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Die versteckte Bibliothek

Borgsdorf Die versteckte Bibliothek

Die Kinder nutzen die Schulbibliothek in der Borgsdorfer Grundschule rege. Nur vielen Erwachsenen ist gar nicht bekannt, dass es auch Medien für Erwachsene gibt. Das Literaturcafé Schreibmut lädt für November sogar zur Autorenlesung hierher ein.

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Kathleen Fischer ist die Leiterin der Stadtbibliotheks-Zweigstelle in Borgsdorf. Sie wirbt für das Erwachsenen-Angebot und will quartalsweise Veranstaltungen für das volljährige Publikum anbieten – neben den Kinderveranstaltungen.

Quelle: Helge Treichel

Borgsdorf. Das Literaturcafé Schreibmut des Hohen Neuendorfer Kulturkreises geht neue Wege: Erstens will man künftig auch in den Stadtteilen präsenter werden, zweitens wird am 17. November eine neue Lesereihe gestartet, sagt Nadja Felscher. Der Club der Hobbyautoren zähle inzwischen 17 Mitglieder. Da falle es schwer, immer alle bei den Veranstaltungen angemessen zu berücksichtigen. Zum Auftakt von „Schreibmut spezial #1“ lesen deshalb nur vier von ihnen aus ihren Veröffnetlichungen: Wilfried Hildebrandt, Lina Ahrend, Harald Schmidt und Uwe Sell. Veranstaltungsort ist die öffentliche Schulbibliothek Borgsdorf an der Bahnhofstraße 33, die längst auch Medien für Erwachsene bereithält, berichtet Bibliothekarin Kathleen Fischer. Beginn ist um 19 Uhr, Voranmeldungen sind unter der Rufnummer 03303/21 37 44 erwünscht. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei.

Nadja Felscher, Wilfried Hildebrandt, Kathleen Fischer und Harald Schmidt (v l) werben für die erste Schreibmut-spezial-Lesung

Nadja Felscher, Wilfried Hildebrandt, Kathleen Fischer und Harald Schmidt (v. l.) werben für die erste Schreibmut-spezial-Lesung.

Quelle: Helge Treichel

Lina Ahrend liest aus ihrem Roman „Gefangen im Kinderland“. Darin erzählt sie die Geschichte von Cora, die bei einem alkoholkranken Vater und einer überfürsorglichen Mutter aufwächst. Selbst jung Mutter geworden, findet sie sich in einer Ehe mit einem jähzornigen und gewalttätigen Partner wieder. Auf Reisen geht es mit Wilfried Hildebrandt und Uwe Sell. Letzterer hatte irgendwann einen Beschluss gefasst: „Mir reicht’s – ich fahr nach Indien“ – mit dem Auto. „Reisehusten und andere Urlaubsabenteuer“, heißt das mit viel Humor gewürzte Werk von Wilfried Hildebrandt. Seit seiner Pensionierung hat er viel Freude daran, seine Reiseeindrücke der Jahre 1958 bis 1995 zu schildern.

Harald Schmidt wird aus seiner Autobiografie „Allerhand Sichtbares“ lesen. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen“, sagt er und legt sogleich eine Anekdote nach. Seine Mutter habe ihm stets geraten, bei den Familien der Frauen vor allem auf eins zu achten – ob auch Bücher im Haus sind. Geistige Nahrung sei wichtig.

Von Helge Treichel

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