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Oberhavel Die neue Werkstatt ist fertig
Lokales Oberhavel Die neue Werkstatt ist fertig
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14:47 26.05.2016
Marcel Teichmann (l.) und Christoph Lau besprechen im Pausenraum die letzten Arbeiten. Quelle: Andrea Kathert
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Oranienburg

„Die Mitarbeiter sind schon richtig heiß drauf, hier zu arbeiten“, sagt Caritas-Werkstattleiter Christoph Lau. Gemeinsam mit Marcel Teichmann spricht er die letzten Punkte durch, damit im Aderluch 54 bald der Werkstattbetrieb beginnen kann. „Der Chef ist schon da“, lacht Lau und zeigt das noch spärlich eingerichtete Büro von Marcel Teichmann. Doch was viel wichtiger ist, in der Ecke steht bereits der erste neue Auftrag. Er kommt von den Oberhavel Verkehrsbetrieben. „Wir beschriften 200 Haltestellenschilder für die OVG“, sagt Teichmann, der Produktionsleiter im Aderluch sein wird. Es ist der dritte Standort, den die Caritas-Einrichtung St. Johannesberg in Oranienburg betreiben will. Neben dem Hauptsitz in der Berliner Straße und dem Unternehmensteil „Factor c“ im Heidering ist nun im Aderluch 54 eine neue Werkstatt entstanden.

Im Herbst vergangenen Jahres begann der Umbau des ehemaligen Aldi-Marktes, der viele Jahre leer stand. Von der tristen dunklen Halle mit den kahlen Betonwänden ist nicht mehr viel übrig geblieben. Nur ganz bewusst wurde an einigen Wänden der Sichtbeton erhalten – wegen des industriellen Charmes. Ansonsten strahlt das typische, warme Caritas-Rot von den Wänden, unterbrochen von den markanten Piktogrammen des Unternehmens.

In der Mitte der Halle wurde ein würfelartiger Komplex für Umkleideräume, Sanitäranlagen, Duschen, Therapie- und Ruheräume errichtet. Von dem Flur aus, der sich um den Komplex rundherum schlängelt, sind die hellen Arbeitsräume der Gruppen zu erreichen. Noch stehen sie leer. Aber im Eingangsbereich ist der großzügige Speise- und Pausenraum schon möbliert. Nur die Lampen über den Tischen fehlen noch. Eine der sechs Arbeitsgruppen, die bald einziehen, kümmert sich um die Küche, deren Tresen in den Speiseraum reicht. „Wir werden ein richtiges Frühstücksmenü anbieten“, sagt Marcel Teichmann. Das Mittagessen kommt aus der Hauptwerkstatt und wird in der Küche im Aderluch ausgegeben.

Jeffrey Fehst (l.), Gruppenleiter Logistik, und Norbert Keppe räumen seit Tagen das Lager ein. Hier werden über die Rampe die Zulieferteile und Verpackungen angeliefert. Quelle: Andrea Kathert

Im Laufe der Umbauarbeiten musste die Werkstattleitung noch mal umdisponieren. Ursprünglich sollte im Aderluch ein Großauftrag für die Firma G-Elit aus Berlin-Reinickendorf, die Präzisionswerkzeuge herstellt, ausgeführt werden. „Aber die Firma schließt ihren Sitz“, erzählt Christoph Lau. Deshalb werden nun in der neuen Werkstatt Beschäftigte ihren Arbeitsplatz finden, die weitaus einfachere Aufträge erledigen und mehr Papier- und Werbeartikel herstellen. „Das ist für uns ein wachsender Arbeitsbereich“, meint Christoph Lau. Das bedeutet aber auch, dass die Beschäftigten mehr Betreuung brauchen und die Gruppen kleiner sind. Deshalb wurde auch für die Sozialarbeiterinnen Iris Arndt und Veronika Priwitzer ein Raum eingerichtet. „Die beiden werden temporär hier arbeiten“ erklärt Lau. „Trotz der neuen Werkstatt sind wir ja insgesamt nicht mehr Mitarbeiter geworden.“ Nächste Woche zieht die erste Gruppe ein. Am 20. Juni ist dann die Werkstatt voll belegt. Die 60 Caritas-Beschäftigten freuen sich auf ihren Arbeitsort. „Während der Bauphasen waren sie immer mal hier“, erzählt Teichmann.

Die Eröffnung der neuen Werkstatt fällt fast genau auf das 25-jährige Bestehen, das Caritas-Mitarbeiter und Beschäftigte am Freitag mit einem kleinen Festakt feiern. In der druckfrischen Festbroschüre, die dabei verteilt wird, kommen viele Menschen zu Wort, die diese 25 Jahre miterlebt haben.

Bewohner, die von Anfang an dabei waren

Vor 25 Jahren wurde die Caritas-Werkstatt St. Johannesberg in der Berliner Straße 93 eröffnet. In einer kleine Festbroschüre kommen unter anderem Beschäftigte zu Wort, die von Anfang an dabei waren. Hier einige Meinungen von ihnen

Andre Naleppa ist noch genauso begeistert von seiner Arbeit, wie vor 25 Jahren.

Andrea Vollmer erinnert sich am liebsten an ihre Zeit mit André Petryka, mit dem sie oft zusammen gelacht hat.

Angelika Kopitzkes Arbeitsplatz ist die Küche, bis heute bekocht sie den gesamten Johannesberg mit.

Ramona Saubohn möchte immer bei Silke Dargel in der Gruppe bleiben.

Jürgen Gatzek wünscht sich, dass alles so bleibt.

Detlef Grube findet, am Anfang war die Werkstatt noch schön klein.

Britt Kaminski macht heute leichtere Arbeiten und hat mehr Freude daran.

Brigitte Schauer würde gern noch 25 Jahre weiter so arbeiten.

Bernd Hoffmann freut sich, bald im Aderluch arbeiten zu können.

Peter Jakumowsky mag am liebsten Traktorfahren mit Roland.

Ingo Henning wünscht sich mehr Lohn für die Arbeiten, die anfallen.

Katrin Riebow hofft, dass die Werkstatt weiterhin lange bestehen bleibt.

Michael Brock spielt jeden Freitag in der Theatergruppe mit.

Dieter Zehlicke mochte am liebsten die Arbeit mit den Hausmeistern.

Sabine Blaszcyk ist bei Cantina im Heidering und möchte dort bleiben.

Petra Pippig erinnert sich gut an die Räume in der Berliner Straße 60a.

Rainer Leschke mag am liebsten schönes Essen kochen.

Sven Seifert wünscht sich, dass die Werkstatt immer Aufträge bekommt.

Stefan Mietz: An der Arbeit ist alles gut.

Roy Schmidt mag Ausflüge, Feste und Feiern.

Stefan Geiseler, denkt, die EM 2016 gewinnt natürlich Deutschland.

Cartsen Krause freut sich immer, seine Arbeitskollegen zu sehen.

Annett Niklas erster Gruppenleiter war Tobias Ottlewski.

Von Andrea Kathert

Der Sommer naht, jetzt wird es Zeit für Erdbeeren. Auf einem Feld im Oberkrämer-Ortsteil Neu-Vehlefanz können sich Besucher ab Freitag ihre Erdbeeren selbst pflücken. Im vergangenen Jahr kamen mehrere Zehntausend Menschen. Das Obst- und Gemüseangebot soll noch erweitert werden.

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