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Oberhavel Die unerfüllte Liebe von „Mem und Zin“
Lokales Oberhavel Die unerfüllte Liebe von „Mem und Zin“
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00:17 23.01.2016
Probe für das kurdische Theaterstück „Mem & Zin“. Die Frauen haben sich in dieser Szene als Männer verkleidet – und umgekehrt . Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

Es wurde gebastelt, getanzt und gekämpft. Und pausenlos drehten Schüler mit allerlei elektrisch betriebenen Fahrzeugen ihre Runden im Schulhaus und drumherum. Mit nicht weniger als 35 Projekten aus den Bereichen Naturwissenschaft, Politik, Literatur und Kunst befassen sich in dieser Woche die 353 Schülerinnen und 347 Schüler, die derzeit von 48 Lehrkräften am Marie-Curie-Gymnasium unterrichtet werden. Die Bandbreite reicht von Akrobatik über Cheerleading und Elektromobilität bis hin zu Selbstverteidigung. Seit 15 Jahren werde einmal jährlich diese Projektwoche veranstaltet, die thematisch ganz bewusst offen gehalten werde, sagt Schulleiter Gerd Meusling. Es gehe darum, den Schulalltag zu verlassen und sich besonderen Neigungen zuzuwenden. Gleichzeitig werde der „Tag der offenen Tür“ am Sonnabend vorbereitet. Zu dem wird für den 23. Januar eingeladen. Von 9 bis 12 Uhr stellen sich die verschiedenen Fachbereiche vor und werden die Ergebnisse der Projektwoche präsentiert. Der Schulleiter steht für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Und ab 11 Uhr ist ein Auftritt der Lehrerband „K07“ vorgesehen.

Clemens Bäßler (l.) und Timo Werner bei der Demontage eines Flachbildschirms. Quelle: Helge Treichel

Im Physikbereich befassen sich die Schüler derzeit mit „Feuer, Licht und Laser“. Unter anderem war Sonnenlicht in seine Spektralfarben zerlegt und analysiert worden. Auch die Hintergrundbeleuchtung eines Bildschirms wurde untersucht. Eine wieder andere Gruppe nimmt an einem Ingenieurwettbewerb teil. Die Aufgabe: der Entwurf und Modellbau eines Stadiondaches. Und Tim Grutzek, der im aktuellen Jubiläumsjahr anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Gymnasiums mit dem Schulpreis ausgezeichnet wurde, präsentiert seinen selbst gebauten, sechsbeinigen Erkundungsroboter.

Julien Schirrow (l.) und Justus Menzel bauen das Modell eines Stadiondaches. Dafür haben sie die Holzträger zuvor im nassen Zustand gebogen und dann trocknen lassen. Quelle: Helge Treichel

Auf Hochtouren laufen zudem die Proben für zwei kurze Theaterstücke. In gemischten Gruppen studieren die Hohen Neuendorfer gemeinsam mit jugendlichen Flüchtlingen aus Berlin-Hermsdorf die Stücke „Cinderella“ sowie „Mem & Zin“ ein. Bei letzterem handelt es sich um eine vor 300 Jahren verfasste kurdische Version von „Romeo & Julia“. Auch diese endet tragisch, berichtet Armanc Nerweyi, Sozialarbeiter und Heimleiter der Einrichtung „Naturfreunde“. Er begleitet seine Schützlinge bei den Proben, die sowohl in Berlin als auch in Hohen Neuendorf stattfinden. Ende vergangenen Jahres hatten einige seiner Jungs bereits an einem Fußballturnier des Curiegymnasiums teilgenommen.

Mit zahlreichen elektrisch betriebenen Fahrzeugen flitzten am Mittwoch Jungen und Mädchen aller Jahrgangsstufen durch das Schulhaus – und drumherum. Quelle: Helge Treichel

Aus Berlin stammt übrigens auch die Firma „Steckdose“, die ihre elektrischen Fahrzeuge zur Verfügung stellte: zweirädrige Segways, winzige „Io-Hawk-Boards“ sowie einrädrige „Solo Wheels“. Das Fazit unzähliger Probefahrten: So viel Spaß kann Elektromobilität machen.

Von Helge Treichel

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