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Oberhavel Die neue Wache ist einsatzbereit
Lokales Oberhavel Die neue Wache ist einsatzbereit
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02:16 18.01.2016
In der neuen und geheizten Fahrzeughalle haben sieben Rettungswagen in zwei Reihen Platz. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Die Mitarbeiter der Rettungswache Oranienburg haben am Freitagmittag wenig mitbekommen von der offiziellen Einweihung ihres neuen Domizils. Zehn Minuten bevor die Sektgläser erhoben wurden, rückten die vier Rettungswagen zum Einsatz aus. Deshalb prägten eher Herren in dunklen Anzügen statt in signalleuchtender Einsatzkleidung das Bild in der neuen Fahrzeughalle.

Wachenleiter André Buhlan (2. v. r.) bekommt von Detlef Troppens, dem Geschäftsführer der Oberhavel-Kliniken, den Schlüssel überreicht. Quelle: Robert Roeske

Der stellvertretende Landrat Egmont Hamelow sprach von einer „Investition in die Sicherheit“. Und in die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Denn ohne Zweifel hatten die 38 Kollegen des Rettungsdienstes in ihrer alten Wache gleich nebenan miserable Arbeitsbedingungen. Den Bau aus den 1950er-Jahren mussten sie sich mit anderen Mietern teilen. Eigentlich war dort alles veraltet. „Wir haben auch kein Stück aus der alten Wache mitgenommen“, erzählte Wachenleiter André Buhlan, „Nur 30 Kubikmeter Sperrmüll haben wir abfahren lassen.“ Buhlan führte mit strahlender Miene durch das neue Haus. „Am 22. Dezember um 17 Uhr waren wir hier, in der Nacht vorher hatten wir schon die Apotheke umgeräumt“, schildert Buhlan. „Die Kollegen sind jetzt viel motivierter, die honorieren diese neuen Bedingungen.“

Die neue Wache steht direkt an der André-Pican-Straße/Ecke Dr.-Heinrich-Byk-Straße in Oranienburg. Links daneben ist die alte Wache zu sehen. Quelle: Robert Roeske

Die Fahrzeughalle ist zum Beispiel mit Weitblick gebaut worden. In der ersten Reihe stehen drei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug. In der zweiten Reihe können noch mal drei Autos stehen. Selbst bei geöffneten Türen bleibt noch genügend Platz, um die Tragen herauszunehmen und die Fahrzeuge zu desinfizieren. Weil die Halle eben keine Garage ist, herrschen dort immer 18 Grad Celsius.

Wenn nicht gerade alle Sanitäter beim Einsatz sind, stehen in der ersten Reihe der Halle vier Fahrzeuge. Dahinter finden noch drei Rettungswagen Platz. Quelle: Robert Roeske

Neu für die Mitarbeiter sind auch der Desinfektionsraum und das Medizinlager gleich hinter der Halle. Durch einen Flur getrennt beginnt dann der Aufenthaltsbereich. Mehrere Ruheräume mit Liegen ausgestattet befinden sich auf der ruhigeren Hofseite. Die Mitarbeiter können nun ordentliche Umkleideräume und Sanitäranlagen getrennt für Männer und Frauen nutzen.

So sieht es im Aufenthaltsraum aus. Quelle: Robert Roeske

Und in dem hellen Aufenthaltsraum mit Flachbildfernseher und offener Küche können sich die Sanitäter zwischen den Einsätze sicher erholen. Völlig neu sind auch Schleusenräume, wo Lieferanten jederzeit Sauerstoffflaschen, Medikamente und anderes Material bringen können. Und es gibt auch endlich einen Raum, in dem die nasse Einsatzkleidung getrocknet wird.

Hier können nun die nassen Jacken der Einsatzkräfte getrocknet werden. Quelle: Robert Roeske

Im Obergeschoss wurde sogar noch ein Schulungsraum eingerichtet, denn auch an die Ausbildung zum neuen Berufsbild Notfallsanitäter ist gedacht worden.

Detlef Troppens, Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken, sagte: „Alles hat seine Zeit.“ Die Wache sei zwar schon vor zehn Jahren nötig gewesen. „Aber vielleicht hätten wir damals zu klein gebaut“, so Troppens. „Jetzt können wir uns mit jeder Großstadt in Deutschland messen.“

Von Andrea Kathert

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