwaltungsgebühren, das sind etwa Genehmigungen zur Errichtung von Grabmalen, Umbettungen oder Bestattungen generell. Hier steigen die kosten zwischen drei und 20 Prozent. Als Grund nennt die Stadtverwaltung an dieser Stelle vor allem gestiegene Personalkosten der vergangenen Jahre.

Interessant wird es, wenn man die Gesamtkosten von Bestattungsvorgängen vergleicht. Für eine Bestattung im Urnenreihengrab samt Nutzung der Feierhalle und Genehmigungen werden statt bisher 667 Euro demnächst 704 Euro fällig. Viel stärker fallen die einzelnen Gebührenerhöhungen noch bei einer Bestattung im Einzel-Wahlgrab ins Gewicht. Für die Überlassung des Grabes, Bestattung, Genehmigungen, Bestattungsantrag und Nutzung der Feierhalle zahlen die Hinterbliebenen statt bisher 1872 Euro demnächst 2004 Euro.

Zuletzt waren die Friedhofsgebühren im Jahr 2016 im Zuge der Haushaltskonsolidierung gestiegen – das erste Mal seit 2011. Generell wurden Erdbestattungen damals zwischen 3,6 und 15 Prozent teurer, Urnenbestattungen indes sogar etwas günstiger.

Die geplanten Gebührenerhöhungen werden nicht nur im Bauausschuss in der kommenden Woche ein Thema sein. Auch die Mitglieder des Hauptausschusses werden sich am 21. Februar damit befassen. Das letzte Wort haben dann die Hennigsdorfer Stadtverordneten, die die neue Gebührensatzung am 28. Februar auf ihrer nächsten Sitzung beschließen werden.

Von Marco Paetzel

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